Lehre

Architektur Museum München
Projekt BA | MA

Projektinhalt im Frühling und Sommer 2018 ist der Xella Studentenwettbewerb. Die diesjährige Aufgabenstellung ist Anlass zur Auseinandersetzung mit Stadt, Raum und Architektur Münchens. Wir erwarten zeitgenössische Architekturdenkweisen und alternative Architekturdarstellungen; nicht eine exakte Erfüllung des Programms sondern die Formulierung einer architektonische Idee. Die Bearbeitung des Wettbewerbes erfolgt in Gruppenarbeit und ist nur für Bachelorstudierendehöherer Fachsemester (letztes BA Projekt) und Masterstudierende geeignet.



Prof. Dipl. Ing. Wolfgang Schulze


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experimenta urbana 2018
Projekt BA | MA

Die Revitalisierung des ländlichen Raums in China im Vergleich zu Deutschland

Intention
Ziel des Semesterentwurfs ist es, ein Verständnis von Leben und Arbeiten im ländlichen Raum Chinas zu gewinnen, um Rückschlüsse auf Deutschland ziehen zu können. Hierzu sind Master- und Bachelorstudenten der Bereiche Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung eingeladen Entwürfe für die überalterte Insel Beiji, nahe Wenzhou im Ostchinesischen Meer, zu erarbeiten. Unter dem Titel „Raral Moves“ schreibt Xu Tiantian vom Büro DnA_Design and Architecture zu dem Thema: „Dynamische Urbanisierungsprozesse prägen weite Teile der Welt, besonders in China. Die junge Bevölkerung wandert in die Städte, wohingegen viele ältere Menschen und Kinder in den ländlichen Gegenden zurückbleiben. Während im deutschen Hinterland Bahnstrecken stillgelegt werden und die digitale Infrastruktur mangelhaft ist, begegnet man der Landflucht in China mit neuen Schnellzugtrassen und der Breitbandversorgung bis ins hinterste Bergdorf. Aber auch Architektur im kleinen Maßstab schafft positive Zukunftsperspektiven für die kulturelle, soziale sowie ökonomische Entwicklung.“ (Aedes Architecture Forum, Berlin, 2018)

Hintergrund
Noch nie war die Grenze zwischen Arbeit und Leben so fließend wie heute. Mehr Menschen als je zuvor arbeiten von Zuhause aus, weshalb ein neuer Nomadismus entsteht. Der räumliche und finanzielle Druck der Ballungszentren haben einen kosmopolitisch ländlichen Bewohner hervorgebracht. Das Wohnen in der Natur entfernt von der Stadt ist keine symbolische Geste der Flucht, sondern das produktive Arbeiten in der Natur. Der daraus resultierende Raumtyp ist wegen der Zusammenfügung bedeutsam, da unsere Beziehung zu Arbeit, Familie und Natur durch Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung neu gedacht werden muss. Die Art und Weise der Vereinbarung ist das Thema dieses Projekts und wird die politischen und sozialen Werte der Gesellschaft in Zukunft stark beeinflussen.

Aufgabenstellung
Vom derzeitigen Wohnungsnotstand in den Ballungszentren Chinas sind die ländlichen Gebiete nicht betroffen. Raum, ein Haus und Land zu erwerben, der nach persönlichen Vorstellungen gestaltet werden kann, ist bezahlbar. Das sind die Potentiale und Stärken, die diese Regionen in sich bergen. Ist es nicht möglich an einem so schönen Ort wie Beiji Isalnd zu leben und zu arbeiten in einer globalisierten und urbanisierten Welt? Wie unterschiedlich können die Häuser sein? Möchte die Architektur sich verstecken? Einhüllen? Zeigen? Eingraben? Bäume erklimmen? Ausschau halten oder sogar in das Meer übergehen? Wie gestalten sich die Zwischenräume und landschaftlichen Bezüge und räumlichen Vernetzungen? Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, ist die Aufgabenstellung dieses Entwurfstudios. Wir freuen uns auf spannende Ergebnisse.

Prof. Dipl. Ing. Wolfgang Schulze

Dipl. Ing. Oliver Berger

Dipl. Arch. M. Sc. Christoph Hesse


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Museumserweiterung Neue Galerie in Kassel
Projekt MA

Das Projekt beschäftigt sich mit der Erweiterung der neuen Galerie in Kassel am Rosenhang. Das im 19. Jahrhundert entstandene Haus ist in den letzten Jahren umfassend saniert und umgebautworden von Per Pedersen, Staab Architekten in Berlin. Schwerpunkt der Sammlungen ist die Kunst der letzten 200 Jahre. Wichtiger Bestandteil sind u.a. die Beiträge vom mehrfachen documenta Teilnehmer Joseph Beuys (Das Rudel). Er war es auch der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eine von Studenten im K10 gebaute Empore in einer 1:1-Küchen-Tisch-Form zum Kunstwerk deklarierte und diesen Tisch auch noch signiert hat. Eingefädelt hatte das Ganze damals der weitsinnige Lucius Burckhardt. Der Tisch steht heute noch und er ist neben anderen Beuys Räumen in der Erweiterung des Museum vorzusehen. Die Auseinandersetzungen im Projekt drehen sich um den Raum und die Architektur an diesem Ort in Kassel. Die Enge am Rosenhang fordert hier alternative Denkweisen und daraus vielleicht auch ungewöhnliche städtebauliche Lösungen. Die Bearbeitung des Projektes erfolgt in Gruppenarbeit und ist nur für Masterstudierende im ersten Fachsemester geeignet.

Prof. Dipl. Ing. Wolfgang Schulze



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weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis