FORSCHUNG

 

Die am Fachgebiet Bildende Kunst durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten lassen sich unter dem Rahmenthema „BAU KUNST ERFINDEN“ zusammenfassen. Die transdisziplinäre Forschungsgruppe vereint Expertisen aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Stadtplanung, Interaktions- und Produktdesign, Experimentelle Physik und technologische Materialforschung und verortet sich im Bereich aktueller Entwicklungen, die mit dem Terminus der Intelligenten Oberflächen zusammengefasst werden können. Hintergrund ist der Prozess der fortschreitenden Technologisierung von Materialien, der erhebliche Potentiale für das Design und das Bauwesen bietet. Ziel der laufenden Projekte ist die Entwicklung von neuartigen Methoden und Austauschverfahren, die auf der Kooperation zwischen Künstlerischer Forschung – Architektur bezogenem Design – Experimenteller Naturwissenschaften (Chemie, Biologie, Physik / nanotechnologische Forschung) aufbauen. Angestrebt wird ein differenzierter Austausch von Wissenschaft und Kunst, sowie die Etablierung weiterführender iterativer Prozesse des Technologietransfers, die an die Stelle bloßer Übertragungen bzw. Anpassungen bestehender Verfahren und Techniken treten.

Es bestehen folgenden Forschungsschwerpunkte:

  • Entwicklung von sogenannten High-Tech-Low-Budget-Materialien bzw. Materialsystemen, z. B. Kombination von „einfachen Materialien“ (Holz, Gips, Beton, Papier) mit Sensor-Aktor-Systemen
  • Exemplarische Entwicklung von Raum und Gebäude bezogenen Teillösungen. Individuelle partizipative Bricolagelösungen anstelle komplexer umfassender Smart House Kontrollsysteme.
  • Dimensionsspezifische Entwicklung (Generierung) und funktionelle Untersuchung von 3D-Mustern (Nano – Mikro – Makro). Rückbezüglicher Abgleich und Austausch der Designprozesse zwischen Experimenteller ¬Physik, Architektur, Bildender Kunst.

Die Arbeiten werden u.a. von der AiF e. V., dem BMWi und der Scheringstiftung gefördert. Sie wurden 2010/11 auf der BAU München, der Material Vision Frankfurt/M., der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, im Architekturforum Aedes, Berlin und im National Glass Center Sunderland, UK, präsentiert und in jüngster Zeit u. a. in „Smart Surfaces“ (Birkhäuser 2009), „Materialrevolution“ (Birkhäuser 2011), „Künstlerische Forschung als Ästhetische Wissenschaft“ (transkript 2011) publiziert.