Forschung

Die Forschung des Fachgebietes ordnet sich überwiegend in den Forschungs-Schwerpunkt "Design" ein. Zwischen Forschung und Lehre als auch Forschung und Praxis werden enge Verknüpfungen gesucht. Die Beschäftigung mit Künstlichen Landschaften stellt den momentanen Fokus des Forschungsinteresses dar.

ENERGY LANDSCAPES
Erneuerbare Energien und deren räumliche Auswirkungen prägen zunehmend unsere (Stadt-) Landschaften, dabei unterliegt die Standortwahl und ihre Gestaltung bislang in erster Linie technischen Notwendigkeiten. Mit der Zunahme von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien, deren Stromproduktion nicht dem unvorhersehbaren Zyklus des Energiebedarfs entspricht, wird zwangsläufig der Bedarf an technischen Anlagen zur lokalen Speicherung dieser Energien steigen. Die derzeit effektivste Form der Stromspeicherung stellen Pumpspeicherwerke dar, die jedoch auf entsprechend reliefstarke Landschaften angewiesen sind. Unterflur-Pumpspeicherwerke, die sich stattdessen das topografische Potential ehemaliger Bergbaustollen zu Nutze machen, sind hierzu eine intelligente, innovative Weiterentwicklung und würden in der Bundesrepublik über 100 neue Standorte ermöglichen.
In der neuartigen Technik der Unterflur-Pumpspeicherwerke wird ein hohes Potenzial gesehen, Bergbaustandorte gerade auch in Ballungsräumen in eine sinnvolle Folgenutzung zu überführen und gleichzeitig neue, hochwertige Stadt-Landschaften zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe „Energy Landscapes“ des FG Landschaftsarchitektur/ Entwurf forscht derzeit zu Fragen und Lösungsansätzen hinsichtlich der stadt- und landschaftsräumlichen Einbindung, möglicher landschaftsarchitektonischer Ausprägungen, ihrer Nutzung als Freiraum und letztlich auch der Akzeptanz dieser Anlagen. Im Sinne einer disziplinübergreifenden Planung werden dabei landschaftsarchitektonische Lösungsstrategien und Konzepte für Unterflur-Pumpspeicherwerke als exemplarisch für einen zukunftsfähigen, gesellschaftlich verantwortlichen Umgang mit technischer Infrastruktur verstanden.

Einen Überblick über die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppe finden Sie unter synergielandschaft.de