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03.12.2021 | International

Leh­ren­de aus Ku­ba zu Gast in Kas­sel I Aus­tausch zu Kli­ma­resi­li­enz

Noch bis Mitte Dezember sind zehn Lehrende der Universität in Santa Clara, Kuba zu Gast am FB06 I ASL der Universität Kassel. Im Rahmen des von 2020 bis 2023 laufenden und vom DAAD geförderten Kooperationsprojektes nimmt ein interdisziplinäres Team aus Santa Clara zusammen mit Lehrenden aus Kassel den ersten Baustein der Kooperation in Angriff: Den Aufbau eines Curriculums für die klimaresiliente Stadterneuerung. Dieses soll in einem „Diplomado“ münden als Instrument zum Aufbau der Fachkompetenz im Umgang mit den Folgen des Klimawandels bei der nachhaltigen Erneuerung der – in der Mehrzahl – mittelgroßen Städte in Kuba.

v.l.n.r. Roberto Castro, Pedro Martínez, Dr. José Chávez, Cecilia Valdés, Dr. Anabel Hurtado, Dr. Ray Espinosa, Dr. Ginley Durán, Miguel Angel Fernández, Heinz-Jürgen Achterberg, Mark Weingart (beide foundation 5+ Landschaft)

Förderprojekt: Curricularentwicklung für klimaresiliente Stadterneuerung als gemeinsames Projekt der Universität Kassel und der Universidad Central de Las Villas, Santa Clara (Kuba), gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)

"Das Lehrpersonal der Fakultät für Bauwesen der Universidad Central de Las Villas (UCLV) soll fortgebildet und in die Lage versetzt werden, Fachleute für die anstehenden (insbes. klimaresilienzbezogenen) Planungsaufgaben auszubilden. Zugleich ist dies aber keine Einbahnstraße, denn auch die Fragen der Klimaresilienz gewinnen in Deutschland zwar zunehmend an Bedeutung, doch eine breite Ausbildung dazu gibt es auch nur in Ansätzen. Der Fachbereich 6 hat hierbei einige Expertise", erläutert Prof. Dr. Harald Kegler, Leiter der Kooperation und des Lehrgebiets Städtebau- und Planungsgeschichte am Fachgebiet Planungstheorie/Stadterneuerung der Universität Kassel. Unterstützt wird der Austausch von der langjährigen Partnerin in der Kooperation mit den kubanischen Partnern, Heike Vollmann.

Im laufenden Besuch in Kassel stehen Fragen der Resilienz-Theorie, der Bürgerbeteiligung, der Infrastrukturentwicklung, aber auch konkrete Projekte der Stadterneuerung sowie der Austausch mit Studierenden zu Lehrformaten im Vordergrund. So es die Coronabedingungen zulassen, soll im kommenden Jahr ein Gegenbesuch erfolgen, bei dem dann erste Bausteine des zu erarbeitenden Curriculums erprobt werden. Daran schließen sich dann die weiteren Arbeiten zu den drei Zielen des Hochschulkooperationsprojektes an, die bis Ende 2023 bearbeitet werden:

  1. Curriculumsentwicklung und Implementierung
  2. Entwicklung fachlicher Expertise an der Universität Kassel zu Fragen der klimaresilienten Stadtentwicklung in Kuba
  3. Etablierung von entwicklungsrelevanten fachlichen Netzwerken zwischen der UNIK, der UCLV und planungsrelevanten Institutionen und Verbänden

Coronabedingt konnte der Austausch seit dem Start des Projektes 2020 nicht stattfinden. Da ein persönlicher Austausch jedoch unverzichtbar ist, findet das Treffen nun mit pandemiebedingten Einschränkungen in Kassel statt.

 

Bild: Harald Kegler
Ausflug nach Erfurt