LEHRE

In der Lehre werden vom FG Bildende Kunst folgende Veranstaltungen angeboten:

  • Künstlerische Grundlagen (Pflichtfach Bachelor A,S und L)
  • Projektangebote (Bachelor und Master A, S und L)
  • Seminare Künstlerische Theorie und Praxis (Wahlpflichtfach Bachelor)
  • Seminare Kunst und Architektur (Wahlpflichtfach Master)

Individuell betreut werden Bachelor-, Master-, Studienarbeiten und freie Projekte – auch im Rahmen aktueller Forschungsprojekte – BAU KUNST ERFINDEN – nach Absprache.

Sommersemester 18

Projekt / Studienarbeit / Seminar // Textile Tektonik für den Holzbau

Textile Tektonik für den Holzbau

Textil etabliert sich zunehmend als wichtiger Werkstoff. Die Vorteile von Textilien liegen in ihrer überragenden Eignung für den Leichtbau, ihren Funktionalisierungs- und Formgebungsmöglichkeiten, ihren hochentwickelten und erprobten Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien, sowie in ihrer seit Jahrtausenden bekannten und immer wieder wandelbaren charakteristischen Ästhetik paralleler und sich überkreuzender Fäden. Mit Holz verfügen wir über einen der ältesten Baustoffe der Menschheit mit herausragendem ästhetischem, technischem und ökologischem Potenzial. 

Im Projekt Textile Tektonik für den Holzbau beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von Holztextilien und dem Bau von Großstrukturen hieraus. Hierfür werden Holzfäden aus Weide gefertigt, die einen sehr kleinen Querschnitt besitzen und extrem biegsam sind. Herausforderungen sind: Welche Webmuster und Verarbeitungsmethoden ergeben eine konstruktiv sichere Leichtbau-Statik? Wie lassen sich traditionelle Holzverarbeitungstechniken des Handwerks innovativ in architektonische Bauprozesse übersetzen? Wo und wie können sie so weiterentwickelt werden, dass Statik, Form, Funktionalität und Ästhetik schlüssig zusammen in den Dialog treten? Was ist im Entwicklungsprozess händisch möglich und wichtig? Wo benötigen wir Unterstützung der Robotik? Wie können Hand und Roboter interagieren? An welcher Stelle findet aus welchen Gründen Formgebung statt? Wie kann das Skript händischer Technik in digitale Prozesse umgeschrieben werden? All das sind Fragen und Aspekte, die wir im Projekt Textile Tektonik für den Holzbau gemeinsam mit Ihnen und in Kooperation mit dem Fachgebiet Experimentelles und Digitales Entwerfen und Konstruieren sowie dem Institut für Musik praxisnah erforschen werden. Sie werden selbst aus Holzfäden Holztextilien und aus Holztextilien 1:1-Architekturen entwerfen und lebensgroß händisch bauen, die Konstruktion in digitale Schreib- und Produktionsprozesse übersetzen und hierfür mit den Studierenden der robotischen Fertigung kooperieren und das Holztextil schließlich mit der Designerin Artemis Diana Tsantekidou und in Kooperation mit den Studierenden von Roman Beilharz des Instituts für Musik so funktionalisieren, dass es Klänge erzeugen kann.

Das Projekt beginnt mit zwei dreitägigen Workshop-Blocks in Kooperation mit den Studierenden der Robotik, an denen alle Grundlagen vermittelt werden.

Projektraum: Atelier K10, Henschelstr. 2, 3. OG, Raum 3110, FG Bildende Kunst | Forschungsplattform BAU KUNST ERFINDEN

Erstes Projekttreffen:              Mo 16.4. | 14 – 18 Uhr

Erster Workshop:                    Mo 16.4. – Mi 18.4. | je 14-18 Uhr

Zweiter Workshop:                  Mo 23.4. – Mi 25.4. | je 14-18 Uhr

Workshop "Interactive Soundscapes"                                                               mit Artemis Diana Tsantekidou: Di 8.5. | 14-18 Uhr

Regelmäßige Projekttreffen:     dienstags 14 – 18 Uhr

Der Besuch der Vorlesung „Computational Design and Fabrication – Computerbasiertes Entwerfen und Herstellen“ bei Prof. Eversmann ist für die Teilnahmer/innen am Projekt Textile Tektonik für den Holzbau verpflichtend.

Die Teilnahme am Seminar „Robotic Fabrication and Tooldesign” bei Prof. Eversmann wird empfohlen. 

 

 

Projekt / Studienarbeit / Seminar // BRING YOUR OWN PROJECT

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen, einen Film drehen, ein Buch drucken wollen oder wie die Projektgruppe ZUPA ZUPA (www. zupazupa.de) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren, oder eine Maschine selbst erfinden und bauen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete“/Samira Aden) beteiligen, an der Entwicklung von Holztextilien, ihrer Simulation und experimentellen Produktion mitgestalten (s. Forschungsprojekt „Flignum“/Steffi Silbermann) oder sich dem Medium Sound widmen, um neuartige, skulpturale Schallschutzverfahren in Leichtbauweise zu entwickeln (Forschungsprojekt „Tela“/Frederik Ecke). Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

Alle Interessierten senden bitte bis zum Fr, 6.4.2018 eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes an steffi.silbermann@b-k-e.org und kommen bitte am Mo, 9.4.2017 um 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Prof. Klussmann, Silbermann, Krönker, Polster, Ecke, Aden & BAU KUNST ERFINDEN

Seminar // ZEICHNUNG UND RAUM

Hinsehen, wahrnehmen, notieren und Beobachtetes in eine zeichnerische Form bringen. In die­sem Seminar wollen wir das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem Dargestellten und Dar­stellungsweise zeichnerisch erforschen. Wir zeichnen unsere unmittelbare Umgebung auf dem Unigelände: Orte mit klarer Funktion, stark überinszenierte Orte und Orte, die keine klare Identi­tät haben, Baustellen, Brachen, die Mensa, die Bibliothek, Arbeitsräume, Durchgangsräume, Veranstaltungsräume undefinierte Restflächen im Innen- und Aussenraum usw. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer räumlichen Situation erfassen? Wie lässt sich Räumlichkeit erzeugen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Welche Technik und wel­ches Material eignet sich für das jeweilige Motiv am besten? Beim Zeichnen wird nach ein paar Strichen eine Komposition auf dem Blatt sichtbar. Die Aufmerksamkeit, der Fokus, ändert sich, nicht mehr nur das Motiv und die abbildenden Funktionen der Zeichnung sind wichtig, sondern das Medium selbst gerät in den Vor­dergrund, die Eigenschaften des verwendeten Zeichenmate­rials, die Komposition, die Proportionen auf dem Blatt. Es geht in diesem Seminar darum, mit unterschiedlichen Techniken wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Filzstiften, Aquarell/ Wasserfar­ben oder mit Klebebändern räumliche Situationen zeichnerisch zu erfassen und Aufmerksamkeit für den Zeichenprozess selbst zu entwickeln. 

Voraussetzung für die Teilnahme: Bitte bringen Sie zur ersten Seminarsitzung eine Auflistung von 3 Orten / Situationen im Stadtraum oder an der Uni -sowohl draußen als auch drinnen- mit, die Sie selbst gerne zeichnerisch untersuchen würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.

Das erste Treffen findet am 17.4. um 8 Uhr im Atelier K10 statt. 

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt.

Bitte mitbringeneine feste Zeichenunterlage z.B. ein Klemmbrett DIN A4, unterschiedliche Papiere, Bleistifte, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden.

Dozentin: Ursula Döbereiner

Seminar // MODELL UND RAUM

Die Entdeckung und Entwicklung des Architekturmodelles als proportionalem Abbild einer Bauidee ist im Zusammenhang mit der Entwicklung der geometrischen Linearperspektive in der Renaissance zu verstehen. Schon in dieser frühen Phase diente es Funktionen, die bis heute in der Planung eine wichtige Rolle spielen. Schließlich ist die Betrachtung eines Modelles die schnellste Methode, sich einen

Überblick über die räumliche Struktur eines Entwurfes zu verschaffen. Die Arbeit mit räumlichen Mitteln bewirkt neben der Materialerfahrung eine Verbesserung des räumlichen Vorstellungsvermögens und einen optimierten Entwurfsprozess. Alle für dieses Gebiet relevanten Aspekte sollen im Seminar zur Sprache kommen. Den Schwerpunkt bilden praktische Übungen, die einführenden Charakter besitzen.

1. Treffen: noch offen, Modellbauwerkstatt Gottschalkstraße (Hinterhof)

Frankenstein-Frambach, 3 Crd.

Künstlerische Grundlagen // xPeriment

<Szene im Labor, rundherum Reagenzgläser: Es brodelt, blubbert, zischelt.>                     

Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information (Daten). Das Experiment stellt eine „Frage an die Natur“, in den Sozialwissenschaften: an die gesellschaftliche Wirklichkeit. Ein Experiment kann aber auch einfach darin bestehen, ohne bestimmte Hypothese eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“. Daran hatten wir noch nie gedacht, darauf wären wir nie gekommen? Ja genau. Wie gehen wir also mit Experimenten in den Künstlerischen Grundlagen um? ERGEBNISOFFEN! Und wie experimentieren wir und womit und wozu?

Wir beginnen direkt einmal mit praktischer Arbeit, bei uns heißt es: HANDS ON! Jedes Experiment benötigt eine Versuchsanordnung; vielleicht geht es um die Auseinandersetzung mit einem spezifischen Material, ob nun Papier und Stift, Fotografien, found objects aus dem öffentlichen Raum oder unser Lieblingsgeräusch aus der Stadt. Wir spielen mit ihren Möglichkeiten, wir stellen uns Fragen, vielleicht in einer bestimmten Situation oder aber an einem bestimmten Ort. Versuchspersonen, ja unsere gesamte Umgebung kann beteiligt sein. Denn manchmal wird die Anordnung selbst als „das Experiment“ bezeichnet. Aus experimentellen Resultaten werden durch Schlussfolgerung Erkenntnisse gewonnen. Wie wirkt das Entstandene auf uns, was erzählt es uns? Was gefällt uns daran oder was nicht? Wie unterscheidet es sich von anderen Ansätzen?

<Szene im Labor: Päng! Ruhe. Es färbt sich. >          

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei/Konstruktion), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

1. Treffen für alle Studierende: 17. April, 10 Uhr, Atelier K10

Gruppeneinteilung im Aushang und Online-PDF

Silbermann, Krönker, Frankenstein-Frambach, Döbereiner, Gehrken


Wintersemester 17/18

Projekt / Studienarbeit / Seminar // COATINGS

Beschichtungen spielen in der Architektur eine wichtige Rolle, da sie die unmittelbare Schnittstelle zur Umwelt sind. Im Grunde ist fast alles, was uns umgibt beschichtet und die Beschichtung erfüllt bestimmte Funktionen. Beschichtungen gehen mit Oberflächen einen festen Verbund ein und ge­ben der Oberfläche spezifische ästhetische, erzählerische, funktionale und identifikato­rische Merkmale und Eigenschaften. Sie sind formlos und werden erst durch das Verfahren des Aufbringens auf eine Oberfläche zu einer Form. Die beschichtete Oberfläche ist das Ergebnis vom Zusammenwirken von Ober­fläche, Werkzeug und Beschichtung.

In dem Projekt "Coatings" untersuchen wir transdisziplinär, praktisch und theore­tisch die Beschichtung von Oberflächen im Kontext von Architektur, Kunst und Wissen­schaft. Dabei werden wir bestehende Beschichtungs­verfahren, Werkzeuge und Ober­flächen analysieren und nach erarbeiteten Kriterien experimentell modifizieren. Werkzeug - Beschichtung - Oberfläche sind die Begriffe, mit denen wir arbeiten. Die­se können innerhalb der verschiedenen Kontexte kombiniert und interpretiert werden, wodurch neue Verfahren, Funktionen und Bilder entstehen.

Was wird beschichtet? Mit was wird beschichtet? Wie wird beschichtet? Mit wel­chem Werk­zeug wird beschichtet? Welche Beschichtungen kann ich selbst erfinden und wie geht das? Was ist das Ergebnis?

Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses und im weiten Spannungsfeld von Ar­chitektur, Kunst und Wissenschaft können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben im The­menfeld "Coatings" in Form von Werkzeugen – Beschichtungen – Oberflächen formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Wir werden gemeinsam theoretisch und in praktischen Übungen sowie in Diskussionen das Thema Beschichtung untersuchen und uns in Plenen gegenseitig die jewei­ligen Projekte zum gemeinsamen Thema vorstellen.

Am Ende des Semesters werden wir die Ergebnisse und Prozesse in einer gemeinsamen Ausstel­lung zum Rundgang WS17/18 präsentieren.

 

Das erste Projekttreffen findet an folgendem Termin statt: Montag, den 23.10.2017 von 14:00 - 18:00 im Atelier K10

Prof. Klussmann, Döbereiner, Aden, Ecke, Silbermann

Projekt / Studienarbeit / Seminar // BRING YOUR OWN PROJECT

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen, einen Film drehen, ein Buch drucken wollen oder wie die Projektgruppe ZUPA ZUPA (www. zupazupa.de) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren, oder eine Maschine selbst erfinden und bauen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete“/Samira Aden) beteiligen, an der Entwicklung von Holztextilien, ihrer Simulation und experimentellen Produktion mitgestalten (s. Forschungsprojekt „Flignum“/Steffi Silbermann) oder sich dem Medium Sound widmen, um neuartige, skulpturale Schallschutzverfahren in Leichtbauweise zu entwickeln (Forschungsprojekt „Tela“/Frederik Ecke). Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

 

Alle Interessierten senden bitte bis zum Mo.16.10.2017 eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes an steffi.silbermann@b-k-e.org und kommen bitte am Di. 17.10.2017 um 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Prof. Klussmann, Silbermann, Polster, Ecke, Aden & BAU KUNST ERFINDEN

Seminar // ZEICHNUNG UND RAUM

Hinsehen, wahrnehmen, notieren und Beobachtetes in eine zeichnerische Form bringen. In die­sem Seminar wollen wir das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem Dargestellten und Dar­stellungsweise zeichnerisch erforschen. Wir zeichnen unsere unmittelbare Umgebung auf dem Unigelände: Orte mit klarer Funktion, stark überinszenierte Orte und Orte, die keine klare Identi­tät haben, Baustellen, Brachen, die Mensa, die Bibliothek, Arbeitsräume, Durchgangsräume, Veranstaltungsräume undefinierte Restflächen im Innen- und Aussenraum usw. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer räumlichen Situation erfassen? Wie lässt sich Räumlichkeit erzeugen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Welche Technik und wel­ches Material eignet sich für das jeweilige Motiv am besten? Beim Zeichnen wird nach ein paar Strichen eine Komposition auf dem Blatt sichtbar. Die Aufmerksamkeit, der Fokus, ändert sich, nicht mehr nur das Motiv und die abbildenden Funktionen der Zeichnung sind wichtig, sondern das Medium selbst gerät in den Vor­dergrund, die Eigenschaften des verwendeten Zeichenmate­rials, die Komposition, die Proportionen auf dem Blatt. Es geht in diesem Seminar darum, mit unterschiedlichen Techniken wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Filzstiften, Aquarell/ Wasserfar­ben oder mit Klebebändern räumliche Situationen zeichnerisch zu erfassen und Aufmerksamkeit für den Zeichenprozess selbst zu entwickeln. 

Voraussetzung für die Teilnahme: Bitte bringen Sie zur ersten Seminarsitzung eine Auflistung von 3 Orten / Situationen im Stadtraum oder an der Uni -sowohl draußen als auch drinnen- mit, die Sie selbst gerne zeichnerisch untersuchen würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.

Das erste Treffen findet am 24.10. um 8 Uhr im Atelier K10 statt. 

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt.

Bitte mitbringeneine feste Zeichenunterlage z.B. ein Klemmbrett DIN A4, unterschiedliche Papiere, Bleistifte, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden.

Dozentin: Ursula Döbereiner

Seminar // ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND IMAGINATION

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden, die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befasst, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt ihre besondere Bedeutung.

Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Wert-horizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden. Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Dozent: Jürgen Frankenstein-Frambach

Atelier K10, FG Bildende Kunst

Künstlerische Grundlagen // xPERIMENT

<Szene im Labor, rundherum Reagenzgläser: Es brodelt, blubbert, zischelt.>   

Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information (Daten). Das Experiment stellt eine „Frage an die Natur“, in den Sozialwissenschaften: an die gesellschaftliche Wirklichkeit. Ein Experiment kann aber auch einfach darin bestehen, ohne bestimmte Hypothese eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“. Daran hatten wir noch nie gedacht, darauf wären wir nie gekommen? Ja genau. Wie gehen wir also mit Experimenten in den Künstlerischen Grundlagen um? ERGEBNISOFFEN! Und wie experimentieren wir und womit und wozu?

Wir beginnen direkt einmal mit praktischer Arbeit, bei uns heißt es: HANDS ON! Jedes Experiment benötigt eine Versuchsanordnung; vielleicht geht es um die Auseinandersetzung mit einem spezifischen Material, ob nun Papier und Stift, Fotografien, found objects aus dem öffentlichen Raum oder unser Lieblingsraum aus der Stadt. Wir spielen mit ihren Möglichkeiten, wir stellen uns Fragen, vielleicht in einer bestimmten Situation oder aber an einem bestimmten Ort. Versuchspersonen, ja unsere gesamte Umgebung kann beteiligt sein. Denn manchmal wird die Anordnung selbst als „das Experiment“ bezeichnet. Aus experimentellen Resultaten werden durch Schlussfolgerung Erkenntnisse gewonnen. Wie wirkt das Entstandene auf uns, was erzählt es uns? Was gefällt uns daran oder was nicht? Wie unterscheidet es sich von anderen Ansätzen?

<Szene im Labor: Päng! Ruhe. Es färbt sich. >          

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei/Konstruktion), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

Alle Erstsemester melden sich bitte bis zum 19.10. im HIS POS für xPeriment an. Ab dem 21.10. stehen hier online die Teilnehmerlisten für das WS 2017/18 als PDF bereit und hängen auch im FG Bildende Kunst (K10, 3. OG) in Papierform aus. Alle Studierenden, die sich dann NICHT auf den Listen wiederfinden, besuchen die Künstlerischen Grundlagen im Sommersemester 2018.

Das erste Treffen für ALLE Studierenden, die die Künstlerischen Grundlagen im Wintersemester 17/18 besuchen, findet am 24.10. um 10 Uhr im Atelier K10 statt.


Sommersemester 17

Projekt / Studienarbeit / Seminar // BRING YOUR OWN PROJECT

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen, einen Film drehen, ein Buch drucken wollen oder wie die Projektgruppe ZUPA ZUPA (www. zupazupa.de) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren, oder eine Maschine oder ein Material selbst erfinden und bauen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete“/Roman Polster) beteiligen, an der experimentellen Entwicklung von Holztextilien mitgestalten (s. Forschungsprojekt „Salix Regionalis 3D“/Steffi Silbermann)  oder sich dem Medium Sound widmen, um neuartige, skulpturale Schallschutzverfahren in Leichtbauweise zu entwickeln (Forschungsprojekt „Noise Control“/Anke Eckardt). Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

Klussmann, Polster, Silbermann + BAU KUNST ERFINDEN

Alle Interessierten senden bitte bis zum So.,16.04.2017, eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes mit Nennung der angestrebten Modulnummer an steffi.silbermann@b-k-e.org und kommen bitte am Di.,18.04.2017, zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Seminar // ZEICHNEN UND RAUM

Hinsehen, wahrnehmen, notieren und Beobachtetes in eine zeichnerische Form bringen. In diesem Seminar wollen wir das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem Dargestellten und Darstellungsweise zeichnerisch erforschen. Wir zeichnen Orte in der Stadt und unsere unmittelbare Umgebung an der Uni: Orte mit klarer Funktion, stark überinszenierte Orte oder Orte, die keine klare Identität haben, Parkhäuser, Einkaufszentren, Baustellen, Brachen, die Mensa, die Bibliothek, Arbeitsräume, undefinierte Restflächen im Innen- und Aussenraum usw. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer räumlichen Situation erfassen? Wie lässt sich Räumlichkeit erzeugen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Welche Technik und welches Material eignet sich für das jeweilige Motiv am besten? Beim Zeichnen wird nach ein paar Strichen eine Komposition auf dem Blatt sichtbar. Die Aufmerksamkeit, der Fokus, ändert sich, nicht mehr nur das Motiv und die abbildenden Funktionen der Zeichnung sind wichtig, sondern das Medium selbst gerät in den Vor­dergrund, die Eigenschaften des verwendeten Zeichenmaterials, die Komposition, die Proportionen auf dem Blatt. Es geht in diesem Seminar darum, mit unterschiedlichen Techniken wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Filzstiften, Aquarell/ Wasserfarben oder mit Klebebändern räumliche Situationen zeichnerisch zu erfassen und Aufmerksamkeit für den Zeichenprozess selbst zu entwickeln. 


Voraussetzung für die Teilnahme: Bitte bringen Sie zur ersten Seminarsitzung eine Auflistung von 3 Orten / Situationen im Stadtraum oder an der Uni -sowohl draußen als auch drinnen- mit, die Sie selbst gerne zeichnerisch untersuchen würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.


Bitte mitbringen: eine feste Zeichenunterlage z.B. ein Klemmbrett DIN A4, unterschiedliche Papiere, Bleistifte, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden.

1. Treffen: Di 25.4., 8 Uhr, Atelier K10

Döbereiner, 3 Crd.

Seminar // MODELL UND RAUM

Die Entdeckung und Entwicklung des Architekturmodelles als proportionalem Abbild einer Bauidee ist im Zusammenhang mit der Entwicklung der geometrischen Linearperspektive in der Renaissance zu verstehen. Schon in dieser frühen Phase diente es Funktionen, die bis heute in der Planung eine wichtige Rolle spielen. Schließlich ist die Betrachtung eines Modelles die schnellste Methode, sich einen

Überblick über die räumliche Struktur eines Entwurfes zu verschaffen. Die Arbeit mit räumlichen Mitteln bewirkt neben der Materialerfahrung eine Verbesserung des räumlichen Vorstellungsvermögens und einen optimierten Entwurfsprozess. Alle für dieses Gebiet relevanten Aspekte sollen im Seminar zur Sprache kommen. Den Schwerpunkt bilden praktische Übungen, die einführenden Charakter besitzen.

1. Treffen: 20.4., 12 Uhr, Modellbauwerkstatt Gottschalkstraße (Hinterhof)

Frankenstein-Frambach, 3 Crd.

Seminar // STRATEGIEN ZU HIGH-TECH/LOW-TECH GEBÄUDEN

Wie können intelligente Fassaden mit dem Innenraum in Verbindungen treten bzw. miteinander entstehen? Müssen sie?
Wie kann die Gebäudeausrüstung Entwurfswerkzeug sein?
Wie funktionieren Low-Tech Gebäude über dessen Baumaterial?
Welche Strategien gibt es und gab es?
Betrachtung von Projekten, Materialien und Texten.
Referate und Prüfungsleistung werden zusammen mit den Seminarteilnehmern entwickelt und abgesprochen.
Wie kann die Gebäudeausrüstung Entwurfswerkzeug sein?
Wie funktionieren Low-Tech Gebäude über dessen Baumaterial?
Welche Strategien gibt es und gab es?


Betrachtung von Projekten, Materialien und Texten.
Referate und Prüfungsleistung werden zusammen mit den Seminarteilnehmern entwickelt und abgesprochen.

dienstags von 10 - 11.30 Uhr, Gottschalkstr. 30, Seminarraum

1. Termin: 25.04.2017, 10 Uhr

Magdalena Hellmann M. Sc., 3 Crd.

Kompaktseminar // ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND IMAGINATION

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden, die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befasst, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt ihre besondere Bedeutung. Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden. Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Kompaktseminar in der Kompaktwoche 15.-19.05.2017, ab 9 Uhr, Atelier K10

Jürgen Frankenstein-Frambach, 3 Crd.

Künstlerische Grundlagen // xPERIMENT

<Szene im Labor, rundherum Reagenzgläser: Es brodelt, blubbert, zischelt.>                     

Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information (Daten). Das Experiment stellt eine „Frage an die Natur“, in den Sozialwissenschaften: an die gesellschaftliche Wirklichkeit. Ein Experiment kann aber auch einfach darin bestehen, ohne bestimmte Hypothese eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“. Daran hatten wir noch nie gedacht, darauf wären wir nie gekommen? Ja genau. Wie gehen wir also mit Experimenten in den Künstlerischen Grundlagen um? ERGEBNISOFFEN! Und wie experimentieren wir und womit und wozu?

Wir beginnen direkt einmal mit praktischer Arbeit, bei uns heißt es: HANDS ON! Jedes Experiment benötigt eine Versuchsanordnung; vielleicht geht es um die Auseinandersetzung mit einem spezifischen Material, ob nun Papier und Stift, Fotografien, found objects aus dem öffentlichen Raum oder unser Lieblingsgeräusch aus der Stadt. Wir spielen mit ihren Möglichkeiten, wir stellen uns Fragen, vielleicht in einer bestimmten Situation oder aber an einem bestimmten Ort. Versuchspersonen, ja unsere gesamte Umgebung kann beteiligt sein. Denn manchmal wird die Anordnung selbst als „das Experiment“ bezeichnet. Aus experimentellen Resultaten werden durch Schlussfolgerung Erkenntnisse gewonnen. Wie wirkt das Entstandene auf uns, was erzählt es uns? Was gefällt uns daran oder was nicht? Wie unterscheidet es sich von anderen Ansätzen?

<Szene im Labor: Päng! Ruhe. Es färbt sich. >          

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei/Konstruktion), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

1. Treffen für alle Studierende: 25. April, 10 Uhr, Atelier K10

Gruppeneinteilung im Aushang und Online-PDF

Silbermann, Frankenstein-Frambach, Gied, Döbereiner, Gehrken


Wintersemester 16/17

Projekt // 'LIXTEX

Experimentelle Materialentwicklung mit Flechtweiden für die Architektur

In Anknüpfung an das an der Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden durchgeführte Forschungsprojekt Salix Regionalis 3D werden Flächen aus Flechtweidenzweigen (Ruten) gestaltet, die in einer Formpresse durch Zugabe von Klebstoff zu funktionalen und ästhetischen stabilen Flächen für den Einsatz in der Architektur verarbeitet werden. Die so gestalteten Flächen stellen eine Verschmelzung der Werkstoffklassen Holzflächen und Textilien dar und bilden damit eine neuartige, spannende Werkstoffklasse: die der Holztextilien.

Kernaufgabe des Projektes ist die Gestaltung funktionaler und ästhetischer Holztextilien aus Flechtweiden und die parallele Entwicklung dafür fehlender, niederkomplexer Werkzeuge. Wir führen umfangreich experimentelle Versuchsreihen durch und entwickeln so das Erscheinungsbild und die mechanischen Eigenschaften des Flechtweidenmaterials. Hier geht es darum, möglichst perfekte Prototypen zu bauen und in der Gruppe eine Kollektion an Materialproben zu schaffen. Die experimentelle Arbeit wird von umfangreicher Recherche und Aufbereitung für die Gruppe (Referate) und einer eigenen Dokumentation in Schrift und Bild begleitet. Das so gewonnene, breite Know-How über das selbst entwickelte Material wird im zweiten Teil des Projektes für einen skizzenhaft (Zeichnen!) dargestellten architektonischen Entwurf angewendet.

Lernziel des Projektes ist ein vertieftes Verständnis für die Komplexität, die hinter Materialien steckt sowie für die Abhängigkeiten zwischen Material und Architektur. Das Projekt schult das ästhetische Empfinden insbesondere visuell und haptisch und fordert einen Gestaltungswillen im Detail sowie ein Interesse an Produktionsprozessen.

Materialkosten: ca. 50 Euro

Das erste Treffen findet am 24.10.2016 um 14 Uhr im Atelier K10 statt.

Regelmäßige Projekttreffen jeweils montags ab 14.00 Uhr

Arbeitsräume sind das Atelier K10 und das Brandthaus

Seminar // integriertes Projektseminar zu 'LIXTEX

Was ist experimentelle Materialentwicklung für die Architektur und warum machen wir das?

Was ist eine Kollektion?

Welche formalen Gestaltungsprinzipien kennen wir?

Welcher Begriff von Nachhaltigkeit ist für uns interessant?

Welche Flächentragwerke sind interessant für uns?

Welche Leichtbauprinzipien sind interessant für uns?

Im integrierten Projektseminar gehen wir den Fragen nach, die die praktische Arbeit aufwirft und formulieren Themen, die einzeln recherchiert und im Referat vorgetragen werden. Ein Referat entwickeln und von allen profitieren!

Die Seminartreffen finden in die Projekttreffen integriert entweder montags oder dienstags ab 14 Uhr statt.

Dieses Seminar ist verpflichtend für die ProjektteilnehmerInnen von 'LIXTEX

Projekt / Studienarbeit / Seminar // BRING YOUR OWN PROJECT

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen, einen Film drehen, ein Buch drucken wollen oder wie die Projektgruppe ZUPA ZUPA (www. zupazupa.de) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren, oder eine Maschine oder ein Material selbst erfinden und bauen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete“/Roman Polster) beteiligen, an der Entwicklung von Holztextilien, ihrer Simulation und experimentellen Produktion mitgestalten (s. Forschungsprojekt „Salix Regionalis 3D“/Steffi Silbermann)  oder sich dem Medium Sound widmen, um neuartige, skulpturale Schallschutzverfahren in Leichtbauweise zu entwickeln (Forschungsprojekt „Noise Control“/Anke Eckardt). Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

Alle Interessierten senden bitte bis zum So. 16.10.2016 eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes mit Nennung der angestrebten Modulnummer an steffi.silbermann@b-k-e.org und kommen bitte am Di., 18.10.2016 zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Seminar // HIGH-TECH - LOW-TECH

Wie können intelligente Fassaden mit dem Innenraum in Verbindungen treten bzw. miteinander entstehen? Müssen sie?

Wie kann die Gebäudeausrüstung Entwurfswerkzeug sein?

Wie funktionieren Low-Tech Gebäude über dessen Baumaterial?

Welche Strategien gibt es und gab es?

Betrachtung von Projekten, Materialien und Texten.

Referate und Prüfungsleistung werden zusammen mit den Seminarteilnehmern entwickelt und abgesprochen.

Wann: mittwochs 10.00 - 11.30 Uhr

Wer: Magdalena Hellmann mit Prof. Heike Klussmann und Roman Polster

Wo: Gottschalkstr. 30, Fachwerkhaus - Seminarraum EG

1. Termin: Mittwoch, 26.10.2016, 10 Uhr, Gottschalkstr. 30, Fachwerkhaus - Seminarraum EG

Seminar // DOKUMENTARISCHE FIKTION

Hinsehen, wahrnehmen, notieren und Beobachtetes in eine zeichnerische Form bringen. In diesem Seminar wollen wir das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem Dargestellten und Darstellungsweise zeichnerisch erforschen. Wir zeichnen Orte in der Stadt und unsere unmittelbare Umgebung an der Uni: Orte mit klarer Funktion, stark überinszenierte Orte oder Orte, die keine klare Identität haben, Parkhäuser, Einkaufszentren, Baustellen, Brachen, die Mensa, die Bibliothek, Arbeitsräume, undefinierte Restflächen im Innen- und Außenraum usw. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer räumlichen Situation erfassen? Wie lässt sich Räumlichkeit erzeugen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Welche Technik und welches Material eignen sich für das jeweilige Motiv am besten? Beim Zeichnen wird nach ein paar Strichen eine Komposition auf dem Blatt sichtbar. Die Aufmerksamkeit, der Fokus, ändert sich, nicht mehr nur das Motiv und die abbildenden Funktionen der Zeichnung sind wichtig, sondern das Medium selbst gerät in den Vor­dergrund, die Eigenschaften des verwendeten Zeichenmaterials, die Komposition, die Proportionen auf dem Blatt. Es geht in diesem Seminar darum, mit unterschiedlichen Techniken wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Filzstiften, Aquarell/ Wasserfarben oder mit Klebebändern räumliche Situationen zeichnerisch zu erfassen und Aufmerksamkeit für den Zeichenprozess selbst zu entwickeln.

Die meisten Sitzungen finden draußen bzw. außerhalb der Hochschule statt, deshalb bitte auf unterschiedliche Wetterlagen vorbereitet sein.

Mit: Ursula Döbereiner

Wann: dienstags, 8 - 9.30 Uhr

Wo: Atelier K10

Voraussetzung für die Teilnahme: Bitte bringen Sie zur ersten Seminarsitzung eine Auflistung von 3 Orten / Situationen im Stadtraum oder an der Uni -sowohl draußen als auch drinnen- mit, die Sie selbst gerne zeichnerisch untersuchen würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.

Bitte mitbringen: eine feste Zeichenunterlage z.B. ein Klemmbrett DIN A4, unterschiedliche Papiere, Bleistifte, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden.

1. Treffen: Di, 25.10., 8.00 Uhr, Atelier K10

Seminar // ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND IMAGINATION

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden, die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befasst, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt ihre besondere Bedeutung.

Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden.

Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Mit Jürgen Frankenstein-Frambach

Freitags 10.00 - 13.30 Uhr im Atelier K10

1. Treffen: Freitag, 21.10.2016, 10 Uhr, Atelier K10

Künstlerische Grundlagen // xPERIMENT

<Szene im Labor, rundherum Reagenzgläser: Es brodelt, blubbert, zischelt.>            


Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information (Daten). Das Experiment stellt eine „Frage an die Natur“, in den Sozialwissenschaften: an die gesellschaftliche Wirklichkeit. Ein Experiment kann aber auch einfach darin bestehen, ohne bestimmte Hypothese eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“. Daran hatten wir noch nie gedacht, darauf wären wir nie gekommen? Ja genau. Wie gehen wir also mit Experimenten in den Künstlerischen Grundlagen um? ERGEBNISOFFEN! Und wie experimentieren wir und womit und wozu?

Wir beginnen direkt einmal mit praktischer Arbeit, bei uns heißt es: HANDS ON! Jedes Experiment benötigt eine Versuchsanordnung; vielleicht geht es um die Auseinandersetzung mit einem spezifischen Material, ob nun Papier und Stift, Fotografien, found objects aus dem öffentlichen Raum oder unser Lieblingsgeräusch aus der Stadt. Wir spielen mit ihren Möglichkeiten, wir stellen uns Fragen, vielleicht in einer bestimmten Situation oder aber an einem bestimmten Ort. Versuchspersonen, ja unsere gesamte Umgebung kann beteiligt sein. Denn manchmal wird die Anordnung selbst als „das Experiment“ bezeichnet. Aus experimentellen Resultaten werden durch Schlussfolgerung Erkenntnisse gewonnen. Wie wirkt das Entstandene auf uns, was erzählt es uns? Was gefällt uns daran oder was nicht? Wie unterscheidet es sich von anderen Ansätzen?

<Szene im Labor: Päng! Ruhe. Es färbt sich. >          

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei/Konstruktion), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.


Sommersemester 16

Projekt / Studienarbeit / Seminar // BRING YOUR OWN PROJECT

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen, einen Film drehen, ein Buch drucken wollen oder wie die Projektgruppe ZUPA ZUPA (www. zupazupa.de) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren, oder eine Maschine selbst erfinden und bauen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete“/Roman Polster) beteiligen, an der Entwicklung von Holztextilien, ihrer Simulation und experimentellen Produktion mitgestalten (s. Forschungsprojekt „Salix Regionalis 3D“/Steffi Silbermann)  oder sich dem Medium Sound widmen, um neuartige, skulpturale Schallschutzverfahren in Leichtbauweise zu entwickeln (Forschungsprojekt „ANC“/Anke Eckardt). Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

 

Alle Interessierten senden bitte bis zum So. 10.4.2016 eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes an steffi.silbermann@b-k-e.org und kommen bitte am Mo. 11.4.2016 um 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Projekt // ARCHITEKTUR HÖREN - AKUSTIK VISUELL GESTALTEN

PO15: PRO-2.1-13, PRO-2.1-11, PRO-2.0-02, PRO-2.1-04, PRO-2.0-02 PROSPEZAUFPLKO

PO12: PRO-1.0-02 PROJEKT 1, PRO-1.0-02 PROJEKT 2, PRO-1.0-02 PROJEKT 3

Klussmann, Eckardt //erstes Treffen: 19.4.2016, 14.00 Uhr // Atelier K10 

Bilder:  Peter Zumthor/ Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln // Helmholtzresonator // Messgerät

Architektur hören – Akustik visuell gestalten

 ... das dies möglich ist, haben bekannte Architekten wie Le Corbusier, Peter Zumthor und Daniel Libeskind bereits gezeigt. Doch handelt es sich immer noch um Ausnahmen.

Räume erfahren meint, sie im Zusammenspiel aller Sinne wahrzunehmen. Es gibt nicht nur eine architekturspezifische Optik und Haptik, auch eine jedem Raum eigene Akustik bzw. aurale Architektur. Diese kann als beruhigend, vielseitig, differenziert oder auch als störend, anstrengend und ermüdend wahrgenommen werden.  – Wir haben uns zu einer ‘lauten Gesellschaft’ entwickelt. Über zentralnervöse Prozesse kann Lärm entweder direkt oder indirekt über das subjektive Erleben zu Erkrankungen führen. Um so verwunderlicher scheint es, dass Architektur und Akustik weiterhin zumeist getrennt gedacht, geplant, entworfen und realisiert werden. Nachwievor zählt in der Architektur vor allem das Visuelle, in der Akustik vor allem das Hörbare. Zu selten wird Architektur von Anfang an auch akustisch gedacht, der visuelle Gestaltungsspielraum für Akustikprodukte wird kaum ausgeschöpft.

In diesem Projekt geht es um einen visuell gestalterischen Ansatz in Bezug auf raumspezifische Schallreduktion.

In kleinen Gruppen sollen Prototypen, die mit eingeschlossenen Volumen aus Luft arbeiten, auf der Grundlage akustischer Gesetzmäßigkeiten raumspezifisch entwickelt werden. Ziel ist es, diese aus HPC/UHPC/Holz/Acryl zu bauen und mittels Messungen in Bezug auf ihren Wirkungsgrad zu prüfen.

 

Teilnahmevoraussetzungen: Es bedarf keines akustischen Vorwissens, wichtig ist das Interesse der TeilnehmerInnen, sich durch Recherche ein akustisches Wissen anzueignen.

Max. Anzahl: 6 Teilnehmer

Seminar // ZEICHNUNG UND RAUM

PO15: B-1.004, B-2.003, K 1.2, 1.3, 1.4, 3.5PO12: B-1.004, B-2.003, K 1.2, 1.3, 1.4, 3.5

Ursula Döbereiner // erstes Treffen: 19.4.2016 // 8.00 Uhr // Atelier K10

Hinsehen, wahrnehmen, notieren und Beobachtetes in eine zeichnerische Form bringen. In diesem Seminar wollen wir den Stadtraum zeichnerisch untersuchen und draussen an unterschiedlichen Orten zeichnen: Orte mit klarer Funktion, stark überinszenierte Orte oder Orte, die keine Identität haben, undefinierte, vergessene Orte und Orte an denen sich verschiedene Funktionen überschneiden. Parkhäuser, Einkaufszentren, Rückseiten von Gebäuden, Wohnhäuser, Baustellen, Fussgängerzonen, Brachen usw. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer räumlichen Situation erfassen? Welche Technik und welches Material eignet sich für das jeweilige Motiv am besten? Wie lässt sich Räumlichkeit erzeugen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Beim Zeichnen wird nach ein paar Strichen eine Komposition auf dem Blatt an sichtbar. Die Aufmerksamkeit, der Fokus, ändert sich, nicht mehr nur das Motiv und die abbildenden Funktionen der Zeichnung sind wichtig, sondern das Medium selbst gerät in den Vor­dergrund, die Komposition, die Proportionen auf dem Blatt, die Eigenschaften des verwendeten Materials. Es geht in diesem Seminar darum, mit unterschiedlichen Techniken wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Aquarell/ Wasserfarben, mit Maus oder Touchpad oder mit Klebebändern räumliche Situationen zeichnerisch zu erfassen und Aufmerksamkeit für den Zeichenprozess selbst zu entwickeln.

Die meisten Sitzungen finden draußen bzw. außerhalb der Hochschule statt, deshalb bitte auf unterschiedliche Wetterlagen vorbereitet sein.


Voraussetzung für die Teilnahme: Bitte bringen Sie zur ersten Seminarsitzung eine Auflistung von 3 Orten / Situationen im Stadtraum -sowohl draußen als auch drinnen- mit, die Sie selbst gerne zeichnerisch untersuchen würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.


Bitte mitbringen: Papier, Bleistift, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden.

Kompaktseminar // FOTOSOMMER

PO15: A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30, S-1.0-05, S-2.0-05

PO12: A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30, S-1.0.02, S-2.0-02

Donner, Frankenstein-Frambach // 9.-13.5.2016 ab 9.00 Uhr // Atelier K10

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik  verstanden werden,  die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befasst, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt  ihre besondere Bedeutung.  

Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung  der Bildsprache in den Blick genommen werden.

Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Künstlerische Grundlagen // X PERIMENT

B1.401

Klussmann, Silbermann, Eckardt, Polster, Döbereiner, Terwiel, Frankenstein-Frambach, Donner

Di 10.00 - 13.30 UHR // 1. Termin: 19.4.2015

Zeit- und Ortsplan: siehe Aushang am FG Bildende Kunst 

X periment

<Szene im Labor, rundherum Reagenzgläser: Es brodelt, blubbert, zischelt.>

Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information (Daten). Das Experiment stellt eine „Frage an die Natur“, in den Sozialwissenschaften: an die gesellschaftliche Wirklichkeit. Ein Experiment kann aber auch einfach darin bestehen, ohne bestimmte Hypothese eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“. Daran hatten wir noch nie gedacht, darauf wären wir nie gekommen? Ja genau. Wie gehen wir also mit Experimenten in den Künstlerischen Grundlagen um? ERGEBNISOFFEN! Und wie experimentieren wir und womit und wozu? Wir beginnen direkt einmal mit praktischer Arbeit, bei uns heißt es: HANDS ON! Jedes Experiment benötigt eine Versuchsanordnung; vielleicht geht es um die Auseinandersetzung mit einem spezifischen Material, ob nun Papier und Stift, Fotografien, found objects aus dem öffentlichen Raum oder unser Lieblingsgeräusch aus der Stadt. Wir spielen mit ihren Möglichkeiten, wir stellen uns Fragen, vielleicht in einer bestimmten Situation oder aber an einem bestimmten Ort. Versuchspersonen, ja unsere gesamte Umgebung kann beteiligt sein. Denn manchmal wird die Anordnung selbst als „das Experiment“ bezeichnet. Aus experimentellen Resultaten werden durch Schlussfolgerung Erkenntnisse gewonnen. Wie wirkt das Entstandene auf uns, was erzählt es uns? Was gefällt uns daran oder was nicht? Wie unterscheidet es sich von anderen Ansätzen?

<Szene im Labor: Päng! Ruhe. Es färbt sich. >          

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei/Konstruktion), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

Workshop // EINFÜHRUNG FOTOLABOR

Donner
nach Vereinbarung

In Einführungskursen werden Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotolaborarbeit, von der Entwicklung eines Filmes bis zur Vergrößerung eines Bildes erklärt, geübt und ausprobiert sowie der Umgang mit den Geräten und Chemikalien besprochen. Alle, die einen Kurs besucht haben, sind berechtigt das Fotolabor individuell und eigenständig zu benutzen.

Termin nach Vereinbarung:
donner@uni-kassel. de, 
Henschelstrasse 2, R3111

Workshop // LAYOUT, TYPOGRAFIE, VISUELLE KOMMUNIKATION

Aebischer
nach Vereinbarung

Typografische Kenntnisse sind hilfreich für das Gestalten von Plänen, Postern und Broschüren aber auch für das Entwerfen von Plangrafik, Infografik und Tabellen. Mit Hilfe der Typografie kann die Botschaft eines Entwurfs oder einer wissenschaftlichen Arbeit verdeutlicht, die Form und der Inhalt in Einklang gebracht werden. Typografische Mittel sind Farbe, Schrift, Linien und Flächen; das Auswählen und Ordnen. Studierende erwerben eine Qualifikation, wenn sie für sich eine eigene, typografische “Handschrift” entwickeln.

Beratungsangebot für Studierende, Projekte und Lehrende 
Kurstermine zu den Themen Farbe, Schrift, Buchgestaltung oder Infografik sind auf Anfrage möglich.

Termin nach Vereinbarung:
aebischer@uni-kassel. de, 
Henschelstrasse 2, R3111


Wintersemester 15/16

Projekt / Studienarbeit / Seminar // BRING YOUR OWN PROJECT

PRO-1.0-01, PRO-1.0-02, PRO-1.0-04, PRO-2.0-01, PRO-2.0-02 // Klussmann, Eckardt, Silbermann, Polster // Atelier K10 // erstes Treffen: Di 13.10. um 19 Uhr

 
Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Aktion, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferischen, künstlerischen oder technischen Ansatz verfolgen, mit Licht oder Sound arbeiten oder eine Maschine selbst erfinden und bauen wollen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete“) beteiligen, die Entwicklung von Holztextilien, ihre Simulation und experimentelle Produktion mitgestalten (Forschungsprojekt „Salix Regionalis 3D“)  oder sich den Medien Licht oder Klang widmen, um dreidimensional und objekthaft zu arbeiten. Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen. 


Alle Interessierten senden bitte bis zum So. 11.10. eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes an  anke.eckardt@b-k-e.org und kommen am Di. 13.10., 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Projekt // STOCKWEIDE reloaded

PRO-1.0-01, PRO-1.0-02, PRO-1.0-04, PRO-2.0-01, PRO-2.0-02

Klussmann, Silbermann // erster Termin: 20.10.2015 // 14.00 Uhr // Atelier K10

Es geht um den Entwurf eines neuartigen Materials, um eine Veredelung des heimischen nachwachsenden Rohstoffs mit jahrhundertelanger Tradition: Stockweide. Jeder kennt sie: von Mamas selbstgeflochtenem Pilzkorb, Designermöbeln aus den 50ern oder preiswerten Importkörben aus dem Osten. Weil schon längst importierte billige Ware hierzulande erhältlich ist und die traditionelle Korbästhetik im Angesicht industrieller Produktoberflächen auf dem Prüfstand steht, ist das heimische Korbflechthandwerk und mit ihm der Anbau von Stockweiden als Wirtschaftszweig fast verschwunden. Hier setzt das Projekt an. Untersucht werden soll das Potenzial der Stockweide für eine Nutzung in der Architektur. Zentral im Projekt ist eine Formholzpresse, mit der mehrfach gekrümmte Flächen erzeugt werden können. Die zylindrischen dünnen langen Stockweiden werden flächig angeordnet, miteinander verbunden und als Fläche verformt. Die tragfähigen, stabilen und leichten Elemente werden für eine architektonische Probe zu einem Pavillon aneinandergefügt. Ein neuartiges Material und sein Herstellungsprozess können gestaltet werden. Wir arbeiten insbesondere praktisch und experimentell. Kenntnisse in Rhino und Grashopper sind außerdem vorteilhaft. Während des praktischen Forschens wird aus den aufkommenden Interessen der Studierenden ein Diskurs entwickelt und verfolgt, der u.a. durch Fragen geprägt ist wie: warum und wie entwickelt man ein neues Material? Wo kommt Material her? Endet es irgendwo? Was passiert dazwischen? Wo liegt der Gestaltungsspielraum? Welche Parameter sind für die Entwicklung und das Material selbst relevant? Wie kann es aussehen und wie kann es wirken? Wie prägt es das Bauwerk? Wie bedingen sich Werkzeug und Material? Wie bedingen sich Architektur und Material? Wieviel Handarbeit und wieviel Automatisierung verträgt ein Produktionsprozess in Deutschland? Wie ist messbar, ob sich ein neues Material lohnt? Ist das neue Material nachhaltig? Wann ist ein Material nachhaltig?

Künstlerische Grundlagen // X PERIMENT

B-1.0-01 // Klussmann, Eckardt, Silbermann, Polster, Kraneis, Terwiel, Donner, Frankenstein-Frambach // Orte siehe Aushang am FG Bildende Kunst // Mo / Di 10.00-13.30 UHR // erster Termin 19.|20.10.2015 

<Shot im Labor, rundherum Reagenzgläser: Es brodelt, blubbert, zischelt.>

Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information (Daten). Das Experiment stellt eine „Frage an die Natur“, in den Sozialwissenschaften: an die gesellschaftliche Wirklichkeit. Ein Experiment kann aber auch einfach darin bestehen, ohne bestimmte Hypothese eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“. Daran hatten wir noch nie gedacht, darauf wären wir nie gekommen? Ja genau. Wie gehen wir also mit Experimenten in den Künstlerischen Grundlagen um? ERGEBNISOFFEN! Und wie experimentieren wir und womit und wozu? Wir beginnen direkt einmal mit praktischer Arbeit, bei uns heißt es: HANDS ON! Jedes Experiment benötigt eine Versuchsanordnung; vielleicht geht es um die Auseinandersetzung mit einem spezifischen Material, ob nun Papier und Stift, Fotografien, found objects aus dem öffentlichen Raum oder unser Lieblingsgeräusch aus der Stadt. Wir spielen mit ihren Möglichkeiten, wir stellen uns Fragen, vielleicht in einer bestimmten Situation oder aber an einem bestimmten Ort. Versuchspersonen, ja unsere gesamte Umgebung kann beteiligt sein. Denn manchmal wird die Anordnung selbst als „das Experiment“ bezeichnet. Aus experimentellen Resultaten werden durch Schlussfolgerung Erkenntnisse gewonnen. Wie wirkt das Entstandene auf uns, was erzählt es uns? Was gefällt uns daran oder was nicht? Wie unterscheidet es sich von anderen Ansätzen?

<Shot im Labor: Ruhe. Päng! Es färbt sich. >          

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei/Konstruktion), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

Seminar // DARSTELLUNGSWELTEN

BACHELOR: B-1.0-31 Wahrnehmung, Gestaltung und Darstellung (2SWS) + B-1.0-32 Informations- und Datenverarbeitung (2SWS) oder A-1.0-40 Allgemeine Wissenschaften in ASL
MASTER: B-2.0-31 Wahrnehmung, Gestaltung und Darstellung (2SWS) +B-2.0-32 Informations- und Datenverarbeitung (2SWS)
Tristan Lannuzel, Larissa Fassler (Lehrauftrag) // Di 18-19.20 Uhr

Architekten und Planer nutzen Karten, Pläne, Schnitte, Perspektiven und eine Vielzahl von weiteren zwei- und dreidimensionalen „Darstellungen", um Räume zu verstehen und zu entwerfen. Sie bedienen sich eines grafischen Apparats um im Raum zu denken, um räumliche Gedanken zu organisieren und zu vermitteln.

Die gestalterische Kraft dieser grafischen „Darstellungen“ liegt im Zusammenspiel zwischen Autor, Betrachter und Referenzenraum, insbesondere im räumlichen Entwerfen wenn alle drei sich in einer Person vereinen.

 Ziel des Seminars ist es, sich einen Überblick über verschiedene Abbildungsformen und Darstellungsstrategien zu verschaffen und darüber zu reflektieren. Das Seminar wird sowohl theoretische Grundlagen vermitteln als auch anhand von Analysen ein breites Spektrum von Beispielen aufzeigen um ein Verständnis für den Darstellungsapparat zu erlangen. 

Das Seminar DARSTELLUNGSWELTEN ist in zwei räumlich und zeitlich getrennte Teile organisiert:

1. ein wöchentliches Treffen mit Tristan Lannuzel in klassischer Seminarform mit Vorlesungen, Referaten und Diskussionsrunden

2. ein dreitägiger Workshop im Lauf des Semesters mit der Künstlerin Larissa Fassler

Seminar // ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND IMAGIONATION

B1.0-40 (Teilmodul) // Donner, Frankenstein-Frambach // Atelier K10 // FR 10 - 11.30 Uhr // Erster Termin: 16.10, 10.00Uhr

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden, die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befasst, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt ihre besondere Bedeutung.

Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden.

Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Workshop // EINFÜHRUNG FOTOLABOR

Donner
nach Vereinbarung

In Einführungskursen werden Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotolaborarbeit, von der Entwicklung eines Filmes bis zur Vergrößerung eines Bildes erklärt, geübt und ausprobiert sowie der Umgang mit den Geräten und Chemikalien besprochen. Alle, die einen Kurs besucht haben, sind berechtigt das Fotolabor individuell und eigenständig zu benutzen.

Termin nach Vereinbarung:
donner@uni-kassel. de,
Henschelstrasse 2, R3111

Workshop // LAYOUT, TYPOGRAFIE, VISUELLE KOMMUNIKATION

Aebischer
nach Vereinbarung

Typografische Kenntnisse sind hilfreich für das Gestalten von Plänen, Postern und Broschüren aber auch für das Entwerfen von Plangrafik, Infografik und Tabellen. Mit Hilfe der Typografie kann die Botschaft eines Entwurfs oder einer wissenschaftlichen Arbeit verdeutlicht, die Form und der Inhalt in Einklang gebracht werden. Typografische Mittel sind Farbe, Schrift, Linien und Flächen; das Auswählen und Ordnen. Studierende erwerben eine Qualifikation, wenn sie für sich eine eigene, typografische “Handschrift” entwickeln.

Beratungsangebot für Studierende, Projekte und Lehrende 
Kurstermine zu den Themen Farbe, Schrift, Buchgestaltung oder Infografik sind auf Anfrage möglich.

Termin nach Vereinbarung:
aebischer@uni-kassel. de, 
Henschelstrasse 2, R3111


Sommersemester 2015

Projekt/Seminar/Studienarbeit // BRING YOUR OWN PROJECT

PRO-1.0-01, PRO-1.0-02, PRO-1.0-04, PRO-2.1-01, PRO-2.0-01
Klussmann, Eckardt, Silbermann, Polster
Atelier K10 // DI 14.00 UHR

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem beschäftigen, was Sie schon lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung Sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Aktion, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch beim BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferischen, künstlerischen oder technischen Ansatz verfolgen, mit Licht oder Sound arbeiten oder eine Maschine selbst erfinden und bauen wollen: Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen. Hier können Sie sich zum Beispiel auch an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung (Forschungsprojekt „Dyscrete") beteiligen, die Entwicklung von Holztextilien, ihre Simulation und experimentelle Produktion mitgestalten (Forschungsprojekt „Salix Regionalis 3D") oder sich den Medien Licht oder Klang widmen, um dreidimensional und objekthaft zu arbeiten. Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

 

Alle Interessierten senden bitte bis zum 12.04 eine einseitige Kurzbeschreibung/Skizze ihres geplanten Projektes an steffi.silbermann@b-k-e.org und kommen bitte am 13.04., 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Projekt/Seminar/Studienarbeit // BRING YOUR OWN PROJECT - Schwerpunkt Licht

BYOP Schwerpunkt Licht // Skulptural mit Licht arbeiten

PRO-1.0-01, PRO-1.0-02, PRO-1.0-04, PRO-2.1-01, PRO-2.0-01
Klussmann, Eckardt
Forum // MO 14-18 UHR

Im weitreichenden Feld der Lichtkunst und des Lichtdesigns konzentrieren wir uns in diesem Projekt auf den skulpturalen Umgang mit Licht. Wir nutzen das Medium Licht, um dreidimensional, objekthaft zu arbeiten. Dies kann auf verschiedene Arten und Weisen geschehen. Eine Möglichkeit ist die Arbeit mit den Lichtstrahlen selbst. In einem mit einem Trägermaterial, z.B. Haze oder Nebel gefüllten Raum werden Lichtstrahlen sichtbar und können als dreidimensionale Körper erfahren werden. Eine andere Möglichkeit für das skulpturale Arbeiten mit Licht stellt das Video- bzw. Projektionsmapping dar. Es bezeichnet die gezielte Beleuchtung bzw. Überlagerung von 3D-Objekten im Raum oder des Raumes selbst mittels einer Projektion. Durch Videomapping kann dem Betrachter die Illusion räumlicher Tiefe vermittelt werden. Weitere Zugänge zum Thema können u.a. die skulpturale Arbeit mit lichterzeugenden Technologien wie z.B. Neonröhren, LED´s und Lasern sein oder auch die dreidimensionale Gestaltung von Licht durch Lichtbrechung und Lichtreflexion anhand von Linsen und Spiegeln. Das Projekt ist Teil des Angebotes "BYOP - Bring Your Own Project". In diesem Rahmen liegt der Schwerpunkt darauf, sich selbst handlungsfähig zu machen und selbständig ein Projekt zu bearbeiten. Die TeilnehmerInnen arbeiten allein oder in einer von ihnen gewählten Kooperation. Sie suchen sich ihr eigenes Thema bzw. ihre eigene Fragestellung aus. Um die Entwicklung des Projektes voranzutreiben und dem Ergebnis eine entsprechende Tiefe zu geben, arbeiten sie experimentell, recherchierend, praktisch und theoretisch. Der Prozess wird textlich und bildlich dokumentiert. 

 

Alle Interessierten senden bitte bis zum 12.04 eine einseitige Kurzbeschreibung/Skizze ihres geplanten Projektes an anke.eckardt@b-k-e.org und kommen bitte am 13.04., 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Begrenzte Teilnehmerzahl: 5 (davon 3 Plätze noch zu vergeben)

Projekt// SOCIAL WEAVERS

PRO-1.0-01, PRO-1.0-02, PRO-1.0-04, PRO-2.0-01, PRO-2.0-02

Klussmann, Silbermann, Schork, Abbasian
LarsLab 1.OG  (FG Digitale Entwurfstechniken) // DI 14-18 UHR

 

Ziel des Projektes ist die experimentelle Entwicklung belastungsdifferenzierter und dreidimensional verformter Holzstreifenstrukturen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Geweben, da diese sich selbst aussteifen können. Wir recherchieren über textile Strukturen von Stoffen, Korbwaren und Tragwerken und adaptieren deren Gewebeprinzipien auf Strukturen aus Holzstreifen. Händisch experimentell entwickelte Gewebestrukturen werden digital simuliert, analysiert, optimiert und wieder aus Holzstreifen physisch in den Raum hineingewoben. So entwickeln wir ein Verständnis für Gewebekonzepte und deren ganz unterschiedliche Verhaltensweisen bei Verformung und unter Belastung. In Kombination mit dem Seminar „Digital Weavers" parametrisieren wir Gewebestrukturen, berechnen ihre Verformungspotenziale in Abhängigkeit spezifischer Materialkennwerte bestimmter Holzarten und wollen verschiedene Konzepte für belastungsdifferenzierte Leichtbaumaterialien aus Holz entwickeln. Die Methoden und Werkzeuge der digitalen Entwurfstechniken werden bei diesem Projekt genutzt zur Entwicklung des Gewebematerials. Durch die Kooperation mit einem Industriepartner steht uns umfangreich Streifenmaterial aus Holz zur Verfügung, so dass nach vielfältigen Vorstudien am Ende ein 1:1 Modell in architektonischem Maßstab realisiert wird. Die miteinander verknüpften Lehrangebote Digital Weavers (Seminar), Lay-Up! (Kompaktwoche) und Social Weavers (Projekt) öffnen Fragestellungen des Forschungsprojektes „Salix Regionalis 3D" der Forschungsgruppe Bau Kunst Erfinden für die Lehre. Neugier und Experimentierfreudigkeit sind für dieses Seminar erforderlich.

Anmerkung:

Für diejenigen Studierenden, die diese Veranstaltung belegen möchten und noch keine methodischen Kenntnisse und fachspezifisches Wissen mit Rhino, Grasshopper, Karamba oder den digitalen Fertigungsverfahren des Fachbereichs (CNC, Laserschneider, 3D Druck) haben, ist die Teilnahme am Seminar „Digital Weavers" sowie an der Kompaktwoche „Lay-Up!" obligatorisch.

Teilnehmerzahl:

Dieses Projekt ist auf 15 Personen beschränkt.

Dienstags 14-18h / Erstes Treffen: 21. April, 14.00h, LarsLab

Seminar // DIGITAL WEAVERS

// Schork, Klussmann, Silbermann, Abbasian

// dienstags von 9.00 - 12.00

// LarsLab 1.OG im FG Digitale Entwurfstechniken

Schwerpunkte dieses Seminars sind digitale Entwurfs- und Fabrikationsprozesse mit Fokus auf parametrischem Entwerfen, additiven Konstruktionsprinzipien, Konstruktionsweisen der Vorfabrikation, maschineller Fertigung und deren Integration in allgemeine architektonische Planungs- und Bauprozesse. Im Rahmen des Seminars werden sowohl theoretische Grundlagen, transdisziplinäre Ansätze, methodische Kenntnisse und fachspezifisches Wissen, basierend auf neusten Erkenntnissen auf dem Gebiet der digitalen Fabrikation vermittelt.

Ziel des Seminars ist die experimentelle Entwicklung eines parametrischen Systems, dass die Gestaltung von dreidimensional verformten und belastungsdifferenzierten Holzstreifenstrukturen und deren bauliche Umsetzung mit Hilfe von digitalen Fabrikationsprozessen ermöglicht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Geweben, da diese sich selbst aussteifen können. Wir recherchieren über textile Strukturen von Stoffen, Korbwaren und Tragwerken. Wir parametrisieren Gewebestrukturen, berechnen ihre Verformungspotenziale in Abhängigkeit spezifischer Materialkennwerte bestimmter Holzarten und wollen so verschiedene Konzepte für belastungsdifferenzierte Leichtbaumaterialien aus Holz entwickeln. Durch die Kooperation mit einem Industriepartner steht uns umfangreich Streifenmaterial aus Holz zur Verfügung, so dass im Projekt die digitale Abbildung auch physisch in den Raum hineingewoben wird und größere und kleinere Gebilde entstehen, an denen das Simulierte mit dem eigenen Fingerspitzengefühl überprüft werden kann.

Folgende Programme werden vermittelt und angewendet: Rhino, Grasshopper und Karamba

 Die Teilnehmerzahl ist auf max. 15 Personen begrenzt.

Die Veranstaltungen (Digital Weavers & Lay-Up!) sind obligatorisch für diejenigen Studierenden, welche das Projekt ‚Social Weavers – Entwurf einer dreidimensional verformten und belastungsdifferenzierten Holzstreifenstruktur‘ als Projekt belegen wollen und noch keine methodischen Kenntnisse und fachspezifisches Wissen mit Rhino, Grasshopper, Karamba oder digitalen Fertigungsverfahren (CNC, Laserschneider, 3D Druck) haben.

erster Termin 21.4.2015

Kompaktseminar // Lay-Up!

 // Nicholas, Schork, Klussmann, Abbasian, Silbermann

Im Fokus des Kompaktseminars steht die experimentelle Entwicklung innovativer Konstruktionsprinzipien und dazugehöriger Materialsysteme im architektonischen Maßstab. Ziel dieses Kompaktseminars ist die Entwicklung und bauliche Umsetzung von dreidimensional verformten und belastungsdifferenzierten Holzstreifenstrukturmodulen.

in der Kompaktwoche 9.00 - 17.00 Uhr

Mit Assistenzprofessor Dr. Paul Nicholas von CITA

Künstlerische Grundlagen // NEU

B-1.0-01
Klussmann, Silbermann, Eckardt, Seng, Donner, Drechsel, Frankenstein-Frambach
Ort: siehe Aushang am FG Bildende Kunst  // Mo/Di 10.00 - 13.30 UHR

1. Termin: 20./21.4.2015

Neubau, New Wave, neugeboren, Neoangin, jetzt neu!, neue Ernte, New York... Und natürlich gibt es auch Altbier(bowle), Altmetall, Altertum, Altenheim, Altholz, denen man ebenfalls etwas Positives abgewinnen kann. Dennoch wohnt allem Anfang anscheinend ein Zauber inne, der als besonders erstrebenswert angesehen, geradezu angepriesen wird. Jetzt alt! hört man eher selten. Was steckt also hinter dem Neuen? Was ist neu? Wie erkennt man es? Und was ist so toll daran? Kann etwas immer wieder neu sein? Welche Bedeutung hat die Wahrnehmung bei der Beurteilung von alt und neu? Auch Ihr seid neu: neu an der Uni, neu in der Stadt, frisch dabei Euer Studium zu beginnen! Dieser speziellen Situation werden wir uns mit Ihnen gemeinsam in den Künstlerischen Grundlagen widmen. Wir werden neue Arbeitsweisen ausprobieren oder alte Techniken neu einsetzen. Wir werden den magischen Moment der Entstehung eines Schwarzweiß- Fotos erleben oder den kurzen Augenblick des Glücks, wenn neue Ordnung im Schrank hergestellt ist. Vielleicht probieren wir neue Kleider an oder gehen zum Frisör. Auf jeden Fall wollen wir Ihren wachen Verstand, Ihre Lust auf Neues und schätzen Ihre Fragen genauso wie ihre Antworten. Sie haben die Gelegenheit, vier unterschiedliche, praktische Arbeitsweisen kennenzulernen, zwei-, drei-, mehr-dimensionales Arbeiten zu erproben und sich so Ihrer eigenen Talente und Interessen ganz neu bewusst zu werden. Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

Seminar Zeichnen // FLUIDS

A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30

Drechsel
Atelier K10,
unterschiedliche Orte im Stadtraum

Handzeichnung heisst in diesem Seminar: Hinsehen, wahrnehmen, notieren, Beobachtetes in eine bildliche Form bringen. Ausgehend von Aufgaben mit unterschiedlichen thematischen und formalen Schwerpunkten werden verschiedene Orte und Begebenheiten direkt vor Ort im Stadtraum zeichnerisch untersucht. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer Situation erfassen? Welche Technik eignet sich dafür am besten? Wie verhalten sich Licht und Schatten zueinander? Wie kann man Räumlichkeit erzeugen? Wie stellt man flächige oder lineare Partien sinnvoll dagegen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Wie kann man Detailreichtum und Grosszügigkeit in einer Zeichnung zusammenbringen? Es geht gleichzeitig um grundsätzliche gestalterische Fragen, wie die Platzierung von zeichnerischen Informationen –auch unterschiedlichster Machart- auf ein und demselben Bildträger,  Strichstärken/Pinselstriche im Verhältnis zur Größe des Formats, Wahl der technischen Mittel in Bezug auf das jeweilige Motiv. Dabei sollen verschiedene Techniken des Zeichnens ausprobiert werden, wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Aquarell/ Wasserfarben, etc.

Die meisten Sitzungen finden draußen bzw. außerhalb der Hochschule statt, deshalb bitte auf unterschiedliche Wetterlagen vorbereitet sein.

 

1. Termin 21.4., Atelier K 10

Voraussetzung für die Teilnahme: zur ersten Seminarsitzung bitte mitbringen: eine Auflistung von 3 Orten / Situationen im Stadtraum-sowohl draußen als auch drinnen-, die Sie selbst gerne zeichnerisch „erbeuten“ würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.

Bitte mitbringen: feste Zeichenunterlage, Papier, Bleistift, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden.

Kompaktseminar // FOTOSOMMER

A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30
Donner, Frankenstein-Frambach

Atelier K10 // in der Kompaktwoche

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden, die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befasst, die wir denken und verbalisieren können.

In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt ihre besondere Bedeutung. Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden. Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Workshop // EINFÜHRUNG FOTOLABOR

Donner
nach Vereinbarung

In Einführungskursen werden Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotolaborarbeit, von der Entwicklung eines Filmes bis zur Vergrößerung eines Bildes erklärt, geübt und ausprobiert sowie der Umgang mit den Geräten und Chemikalien besprochen. Alle, die einen Kurs besucht haben, sind berechtigt das Fotolabor individuell und eigenständig zu benutzen.

Termin nach Vereinbarung:
donner@uni-kassel. de,
Henschelstrasse 2, R3111

Workshop // LAYOUT, TYPOGRAFIE, VISUELLE KOMMUNIKATION

Aebischer
nach Vereinbarung

Typografische Kenntnisse sind hilfreich für das Gestalten von Plänen, Postern und Broschüren aber auch für das Entwerfen von Plangrafik, Infografik und Tabellen. Mit Hilfe der Typografie kann die Botschaft eines Entwurfs oder einer wissenschaftlichen Arbeit verdeutlicht, die Form und der Inhalt in Einklang gebracht werden. Typografische Mittel sind Farbe, Schrift, Linien und Flächen; das Auswählen und Ordnen. Studierende erwerben eine Qualifikation, wenn sie für sich eine eigene, typografische “Handschrift” entwickeln.

Beratungsangebot für Studierende, Projekte und Lehrende
Kurstermine zu den Themen Farbe, Schrift, Buchgestaltung oder Infografik sind auf Anfrage möglich.

Termin nach Vereinbarung:
aebischer@uni-kassel. de,
Henschelstrasse 2, R3111


Wintersemester 14/15

Projekt / Seminar / Studienarbeit // BRING YOUR OWN PROJECT

PRO-2.0-01, PRO-1.0-01, PRO-2.1-10 // Klussmann, Eckardt, Silbermann, Winzer, Gwinner // Atelier K10 // Erster Termin: 14.10., 19.00 UHR

Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen. Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden. So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen. Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen wollen, einen Film drehen, ein Buch drucken wollen, oder wie die Projektgruppe ZUPA ZUPA (www. zupazupa.de) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren. Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen, sich zum Beispiel an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung zu beteiligen, sich physikalischen Phänomenen wie Magnetismus zu widmen oder eine intelligente Tapete zu entwickeln. Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus. Einerseits können Sie sich in Einzelgesprä- chen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen. Alle Interessierten senden bitte bis zum 12.10 eine einseitige Kurzbeschreibung/ Skizze ihres geplanten Projektes an gwinner@asl.uni-kassel.de und kommen bitte am 14.10., 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich. 

Projekt/Seminar/Studienarbeit // Aus Etwas Nichts machen

PRO-2.0-01, PRO-1.0-01, PRO-2.1-10

Klussmann, Eckardt // Atelier K10

DI 14.00 UHR // Erstes Treffen: 21.10.

Das gängige Prinzip “Aus Nichts Etwas machen” wird in diesem Projekt umgekehrt. Auch hier ist Improvisationsvermögen gefragt, das Anliegen ist ein anderes. ‘AUS ETWAS NICHTS MACHEN’ erscheint auf den ersten Blick simpel, offenbar geht es darum, etwas Vorhandenes verschwinden zu lassen. Harry Houdini oder auch David Copperfield, große Illusionisten des 20. Und 21. Jhd. gelten als Meister darin. Zweiterer lässt Menschen, Objekte, ganze Räume verschwinden. Sinn und Zweck des Spektakels ist die erfolgreiche Überlistung der Wahrnehmung, trotz des enormen Aufwandes sind seine multimedialen Inszenierungen sehr beliebt und eine rentable Nische des Showgeschäfts. Bei näherer Betrachtung erweist sich das Thema ‘AUS ETWAS NICHTS MACHEN’ als weitreichender; theoretisch komplex, gesellschaftlich relevant, methodisch vielseitig. Was ist Etwas? Was ist Nichts? Diese Topoi werden nicht nur in der Philosophie seit jeher behandelt. In der Politik sind sie Teil des Tagesgeschäftes und betreffen den Umgang mit Informationen nur z.B. in Bezug auf die Auswahl, Rhetorik und den Zeitpunkt der Veröffentlichung der jeweiligen Information. In der Mathematik eröffnet die Auseinandersetzung mit Zahlenmengen und Rechenoperationen einen anderen großen Möglichkeitsraum in Bezug auf das Etwas und das Nichts, dabei wird selbst das negative Spektrum implementiert. -1 x -1 = 1 Ist etwas Negatives denn weniger als Nichts und ist das Nichts Etwas? Im Rahmen der Nachhaltigkeitswissenschaften stellt der Ansatz ‘AUS ETWAS NICHTS MACHEN’ allein schon in Bezug auf den Umgang mit Plastikmüll und atomaren Altlasten eine große Herausforderung dar. In der Architektur und der Stadplanung wiederum ist das Thema ständig relevant, wenn z.B. technische Kreisläufe unsichtbar wie auch unhörbar unter der Erde oder im Inneren von Gebäuden verbaut werden sollen. Im Projekt werden in kleinen Gruppen konkrete Phänomene im öffentlichen Außen- und Innenraum analysiert, bei denen aus etwas Nichts gemacht wurde oder der Ansatz missglückt scheint. Verknüpft werden diese Analysen mit einer grundlegenden Recherche zu den verschiedenen Techniken des Verschwindens, Maskierens, Verdeckens, Versteckens, Auslöschens und der Ablenkung in diversen Disziplinen und Anwendungsgebieten. In experimentellen Setups (skulptural, als Intervention, visuell, auditiv oder als Text) starten die Gruppen schließlich den Versuch, ausgewählte Techniken davon anzuwenden – mit dem Ziel, ein Positiv-Beispiel des Verschwindens zu kreieren.

Künstlerische Grundlagen // NEU

B-1.0-01
Klussmann, Silbermann, Eckardt, Donner, Drechsel, Frankenstein-Frambach
Ort: siehe Aushang am FG Bildende Kunst  // Mo/Di 10.00 - 13.30 UHR

1. Termin: 20./21.10.2014

Neubau, New Wave, neugeboren, Neoangin, jetzt neu!, neue Ernte, New York... Und natürlich gibt es auch Altbier(bowle), Altmetall, Altertum, Altenheim, Altholz, denen man ebenfalls etwas Positives abgewinnen kann. Dennoch wohnt allem Anfang anscheinend ein Zauber inne, der als besonders erstrebenswert angesehen, geradezu angepriesen wird. Jetzt alt! hört man eher selten. Was steckt also hinter dem Neuen? Was ist neu? Wie erkennt man es? Und was ist so toll daran? Kann etwas immer wieder neu sein? Welche Bedeutung hat die Wahrnehmung bei der Beurteilung von alt und neu? Auch Ihr seid neu: neu an der Uni, neu in der Stadt, frisch dabei Euer Studium zu beginnen! Dieser speziellen Situation werden wir uns mit Ihnen gemeinsam in den Künstlerischen Grundlagen widmen. Wir werden neue Arbeitsweisen ausprobieren oder alte Techniken neu einsetzen. Wir werden den magischen Moment der Entstehung eines Schwarzweiß- Fotos erleben oder den kurzen Augenblick des Glücks, wenn neue Ordnung im Schrank hergestellt ist. Vielleicht probieren wir neue Kleider an oder gehen zum Frisör. Auf jeden Fall wollen wir Ihren wachen Verstand, Ihre Lust auf Neues und schätzen Ihre Fragen genauso wie ihre Antworten. Sie haben die Gelegenheit, vier unterschiedliche, praktische Arbeitsweisen kennenzulernen, zwei-, drei-, mehr-dimensionales Arbeiten zu erproben und sich so Ihrer eigenen Talente und Interessen ganz neu bewusst zu werden. Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe kann im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen praktische Versuche in gegenwärtiger Kunstpraxis machen, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Klang) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt.

Seminar // STADT ALS BEUTE - ZEICHNEN

A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30 // Drechsel // DI, 8.00 – 9.30 // Atelier K10 und Orte im Stadtraum // Erster Termin: 21.10.14

Handzeichnung heisst in diesem Seminar: Hinsehen, wahrnehmen, notieren, Beobachtetes in eine bildliche Form bringen. Ausgehend von Aufgaben mit unterschiedlichen thematischen und formalen Schwerpunkten werden verschiedene Orte und Begebenheiten direkt vor Ort im Stadtraum zeichnerisch untersucht. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer Situation erfassen? Welche Technik eignet sich dafür am besten? Wie verhalten sich Licht und Schatten zueinander? Wie kann man Räumlichkeit erzeugen? Wie stellt man flächige oder lineare Partien sinnvoll dagegen? Wie viel ist nötig, um etwas wiedererkennbar darzustellen? Wie kann man Detailreichtum und Grosszügigkeit in einer Zeichnung zusammenbringen? Es geht gleichzeitig um grundsätzliche gestalterische Fragen, wie die Platzierung von zeichnerischen Informationen –auch unterschiedlichster Machart- auf ein und demselben Bildträger, Strichstärken/Pinselstriche im Verhältnis zur Größe des Formats, Wahl der technischen Mittel in Bezug auf das jeweilige Motiv. Dabei sollen verschiedene Techniken des Zeichnens ausprobiert werden, wie Bleistift, Kugelschreiber, Kohle, Aquarell/ Wasserfarben, etc. Die meisten Sitzungen finden draußen bzw. außerhalb der Hochschule statt, deshalb bitte auf unterschiedliche Wetterlagen vorbereitet sein. Bitte mitbringen: feste Zeichenunterlage, Papier, Bleistift, Kugelschreiber, andere Stifte und Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden. Voraussetzung für die Teilnahme: zur ersten Seminarsitzung bitte mitbringen: eine Auflistung von 3 Orten/ Situationen im Stadtraum-sowohl draußen als auch drinnen-, die Sie selbst gerne zeichnerisch „erbeuten“ würden, incl. einer Begründung warum, sowie eine Zeichnung zu einem dieser Punkte.

Seminar // ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND IMAGINATION

A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30 // Donner, Frankenstein-Frambach // Atelier K10 // Fr. 10 - 11.30 UHR // Erster Termin: 17.10.14

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden, die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befaßt, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters,liegt ihre besondere Bedeutung. Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden. Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Workshop // LAYOUT, TYPOGRAFIE, VISUELLE KOMMUNIKATION

Aebischer
nach Vereinbarung

Typografische Kenntnisse sind hilfreich für das Gestalten von Plänen, Postern und Broschüren aber auch für das Entwerfen von Plangrafik, Infografik und Tabellen. Mit Hilfe der Typografie kann die Botschaft eines Entwurfs oder einer wissenschaftlichen Arbeit verdeutlicht, die Form und der Inhalt in Einklang gebracht werden. Typografische Mittel sind Farbe, Schrift, Linien und Flächen; das Auswählen und Ordnen. Studierende erwerben eine Qualifikation, wenn sie für sich eine eigene, typografische “Handschrift” entwickeln.

Beratungsangebot für Studierende, Projekte und Lehrende 
Kurstermine zu den Themen Farbe, Schrift, Buchgestaltung oder Infografik sind auf Anfrage möglich.

Termin nach Vereinbarung:
aebischer@uni-kassel. de, 
Henschelstrasse 2, R3111

Workshop // EINFÜHRUNG INS FOTOLABOR

Donner
nach Vereinbarung

In Einführungskursen werden Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotolaborarbeit, von der Entwicklung eines Filmes bis zur Vergrößerung eines Bildes erklärt, geübt und ausprobiert sowie der Umgang mit den Geräten und Chemikalien besprochen. Alle, die einen Kurs besucht haben, sind berechtigt das Fotolabor individuell und eigenständig zu benutzen.

Termin nach Vereinbarung:
donner@uni-kassel. de, 
Henschelstrasse 2, R3111


Sommersemester 2014

Projekt/Semniar/Studienarbeit // BRING YOUR OWN PROJECT

PRO-2.0-01, PRO-1.0-01, PRO-2.1-10
Klussmann, Winzer, Gwinner
Atelier K10 // DI 14.00 UHR


Wir bleiben dabei: In unserem Projekt können Sie sich ausgiebig mit dem zu beschäftigen, was Sie schon wahnsinnig lange oder aber gerade ganz frisch umtreibt: eine dringende Frage, deren Beantwortung sie sich ausufernd widmen wollen, eine Beobachtung, eine potenzielle Erfindung, eine Veranstaltung, die sie organisieren wollen. Machen Sie, was Sie wollen! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst, Musik und Wissenschaft, können Sie selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen.

Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (http://baukunsterfinden.org/de) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden.

So wie sich das Fachgebiet  immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen.

Wir lassen uns überraschen wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen wollen, ein eigenes Musikinstrument bauen und eine Band gründen, einen Film drehen, ein Buch drucken oder wie die Projektgruppe R:U:E (https://de-de.facebook.com/RAUM.FUER.URBANE.EXPERIMENTE) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren. Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen, sich zum Beispiel an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung zu beteiligen, sich physikalischen Phänomenen wie Magnetismus zu widmen oder eine intelligente Tapete zu entwickeln. Sich selbst eine Aufgabe zu stellen ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus.

Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

Alle Interessierten senden bitte bis zum 13.04 eine einseitige Kurzbeschreibung/Skizze ihres geplanten Projektes an gwinner@asl.uni-kassel.de und kommen bitte am 14.4., 19 Uhr zum persönlichen Gespräch ins Atelier K10. Eine Einwahl ist erst nach Absprache mit dem Fachgebiet möglich.

Projekt // ŽUPA SAVAMALA

PRO-2.0-01, PRO-1.0-01, PRO-2.1-10
Klussmann, Winzer, Gwinner

Unzählige Schiffswracks liegen auf der durch Belgrad fließenden Save, im zentralen Stadtteil Savamala. Ihre Zukunft ist so offen wie die des gesamten Stadtteils. Mit dem Projekt ŽUPA SAVAMALA wollen RUE - Raum für Urbane Experimente - dieses immense räumliche Potenzial nutzen und den innerstädtischen Schiffsfriedhof während des Sommersemesters im besten Sinne beleben. Zentrum ihrer Aktivitäten wird der ausrangierte Raddampfer ŽUPA sein.

Mit Bewohnern des Viertels, Studierenden aus Belgrad und anderen Beteiligten vor Ort werden die Chancen und möglichen Konsequenzen der Aktivierung von ungenutzten städtischen Räumen diskutiert und Interessen und mögliche Konflikte ausgelotet.

Im Austausch mit Nachbarn, ansässigen Künstlergruppen, Architekturstudierenden und Architekten werden RUE von April bis August 2014 verschiedene Aktionen vor Ort planen und realisieren. Mit den Interventionen werden sie Möglichkeiten der städtischen Transformation erproben und reflektieren und auf ihre Weise zur Diskussion über die Entwicklung des Ortes und nicht zuletzt die eigene Rolle in diesem Kontext beitragen.

Interessierte nehmen bitte über zupa@r-u-e.de direkt Kontakt zu RUE auf. Eine Einwahl ist nicht möglich.

Künstlerische Grundlagen // DAS FEST

B-1.0-01
Klussmann, Winzer, Gwinner, Donner, Drechsel, Deeg, Frankenstein-Frambach, Picker

Ort: siehe Aushang am FG Bildende Kunst  // Mo/Di 10.00 - 13.30 UHR


Nicht dass der Sommer nicht ohnehin eine einziges monatelanges Fest wäre - Badefest, Grillfest, Gartenparty, Mittsommernacht, Maibaumaufstellen, Schützenfest, Musikfestivals – und durch den Geruch von Sonnencreme, den warmen Fahrtwind beim Radfahren, ständiges Eisessen, Anlass zu größter Freude wäre: Die Künstlerischen Grundlagen erklären das Fest im Sommersemester zum Programm! Wir werden versuchen, das Wesen und die Konstruktion des Festes, die Choreographie des Feierns zu ergründen. Wir werden das Fest auf diversen Ebenen gestalten und auf unterschiedlichsten Wegen auf die Spitze treiben. Was genau die Spitze ausmacht, gilt es mit Ihnen herauszufinden und praktisch vorzubereiten. Was ist über die Minimalausstattung - Bier, Würstchen und MP3-Player - hinaus möglich? Worin liegt der Ursprung des Wunsches nach einem gemeinschaftlichen Ereignis und wie können wir diesem gerecht werden?  Vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Erfahrungen, wollen wir mit Ihnen die  Idee des Festes zu einem fein gesponnenen und knallhart gezimmerten Partykonstrukt maßlos erweitern. Und am Ende – wie sollte es anders sein - wird sich beim gemeinsamen Feiern zeigen, wohin die geballten festlichen Vorbereitungen von 120 Studierenden führen können... 

Die Künstlerischen Grundlagen des Fachgebiets Bildende Kunst sind eine Veranstaltung für alle Studienanfänger aus Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung. Zu einem gemeinsamen Oberthema geben 5 Lehrende im Laufe des Semesters praktischen Einblick in 5 verschiedene künstlerische Arbeitsweisen. Gruppenweise werden die Studierenden mit gegenwärtiger Kunstpraxis vertraut gemacht, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung /Malerei), über neuere technische Medien (wie Fotografie / Film) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention / Wahrnehmung / Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten und zeigen Ihnen gleich zu Beginn des Studiums eine Auswahl an Möglichkeiten zwei-, drei-, mehr-dimensionalen künstlerischen Arbeitens und geben Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten im Fachgebiet Bildende Kunst.

Seminar // ZEICHNEN - WALKING THE LINE

 

 

A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30
Drechsel
Atelier K10

Di 8-9.30

 

 

Handzeichnung ist eine  Möglichkeit, das, was man sieht und wahrnimmt, zu notieren, Gedanken zu transportieren und das, was man recherchiert, in eine bildliche Form zu bringen. Ausgehend von Aufgaben mit unterschiedlichen thematischen und formalen Schwerpunkten werden verschiedene Orte im Außenraum zeichnerisch untersucht. Wie kann man in kurzer Zeit das Typische einer Situation erfassen? Welche Technik eignet sich dafür am besten? Wie verhalten sich Licht und Schatten zueinander?  Wie kann man Räumlichkeit erzeugen? Wie viel ist nötig, um etwas wieder erkennbar darzustellen? Wie kann man Detailreichtum und Großzügigkeit in einer Zeichnung zusammenbringen?

Beobachtungen und Zeichnungen vor Ort  werden Ausgangspunkt für großformatige Bilderfindungen, die als Notation subjektiver Sinneswahrnehmung zu verstehen sind.

Es geht dabei um grundsätzliche gestalterische Fragen, wie die Platzierung von zeichnerischen Informationen –auch unterschiedlichster Machart- auf ein und demselben Bildträger, Strichstärken/Pinselstriche im Verhältnis zur Größe, Wahl der technischen Mittel in Bezug auf die jeweilige Konzeption. Dabei sollen verschiedene Techniken des Zeichnens  ausprobiert werden, wie Bleistift, Aquarell/ Wasserfarben, diverse Filzstifte, etc.

Bitte mitbringen: feste Zeichenunterlage, Papier, Bleistift, Kugelschreiber, andere Stifte und Pinsel, Tusch-/Aquarellkasten, sofern vorhanden. Für die Außentermine: entsprechende Kleidung

1. Termin 22.04

Seminar // FOTOSOMMER 2014

A-2.0-10, A-1.0-10, B-2.0-30, B-1.0-30
Donner, Frankenstein-Frambach
Kompaktwoche 12.05 - 16.05

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden,  die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befaßt, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters,liegt  ihre besondere Bedeutung.

Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden.
Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Workshop // EINFÜHRUNG FOTOLABOR

Donner
nach Vereinbarung

In Einführungskursen werden Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotolaborarbeit, von der Entwicklung eines Filmes bis zur Vergrößerung eines Bildes erklärt, geübt und ausprobiert sowie der Umgang mit den Geräten und Chemikalien besprochen. Alle, die einen Kurs besucht haben, sind berechtigt das Fotolabor individuell und eigenständig zu benutzen.

Termin nach Vereinbarung:
donner@uni-kassel. de,
Henschelstrasse 2, R3111

Wintersemester 13/14


Workshop // LAYOUT, TYPOGRAFIE, VISUELLE KOMMUNIKATION

Aebischer
nach Vereinbarung

Typografische Kenntnisse sind hilfreich für das Gestalten von Plänen, Postern und Broschüren aber auch für das Entwerfen von Plangrafik, Infografik und Tabellen. Mit Hilfe der Typografie kann die Botschaft eines Entwurfs oder einer wissenschaftlichen Arbeit verdeutlicht, die Form und der Inhalt in Einklang gebracht werden. Typografische Mittel sind Farbe, Schrift, Linien und Flächen; das Auswählen und Ordnen. Studierende erwerben eine Qualifikation, wenn sie für sich eine eigene, typografische “Handschrift” entwickeln.

Beratungsangebot für Studierende, Projekte und Lehrende
Kurstermine zu den Themen Farbe, Schrift, Buchgestaltung oder Infografik sind auf Anfrage möglich.

Termin nach Vereinbarung:
aebischer@uni-kassel. de,
Henschelstrasse 2, R3111

Projekt // BRING YOUR OWN PROJECT III

PRO-2.0-01, PRO-1.0-01, PRO-2.1-10
Klussmann, Winzer, Gwinner
Atelier K10 // DI 14.00 UHR

Das Fachgebiet Bildende Kunst lädt abermals dazu ein, endlich das zu machen, was sie schon immer mal machen wollten! Auf der Grundlage Ihres eigenen Interesses können Sie, angesiedelt im weiten Spannungsfeld von Architektur, Kunst, Musik und Wissenschaft, selbst ein Arbeitsvorhaben formulieren und allein oder mit Ihrem Team verfolgen.

Das Fachgebiet Bildende Kunst mit seiner transdisziplinären Lern- und Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden (www.baukunsterfinden.org) unterstützt die Studierenden individuell bei der Realisierung ihrer Projekte. Die diversen Arbeitsplätze unseres DIY-Labs bieten eine gute Grundlage für technische Lösungen verschiedenster Art und können wiederum entsprechend Ihrer Fragestellung technisch erweitert werden.

So wie sich das Fachgebiet immer wieder gegenüber neuen fächerübergreifenden Fragestellungen öffnet, so haben Sie auch bei BringYourOwnProject-Projekt die Möglichkeit, sich ein Semester lang, geleitet von Ihrer Neugier und Begeisterung für ein Thema, intensiv mit Ihrem persönlichen Projekt zu befassen, endlich alte, ewig unbeantwortete Fragen frisch und gezielt anzugehen oder sich in gänzlich neue Bereiche vorzuwagen:

Wir lassen uns überraschen, wohin Sie Ihr Interesse führt. Ob Sie einen entwerferisch – künstlerischen Ansatz verfolgen wollen, ein eigenes Musikinstrument bauen und eine Band gründen, einen Film drehen, ein Buch drucken oder wie jüngst die Projektgruppe R:U:E (https://de-de.facebook.com/RAUM.FUER.URBANE.EXPERIMENTE) Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisieren. Sie sind eingeladen, sich den Forschungsgruppen von BAU KUNST ERFINDEN anzuschließen, sich zum Beispiel an der Weiterentwicklung von Beton und neuen Methoden alternativer Energiegewinnung zu beteiligen oder sich physikalischen Phänomenen wie Magnetismus zu widmen. Sich selbst eine Aufgabe zu stellen, ist die beste Voraussetzung für produktives und erfolgreiches Arbeiten, setzt aber auch Eigenständigkeit und Motivation voraus.

Einerseits können Sie sich in Einzelgesprächen intensiv und individuell beraten lassen, andererseits werden Sie sich in gemeinsamen Plenen gegenseitig Ihre jeweiligen Projekte vorstellen und das Potential der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtwinkel der anderen Studierenden nutzen, um das eigene Projekt voranzubringen.

 

Alle Interessierten senden bitte bis zum Sonntag, 13. Oktober, eine einseitige Kurzbeschreibung/Skizze ihres geplanten Projektes an gwinner@asl.uni-kassel.de

Für das Projekt besteht keine Einwahlmöglichkeit. Teilnahme nur nach Rücksprache mit dem FG.

 

 

Projekt // REISE ZUM GROSSEN ATTRAKTOR-remix

PRO-1.0-01, PRO-2.0-01, PRO-2.1-10
Drechsel, Klussmann
Atelier K10, Kunsthochschule // MO / DI 15.00 UHR

Konzeption, Planung und Realisation einer Publikation.

Dieses Projekt baut auf das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt "Reise zum großen Attraktor" auf, das im vergangenen Sommersemester von Studierenden aus der Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung sowie Studierenden der Bildenden Kunst der Kunsthochschule im Projektraum der Nachrichtenmeisterei, am Kulturbahnhof, realisiert wurde. Es geht um den Transfer des Mediums Ausstellung in das Medium Publikation/Buch/Edition. In dem Buch sollen zum einen die Gesamtkonzeption sowie alle Einzelarbeiten der Ausstellung vorgestellt werden, zum anderen steht aber auch die Frage im Zentrum: Was muss eine Publikation haben, damit sie ein spannendes Buch wird und über eine reine Dokumentation hinaus geht? Welche Inhalte und welches Bildmaterial sollte man ergänzen? Welche zusätzlichen Texte schreibt man, wen fordert man zu Beiträgen auf? Wie schreibt man Texte? Wie entwickelt man eine redaktionelle Konzeption? Welche Fotos und Ausschnitte aus den Arbeiten wählt man aus, damit sich die Arbeiten in ihrer Konzeption und auch ihrer Materialität vermitteln? Wie vermitteln sich in der Publikation die unterschiedlichen Herangehensweisen und Interessengebiete der Ausstellungsteilnehmer/innen? Wie treffen Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Untersuchung/Forschung aufeinander? Neben der Fortsetzung der Zusammenarbeit von ASL und Bildender Kunst der Kunsthochschule ist auch eine zusätzliche Zusammenarbeit mit den Werkstätten der Kunsthochschule angestrebt. Am Ende steht das fertige Buch/die fertige Edition, bei dem/bei der alle Teilnehmenden auch in der direkten Herstellung selbst mit Hand anlegen.

Treffen nach Absprache, unregelmäßig, vorwiegend dienstags 15.00-18.00 und/oder montags 15.00-18.00

Nur für Projektteilnehmer/innern der Ausstellung „Reise zum großen Attraktor"

Seminar // FOTOGRAFIE-ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND IMAGINATION

B1.0-40 (Teilmodul)
Donner, Frankenstein-Frambach
Atelier K10 // FR 10 - 11.30 Uhr

Fotografie kann als Sprache mit einer besonderen Grammatik verstanden werden,  die sich in unmittelbarer oder symbolischer Form mit allen Dingen befaßt, die wir denken und verbalisieren können. In ihrem universalistischen Charakter, ihrer Gratwanderung zwischen dokumentarischer Objektivität und subjektiver Phantasie und den Wirkungen auf die Gemütszustände des Betrachters, liegt ihre besondere Bedeutung.

Im Seminar sollen visuelle Wahrnehmungsformen, zugrunde liegende Werthorizonte und Symbolgebrauch zur kreativen Anwendung der Bildsprache in den Blick genommen werden.

Digitale Fototechnik, Bildgestaltung und Interpretation, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Fotografiegeschichte sowie praktische Übungen, werden Schwerpunkte der Veranstaltung sein.

Erster Termin: 18.10, 10.00Uhr

Seminar // EINFÜHRUNG IN DIE KARTOGRAFIE

B-1.0-40, Lannunzel

Kartierungen sind weit mehr als vermeintlich neutrale Instrumente. Der Prozess, den eine Karte  in der Entstehung durchgelaufen muss, nimmt direkten Einfluss auf mögliche zukünftige Planungsansätzen.

Die Karte strahlt durch die Evidenz ihrer grafischen Darstellung und ihrer einfachen Überschaubarkeit Objektivität aus. Sie ist einerseits Ergebnis der Fertigkeiten, bewussten oder unbewussten Absichten und Entscheidungen des Kartenherstellers und andererseits der subjektiven Interpretation des Kartennutzers unterworfen.

Karten sind subjektive Interpretationen der komplexen städtischen Realität. Denis Cosgrove meint, die „Unfähigkeit der wissenschaftlichen Kartografie, die heutige Stadt zu erfassen, eröffnet der urbanen Kartierung gänzlich neue Möglichkeiten [...] [Diese wurden] für eine Vielzahl von konzeptuellen, politischen und rein spielerischen Projekten nutzbar gemacht, die den Beziehungen zwischen Stadtraum, Stadtleben und Kartierungen neues Leben einhauchten“. So können die Standorte von Fahrrädern im Stadtraum oder die Kartierung von Satellitenschüsseln ganz andere Strukturen sichtbar machen, als der übliche Dreiklang von Nutzungs-, Freiraum- und Verkehrskarte zu zeigen vermag.

Das Doppelseminar wird als Ergänzung zur Bachelorprojekt „Atlas des unsichtbaren Kassel“ vom Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung angeboten. Es werden Grundlagen der Kartographie vermittelt und einer Reihe von Beispielen kritisch diskutiert. Andererseits wird ein Workshop mit Dorothee Wettstein und Hansjakob Fehr vom Büro 1Kilo (Schweiz) in Laufe des Semesters durchgeführt.

Seminar // PERFECT SKIN

B-2.0-30, B-2.0-31, B-1.0-30, B-1.0-31
Kruse
ATELIER K10 // Kompaktwoche 4.-8.11

Wir erforschen zusammen:

- Aspekte von HAUT und die Bedeutung von PERFEKTION

- Grenz-Flächen: Innen / Aussen / Übergänge

- Interaktions-Fläche - Mensch-Umwelt

- Oberfläche als Indikator

- Haut als Interface

- Assoziationen - Bedeutungen - Funktionen - Identifikation

- neue Anwendungen im Bereich Electronic/ Bionic/ Materialforschung...

Aufgabe:

- Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie die Möglichkeiten.

- Kreativ-Prozess: Recherchieren - Experimentieren - Konzipieren - Umsetzen 

- Neben den bekannten Feldern sollen neue Verbindungen, Nischen und Perspektiven entdeckt werden, die sich der Offen-sichtlich-keit entzogen haben.

Denken Sie das Thema HAUT neu!

Ablauf:

- Erarbeitung des Themenfeldes

- Konzepte und Material-Analogien erstellen und beispielhaft aufzeigen

- Adaptionen und mögliche Anwendungen finden und darstellen

Output:

- Präsentation der Forschungs-Ergebnisse

Termin:

Kompaktwoche: 04. - 08.11.2013,

Bitte bringen Sie zum Start des Seminars jeweils 10 Materialbeispiele mit, die Sie mit den Begriffen "Haut" und "Perfektion" assoziieren. Es kann sich dabei um ein konkretes Material aber auch um thematisch damit verbundene Objekte, Fotos, Filme, Texte usw. handeln.
Ihre Material-Sammlung wird Auftakt und Einstieg in die gemeinsame Erarbeitung des Themas sein - Ich freue mich und bin sehr gespannt auf Ihren Input!

 Ich freue mich auf Sie!

Künstlerische Grundlagen // KLING KLANG KLONG

B-1.0-01
Klussmann, Winzer, Gwinner, Donner, Drechsel, Deeg, Frankenstein-Frambach, Picker
Ort: siehe Aushang am FG Bildende Kunst // MO/DI 10.00 - 13.30 UHR

Anders als Goldfische können wir unsere Ohren nicht schließen. Wir hören also eigentlich permanent. Fragen und Antworten, Musik, Autos, Türenschlagen, Vögel. Und überall klingt es anders: ein im Zentrum des Amphitheaters geflüstertes Geheimnis ist eigentlich direkt ausposaunt. Der Lärm von hungrigem Geschirrgeklapper in der Mensa lässt uns über den Pudding hinweg brüllen, aber wenn es beim Konzert eigentlich zu laut ist für eine Unterhaltung, ist das die beste Gelegenheit, zumindest dem Ohr des anderen näher zu kommen. Wir schlafen lieber im ruhigen Zimmer zum Hof, aber sind fasziniert vom nicht enden wollenden Echo in den Bergen. Rehe im Wald wollen vom Lärm der Autobahn geschützt werden und der Nachhall in der Kirche hilft selbst dem schlechtesten Kirchenchor. Orte haben einen Klang, Räume machen Akustik: An Wände kann man nicht nur tapezieren, sondern sie reflektieren auch sehr unterschiedlich den Schall. Die Künstlerischen Grundlagen werden in diesem Semester aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedensten Methoden das Phänomen Schall und Klang thematisieren, visualisieren, materialisieren.

Wir möchten den Moment Ihres Studienbeginns mit Ihnen in den Künstlerischen Grundlagen bewusst nutzen, geradezu ausreizen: neue Methoden ausprobieren, sich alten Techniken neu widmen, einem Prinzip folgen, um es zu guter letzt auf den Kopf zu stellen, Ergebnisse produzieren, um sie hinter sich zu lassen, Ihre Talente nutzen, um Dinge zu versuchen, die eher einen Anfang als ein Ende haben. Wir lieben blutige, mutige Anfänger.

Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe wird im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen mit gegenwärtiger Kunstpraxis vertraut gemacht, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Film) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen zeigen Ihnen gleich zu Beginn Ihres Studiums eine Auswahl an Möglichkeiten zwei-, drei-, mehr-dimensionalen künstlerischen Arbeitens und geben ihnen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten im Fachgebiet Bildende Kunst.

Termine und Räume siehe Aushang am Fachgebiet