Wildnis-Tagung

Wildnis in Mitteleuropa – wissenschaftliche Fakten, Argumente und Perspektiven

Wissenschaftliche Tagung an der Universität Kassel
12.03 - 14.03.2018

Das Programm finden Sie hier
Das Anmeldeformular für die Tagung sowie Informationen zu den Beitragskosten können Sie hier herunterladen. Der Anmeldeschluss ist am 02.03.2018.
Informationen zu Anreise und Unterkünften finden Sie hier

Warum Wildnis?
Der Wildnisansatz erweitert den klassischen Naturschutzansatz: Gegenüber der gezielten Landschaftspflege auf (häufig) kleinen Flächen vertraut Wildnisdynamik auf natürliche Sukzessions- und Störungsprozesse und ist ergebnisoffen. Der Gedanke ist nicht neu: Auch in Mitteleuropa wird er seit Jahrzehnten bereits durch die Ausweisung von Nationalparken umgesetzt.
Seit einigen Jahren allerdings hat sich das Wildniskonzept  über die Nationalparkidee hinaus weiterentwickelt und fand europaweit Eingang in neue naturschutzpolitische Strategien, wie zum Beispiel die deutsche Strategie zur biologischen Vielfalt von 2007. Dadurch ergaben sich zahlreiche neue Impulse für die Forschung.
Nachdem nun viele Forschungsergebnisse zu unterschiedlichsten ökologischen Aspekten von Wildnis in Mitteleuropa vorliegen, ist es an der Zeit für eine Bestandsaufnahme der wissenschaftlichen Grundlagen für Wildnis: Welche wissenschaftlichen Begründungen für Wildnis in Deutschland gibt es? Welche Naturschutzziele unterstützt Wildnis? Welche Argumente lassen sich wissenschaftlich untermauern, welche Fakten liegen vor?
Diesen Fragestellungen soll eine dreitägige, vom Fachgebiet Landschafts- und Vegetationsökologie der Universität Kassel durchgeführte Wildnis-Tagung nachgehen. Hierzu möchten wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einladen, Forschungsergebnisse zum Thema vorzustellen und zu diskutieren.

Rahmenthemen sind:

  • Wildnisarten: Welche Arten brauchen Wildnis, und warum? Lassen sich Anspruchstypen definieren?
  • Offenland in Wildnisgebieten: Welchen Stellenwert haben  Offenland-Ökosysteme in Wildnisgebieten? Welche Rolle spielen dabei natürliche Störungen, Megaherbivore und dynamische Sukzessionsprozesse? 
  • Anforderungen an Wildnisgebiete: Welche Habitatanforderungen lassen sich für Wildnisgebiete ableiten und welche Potenziale gibt es in Deutschland?

Wir möchten Sie herzlich einladen, im März mit uns im Gießhaus in Kassel das Thema „Wildnis in Mitteleuropa“ näher zu erörtern. Geplant ist eine dreitägige Tagung inklusive einer Exkursion in den Nationalpark Kellerwald-Edersee im nahegelegenen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Teile des Kellerwaldes sind seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbestätte, die durch seine ausgedehnten „wilden“ bodensauren Hainsimsen-Buchenwälder auszeichnet sind. Dort können die Inhalte der Tagung vor dem Hintergrund der konkreten Umsetzungsprobleme von „Wildnis in Mitteleuropa“ gemeinsam mit den Vertretern der Nationalpark-Verwaltung vertieft diskutiert werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Informationen für Referenten

Im Seminarraum stehen Magnetwände für Poster sowie eine Leinwand und ein Rednerpult zur Verfügung, ebenso ein Laptop und Beamer, um Vorträge zu zeigen. Bei Bedarf können Funkmikrophone genutzt werden.

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