Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht, Schwerpunkt Umweltrecht: Fachgebiet

Seit 1. Februar 2009 trägt Silke Ruth Laskowski dazu bei, dem IWR eine stärkere umweltrechtliche Kontur zu verleihen und erweitert damit die Kompetenzen des IWR in den Bereichen der Lehre und der Forschung im umweltrechtlichen Bereich in einer symbiotischen Beziehung zu ihren Kolleginnen und Kollegen.

Die künftigen Forschungsschwerpunkte dieses Fachgebiets liegen innerhalb der Umweltforschung in den Bereichen Gewässerschutz und Wasserwirtschaft, Planungs- und Infrastrukturrecht sowie environmental Governance. Im Rahmen der Forschungsschwerpunkte werden weiterhin konstruktive Beiträge zur interdisziplinären Umweltforschung an der Universität Kassel erarbeitet und dadurch das Umweltprofil weiter geschärft.

Angesichts der zunehmenden Aktualität und Brisanz der Wasserthematik im Kontext der Klimafolgenforschung (Stichwort: „Schutz der Wasserressourcen und Zugangsgerechtigkeit“) ist gerade die Umweltforschung im Bereich Gewässerschutz und Wasserwirtschaft zu einem Kompetenzvorteil der Universität Kassel gegenüber anderen Hochschulen ohne entsprechende Ausrichtung geworden.

Ähnliches gilt für den anvisierten Schwerpunkt im Bereich Umweltgerechtes Planen und Bauen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und demographischer Veränderungen werden neue Konzepte angemessener Siedlungs- und Infrastrukturen erforderlich. Dies gilt in besonderem Maße für leitungsgebundene Infrastrukturen, die künftig flexible und innovative Modelle benötigen. Diese müssen gleichermaßen ökologisch wie sozioökonomisch effizient ausgestaltet sein. Der rechtliche Diskurs solcher Infrastrukturmodelle, insbesondere der dezentralen Abwasserentsorgung, hat gerade erst begonnen.

Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Environmental Governance / Public Governance. Eine problemorientierte, ganzheitliche Betrachtung der politischen Steuerung erfordert im Umweltbereich den Einbezug sog. „schwacher Interessen“ die gesellschaftspolitisch ohne Durchsetzungsmacht sind. Fragen des Schutzes knapper Umweltressourcen können nicht losgelöst von Fragen der Daseinsvorsorge, Partizipation und Verteilungsgerechtigkeit diskutiert werden.

Darüber hinaus ist das Fachgebiet Mitglied im Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung.