Forschung

Die Forschungsaktivitäten des Fachgebiets sind durch die im Fachbereichskontext notwendige thematische Breite und Vernetzung mit anderen Disziplinen gekennzeichnet. Schwerpunkte bilden Projekte, die der angewandten und translationalen1 Forschung zuzuordnen sind. Die Extreme bilden dabei einerseits Projekte grundlagenorientierter Forschung, deren Fragestellungen sich aus der Praxis herleiten und andererseits Projekte, die der Politikberatung dienen. Wissenschaftliche bzw. Praxis Partner sind im Wesentlichen in den Disziplinen Landwirtschaft, Forstwissenschaft und Naturschutz angesiedelt.

Die Forschungsschwerpunkte sind in den vier Themenfeldern angesiedelt und beziehen sich vornehmlich auf mitteleuropäische Kulturlandschaften, aber auch auf durch Menschen weitgehend unbeeinflusste terrestrische Ökosysteme:

1. Landschafts- und Vegetationsdynamik

Forschungen zur Landschafts-/Vegetationsdynamik liefern grundlegende Beiträge zur Dynamik, zur Stabilität und zur Dauerhaftigkeit (Konstanz) von Ökosystemen und Landschaften, die sich angesichts von Klimaveränderungen, flächenhaften Immissionen und Landnutzungsänderungen beschleunigt vollziehen. 

2. Landnutzung und Landschaftsmanagement

Ziel der Landnutzungsforschung am Fachgebiet ist, den ökologischen Beitrag zur Optimierung landschaftlicher Teilfunktionen zu liefern. Im Fokus stehen Aspekte der Biodiversität auf verschiedenen räumlichen und funktionalen Ebenen. Dabei sind enge Verknüpfungen mit den ökonomischen, politischen und soziokulturellen Aspekten einer nachhaltigen Landnutzung gegeben.

3. Landschaftsplanung, Kompensation und Renaturierung

Die Renaturierungsökologie erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen für die Wiederherstellung von Landschaften und Ökosystemen, die durch intensive Landnutzung degradiert wurden und liefert damit den naturwissenschaftlichen Begründungshintergrund für die landschaftsplanerische Praxis, z.B. bei der Eingriffs-, Ausgleichsregelung.

4. Biotopverbund und Wiedervernetzung

Im Forschungsschwerpunkt Biotopverbund und Wiedervernetzung werden insbesondere GIS-basierte Methoden entwickelt und angewendet, um fachliche Aussagen zum Lebensraumverbund speziell für die überörtlichen, strategischen Planungsebenen ableiten zu können.

____________
1Translationale Forschung, weiterführende, gezielte Grundlagenforschung an der Schnittstelle zur angewandten Forschung, die auf selbst gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut und auf konkrete Anwendungsziele oder/und einen zu entwickelnden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder kulturellen Nutzen ausgerichtet ist.