Ad­ap­ti­ve mo­du­lar in­ter­lo­cking con­nec­tion

Während digitale Werkzeuge weit verbreitet sind, um Architekt*innen, Ingenieur*innen und Konstrukteur*innen in fast allen Aspekten des Entwurfsprozesses und der Fertigung zu unterstützen, bleibt ihre Rolle bei der Planung und Montage von Gebäuden ein unerforschtes Gebiet. Dieses Seminar zielt darauf ab, die Lücke zwischen Entwurf und Montage zu schließen, indem eine Berechnungsgrundlage für den Entwurf und die Planung von Montageabläufen entwickelt wird. Ein historischer Präzedenzfall ist der USAF Aircraft Hangar, in dem Konrad Wachsmann das Form-Fit-Prinzip im Verbindungssystem einsetzte [Wachsmann,1998].
 
Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf dem Fügungsprinzip der konstruktiven Verbindung und zielt darauf ab, die Grundlagen für einen rechnerischen Ansatz für das Montagedesign (Design for Assembly = DfA) zu legen. Innerhalb des Entwurfsprozesses für ineinandergreifende Strukturen nimmt die Verbindungslogik zusammen mit anderen traditionellen eingebetteten Daten eine zentrale Rolle ein [Baber,2020]. Die Studierenden werden adaptive modulare Strukturen unter Verwendung eines Baukastenansatzes [Rossi, 2018] entwickeln und dabei verschiedene Strukturkonfigurationen [Brutting,2019] sowie Designelemente erstellen. Die Studierenden werden DfA-Prinzipien in anderen Disziplinen, wie Maschinenbau und Produktdesign erforschen und deren methodischen Ansatz auf den Maßstab der Architektur übertragen. Die erwarteten Ergebnisse dieser Arbeit sind eine Reihe von modularen Strukturen mit algorithmisch generierten Modellen für Verbindungsdetails innerhalb der festgelegten Grenzen.

Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Julian Lienhard, Prof. Dipl. Arch. M.Sc. Philipp Eversmann, M.Sc. Seyed Mobin Moussavi, M.A. Andrea Rossi
Teilnehmende Studierende: Aridona Kuliqi, Christin Schäfer, Inka Käckel, Leon Frohnert, Lilien Kilani, Lisa Strewe, Longbiao Shi, Marvin Werner, Max Christoph Isert, Philipp Erdmann, Wenyu Jia, Eric Schmidt