Semesterangebot WS 2018/19

Wanderlust - Eine Schutzhütte auf dem Dörnberg

Einführungsstudio

Prof. Claus Anderhalten

M.Sc. Katharina König

B.Sc. Katharina Nahser

Rune Hattig

Schon Rousseau sagte: „Der Mensch ist von Natur aus gut“. So zieht es uns auch heute noch beim Erkunden der Welt nicht nur in die Städte, sondern auch in die unbesiedelten weiten Landschaften, in die Natur. Ein Weg sie zu erkunden, ist das Wandern. Bei einem solchen Ausbruch aus dem schnelllebigen Alltag öffnen sich die Augen für kleine Entdeckungen und große Eindrücke sowie sich die Gedanken tiefsinnigen Fragen hingeben oder einfach im Wind verfliegen. Die Natur ist unvorhersehbar, nie kann man wissen, was sich hinter dem nächsten Berg, auf der anderen Seite des Flusses oder in dem tiefsten Wald verbirgt.

Das weite Gebiet des Dörnbergs im Norden Hessens überrascht den Wandernden durch vielfältige Landschaftsbilder. Eine Schutzhütte auf dem Dörnberg soll Unterschlupf bieten und sich zugleich in die Landschaft einfügen. Durch eine intensive, auch künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur sollen verschiedenartige Schutzhütten mit individuellen Raumprogrammen entstehen. Der ganz persönliche atmosphärische Eindruck des Ortes soll verinnerlicht und in einen Entwurf übersetzt werden.

 

 

pavillon rebellion - Das neue Selbstverständnis des deutschen Pavillons in Venedig Projekt BA

Bachelorprojekt

Prof. Claus Anderhalten
M.Sc. Richard Pfeiffer
M.Sc. Katharina König

 

Die Grundlage dafür stellen die Länderpavillons dar, in denen in der Vergangenheit die unterschiedlichsten Installationen und Raumtransformationen stattgefunden haben.
Der deutsche Pavillon wurde bereits 1909 erbaut und 1938 von den Nationalsozialist*Innen im neoklassizistischen Stil umgestaltet. Bis heute hat das Gebäude, bis auf wenige Eingriffe, immer noch dieselbe Anmutung.
Die Fragestellung dieses Projektes ist: Welchen Wert hat der Bestand und ist er Zeugnis einer Zeit, an die man auch im Rahmen einer Biennale erinnern sollte, oder muss sich ein Gebäude mit der Zeit entwickeln und die Vergangenheit abstreifen? Dient dieses Gebäude als bloße Hülle für das, was darin ausgestellt wird, oder sollte es selbst zum Ausstellungsstück werden? Aufgabe des Projektes ist es, dem deutschen Pavillon durch räumliche Umgestaltung zu einer neuen zeitgemäßen Identität zu verhelfen. Dieses Ziel kann sowohl durch Eingriffe in die bestehende Struktur als auch durch eine Neuinterpretation erreicht werden. Der finale Entwurf soll eure Haltung zur Fragestellung des Projekts beantworten.
Im Rahmen unserer Exkursion werden wir uns vor Ort einen Eindruck von der Biennale und insbesondere von den unterschiedlichen Länderpavillons verschaffen.

Auf der Biennale di Venezia treffen alle zwei Jahre die bedeutendsten Akteur*Innen des aktuellen Architekturgeschehens aufeinander und präsentieren unter einem vorgegebenen Thema durch eine räumliche Idee ihre Haltung dazu.

bridge2future - Das neue Wissensquartier am Hallenschen Tor / AIV-Schinkel-Wettbewerb 2019

Masterprojekt
Prof. Claus Anderhalten
M.Sc. Richard Pfeiffer
M.Sc. Katharina König
In Berlin-Kreuzberg liegt vor dem Halleschen Tor die Tempelhofer Vorstadt. Noch heute markiert der Landwehrkanal die südliche Grenze der barocken Stadterweiterung mit dem bekannten perspektivischen Fluchtpunkt, dem Rondell, später der Belle-Alliance-Platz, heute der Mehringplatz. Die alte Hallesche Brücke nutzt die BVG als Busbahnhof, eine praktische – stadträumlich jedoch fragwürdige – Nutzung.
Gegenüber dem Halleschen Tor liegt die Amerika-Gedenkbibliothek (AGB), die zur Zentral- und Landesbibliothek erweitert werden soll. Durch ihre notwendige Baumasse, eine prägnante Architektur und die zu erwartenden Besucherströme wird sie das Quartier prägen.

Für den Teilbereich Architektur des Wettbewerbs ist die Aufgabe die Organisation und Einbindung der Berliner Zentralbibliothek (ZLB) auf den Flächen südlich des Landwehrkanals unter Berücksichtigung des geschützten Denkmals der Amerika-Gedenkbibliothek. Die Teilnehmer*Innen sind aufgefordert, die städtebauliche Geste der AGB aufzunehmen und unter dem Primat der gebotenen Stadtverdichtung fortzuschreiben.
Die ZLB steht als größte öffentliche Bibliothek Deutschlands für barrierefreien Zugang zu Bildung und Wissen, genauso wie für die Möglichkeiten selbstbestimmten Lesens und Lernens, ein Ort, an dem Wissen geteilt wird.
Bei der Aufgabenstellung des Schinkel-Wettbewerbs sind Anregungen und Lösungen gewünscht für die Informations- und Kommunikationsbedürfnisse einer mobilen, multiethnisch geprägten Stadtgesellschaft, die sich zur Speicherung und Nutzung des geschriebenen Wortes immer umfangreicher der digitalen Medien bedient. Im Neubau will die ZLB als Forum der Stadtgesellschaft fungieren und ein Ort für gelebte Demokratie und Austausch der Bürger*Innen untereinander sein, gestützt und befördert durch die Informationen aus der Bibliothek.

TRANSFORMATION Meister-Areal Nürnberg - Vom Handelsstandort zum Stadtquartier Projekt

Masterprojekt für Architektur und Städtebau
Prof. Claus Anderhalten
G.-Prof. Verena Brehm
Namensgebend für das ca. 100.000 m2 große Areal an der Virnsberger Straße in Nürnberg im Westen von Nürnberg ist die 1959 gegründete Meister Verbrauchermarkt GmbH, die bis 1987 insgesamt 22 Märkte in Bayern eröffnete und später unter dem Dach der Metro AG aufging. Heute bilden an dem Standort das SB- Warenhaus Real und der Media Markt ein etabliertes Fachmarktzentrum. Die Nutzfläche der Bestandsgebäude beläuft sich auf rund 24.000 m2. Die heutige Gebäudesubstanz, ihre Anordnung auf dem Grundstück und die Freiflächen können als nicht erhaltenswert angesehen werden, es besteht vom Eigentümer Interesse, das 10 ha große Areal neu zu strukturieren und zu gestalten.
In Kooperation mit Unternehmen, Städten oder anderen Organisationen lädt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft jedes Jahr Studierende mehrerer Hochschulen ein, an modellhaften Planungsaufgaben teilzunehmen und im Wettbewerb die besten Ergebnisse zu ermitteln.