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04.05.2022

Pro­mo­ti­on zum Dr.-Ing. ab­ge­schlos­sen

Unsere Kollegin Maren van der Meer hat ihre Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung erfolgreich mit einer Promotion zum Dr.-Ing. abgeschlossen.

Ihre Dissertationsschrift „Mapping Suburbia - Entwicklung eines kartografischen Tools zur Analyse suburbaner Strukturen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden“ wurde von zwei Gutachtern mit „sehr gut“ bewertet, und im April 2022 erfolgte die Disputation, bei der vier ProfessorInnen ebenfalls die Note „sehr gut“ erteilten. Wir gratulieren Frau van der Meer herzlich und wünschen ihr für ihre zukünftige Tätigkeit bei der Firma PricewaterhouseCoopers alles Gute!

Prof. Dr.-Ing. Frank Roost und Dr.-Ing. Maren van der Meer

Im Mittelpunkt der Dissertation steht die Entwicklung neuer kartografischer Methoden zur Analyse von suburbanen Siedlungsstrukturen in den Städten Münster, Gent und Eindhoven. Dabei werden von Maren van der Meer zunächst die regionalen Siedlungsstrukturen der Städte in den drei Nachbarländern verglichen. Darauf aufbauend werden dann die Potentiale, die in diesem Zusammenhang neuartige kartografische Auswertungen für die Untersuchung von Siedlungsstrukturen bieten, systematisch untersucht und angewendet.

Schema der Entwicklung des kartografischen Tools in vier Stufen, S. 122 "Mapping Suburbia"

Auf der Basis von GIS-Daten entwickelt Maren van der Meer eine Analysemethode, die mit einer topologischen Verzerrung der Karten arbeitet und auf die spezifischen Verhältnisse des suburbanen Raums zugeschnitten ist. Auf diese Weise können schließlich Wegebeziehungen analysiert, räumliche Aktivitätsknoten identifiziert und damit spezifische suburbane Nutzungsmuster aufgezeigt werden.

 

Teilräume der Stadtregion Eindhoven, S. 373 "Mapping Suburbia"

Damit kann die Arbeit in doppelter Hinsicht als innovativ gelten. So wird deutlich, welche Potentiale topologisch verzerrte kartografische Darstellungen zur Auswertung raumbezogener Informationen in der Stadtplanung haben können. Und zugleich ermöglicht sie - in Anknüpfung an das von Thomas Sieverts entwickelte Konzept der „Zwischenstadt“ - ein besseres Verständnis der spezifischen Gegebenheiten der regionalen Siedlungsstrukturen in Europa und leistet damit einen fundierten fachlichen Beitrag für die planerische Weiterentwicklung suburbaner Räume.