Master

bridge2future – Das neue Wissensquartier am Hallenschen Tor / AIV-Schinkel-Wettbewerb 2019

Masterprojekt
Prof. Claus Anderhalten
M.Sc. Richard Pfeiffer
M.Sc. Katharina König
In Berlin-Kreuzberg liegt vor dem Halleschen Tor die Tempelhofer Vorstadt. Noch heute markiert der Landwehrkanal die südliche Grenze der barocken Stadterweiterung mit dem bekannten perspektivischen Fluchtpunkt, dem Rondell, später der Belle-Alliance-Platz, heute der Mehringplatz. Die alte Hallesche Brücke nutzt die BVG als Busbahnhof, eine praktische – stadträumlich jedoch fragwürdige – Nutzung.
Gegenüber dem Halleschen Tor liegt die Amerika-Gedenkbibliothek (AGB), die zur Zentral- und Landesbibliothek erweitert werden soll. Durch ihre notwendige Baumasse, eine prägnante Architektur und die zu erwartenden Besucherströme wird sie das Quartier prägen.

Für den Teilbereich Architektur des Wettbewerbs ist die Aufgabe die Organisation und Einbindung der Berliner Zentralbibliothek (ZLB) auf den Flächen südlich des Landwehrkanals unter Berücksichtigung des geschützten Denkmals der Amerika-Gedenkbibliothek. Die Teilnehmer*Innen sind aufgefordert, die städtebauliche Geste der AGB aufzunehmen und unter dem Primat der gebotenen Stadtverdichtung fortzuschreiben.
Die ZLB steht als größte öffentliche Bibliothek Deutschlands für barrierefreien Zugang zu Bildung und Wissen, genauso wie für die Möglichkeiten selbstbestimmten Lesens und Lernens, ein Ort, an dem Wissen geteilt wird.
Bei der Aufgabenstellung des Schinkel-Wettbewerbs sind Anregungen und Lösungen gewünscht für die Informations- und Kommunikationsbedürfnisse einer mobilen, multiethnisch geprägten Stadtgesellschaft, die sich zur Speicherung und Nutzung des geschriebenen Wortes immer umfangreicher der digitalen Medien bedient. Im Neubau will die ZLB als Forum der Stadtgesellschaft fungieren und ein Ort für gelebte Demokratie und Austausch der Bürger*Innen untereinander sein, gestützt und befördert durch die Informationen aus der Bibliothek.

TRANSFORMATION Meister-Areal Nürnberg – Vom Handelsstandort zum Stadtquartier

Masterprojekt für Architektur und Städtebau
Prof. Claus Anderhalten
G.-Prof. Verena Brehm
Namensgebend für das ca. 100.000 m2 große Areal an der Virnsberger Straße in Nürnberg im Westen von Nürnberg ist die 1959 gegründete Meister Verbrauchermarkt GmbH, die bis 1987 insgesamt 22 Märkte in Bayern eröffnete und später unter dem Dach der Metro AG aufging. Heute bilden an dem Standort das SB- Warenhaus Real und der Media Markt ein etabliertes Fachmarktzentrum. Die Nutzfläche der Bestandsgebäude beläuft sich auf rund 24.000 m2. Die heutige Gebäudesubstanz, ihre Anordnung auf dem Grundstück und die Freiflächen können als nicht erhaltenswert angesehen werden, es besteht vom Eigentümer Interesse, das 10 ha große Areal neu zu strukturieren und zu gestalten.
In Kooperation mit Unternehmen, Städten oder anderen Organisationen lädt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft jedes Jahr Studierende mehrerer Hochschulen ein, an modellhaften Planungsaufgaben teilzunehmen und im Wettbewerb die besten Ergebnisse zu ermitteln.