EnGeno

EnGeno – Transformationspotenziale von Energiegenossenschaften

Laufzeit: Mai 2013 – Dezember 2016

Projektkoordination: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Verbundpartner: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ, Eduard Pestel Institut

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Zusammenfassung: Die Erzeugung, Nutzung und Verteilung von Energie lag in Deutschland über lange Zeit in den Händen von Gebietsmonopolen und war demokratischen Beteiligungsprozessen weitestgehend entzogen. Dezentrale Energiegenossenschaften (EG), die seit der Neugestaltung der energiewirtschaftlichen Strukturen in weiter zunehmender Zahl entstehen, sind Ausdruck des starken Willens vieler Menschen, an diesem wichtigen Teil ihrer Lebensverhältnisse aktiv mitzuwirken. Sie bündeln vielfältige (ökonomische, soziale, politische) Beweggründe von Akteuren.

Übergeordnetes Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes EnGeno ist die Abschätzung und Beschreibung von EG-bezogenen Transformationspotenzialen im Energiesystem auf der Mikro- und Makroebene sowie die Erarbeitung und Verbreitung von Informations- und Beratungsangeboten.

Das Projekt analysiert die Entstehung (Motive, Gelegenheitsstrukturen und Barrieren), Stabilisierung (Management- und überorganisationale Ko-Evolutionsprozesse) sowie Diffusion genossenschaftlich organisierter Lösungen (Wirtschaftlichkeits-, Institutionalisierungs- und Vernetzungsbedingungen). Dazu sollen die Interessenlagen der individuellen und kollektiven Akteure für eine EG-Beteiligung ebenso in den Blick genommen werden wie die Managementprozesse in den Genossenschaften und die institutionellen Rahmenbedingungen im Energiesystem.

Zur konkreten Einschätzung der Gestaltungs- und Transformationspotenziale von EG unterscheidet EnGeno fünf inter- bzw. transdisziplinär ausgerichtete Teilziele:

  • Qualitative Abschätzung lokaler Innovationsimpulse durch EG zur Energiesicherheit,  -nutzung und die Förderung nichtfossiler Energieträger (Szenarioentwicklung)
  • Quantitative und qualitative Abschätzung der Beteiligungsbereitschaften an EG und der EG-beeinflussten Handlungsspielräume für ökologieverträgliche Lebensstile (nachhaltige Lebensqualität)
  • Aufzeigen von Erfolgsfaktoren, strategischen Orientierungen und beispielgebenden Unternehmens- und Geschäftsmodellen (EG als zukunftsfähige Unternehmensform)
  • Bestandsaufnahme und „Kartierung“ von EG in Deutschland („Landkarte EG“); Untersuchung der Bedingungen und Verläufe der Entstehung, Diffusion und Stabilisierung von EG
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für Kommunikation, Vernetzung und Rahmensetzung von EG (bspw. Rückkopplung der Ergebnisse mit zielgruppenspezifischen Kommunikations- und Beratungsangeboten).  


Kontakt

Lioba Kucharczak 

Tel. (0561) 804 - 7942 
l.kucharczak@uni-kassel.de

Beate Fischer 

Tel. (0561) 804 - 7941
b.fischer@uni-kassel.de