Studienstruktur

Grundstudium

Das Bachelor-Studium besteht zunächst aus einem dreisemestrigen Pflichtprogramm im Umfang von 15 Modulen mit insgesamt 90 Credits, in dem grundlegende Fach- und Schlüsselkompetenzen vermittelt werden (Grundlagenmodule). Im Einzelnen sind im Zuge dessen die folgenden Leistungen zu erbringen:

  • 3 Module in BWL im Umfang von insgesamt 12 SWS
    (BWL I, II und III mit je 6 cp)
  • 3 Module in VWL im Umfang von insgesamt 12 SWS
    (VWL I, II und III mit je 6 cp)
  • 2 Module in Recht über insgesamt 8 SWS
    (Recht I und II mit je 6 cp)
  • 2 Module in Rechnungswesen über insgesamt 8 SWS
    (Rewe I und II mit je 6 cp)
  • 2 Module in Wirtschaftsmathematik über insgesamt 8 SWS
    (Mathe I und II mit je 6 cp)
  • 2 Module in Statistik über insgesamt 8 SWS
    (Statistik I und II mit je 6 cp)
  • 1 Modul in Wirtschaftsinformatik über insgesamt 4 SWS
    (Informationswissenschaften I)

    Die  Lehrveranstaltungen der Grundlagenmodule finden in der Regel mit einer Präsenzzeit von 4 SWS (Semesterwochenstunden = die Stunden, die pro Woche in dem Fach über das laufende Semester angeboten werden) statt. Zusätzlich werden in den Grundlagenmodulen Tutorien im Umfang von 2 SWS (vereinzelt auch Intensivtutorien im Umfang von 4 SWS) als Unterstützung angeboten.

    Bewertung:

    Jede Note eines Grundlagenmoduls fließt mit dem gleichen Maß in die Gesamtnote der Grundlagenmodule ein. Die Gesamtnote der Grundlagenmodule fließt als arithmetisches Mittel mit 20% in die Abschlussnote ein.

Nach oben


Schwerpunktstudium

Die zweite Studienphase umfasst weitere vier Semester (4.-7. Semester) mit einem Workload von insgesamt 120 Credits. Das Schwerpunktstudium mit einem Anteil von 60 Credits an der zweiten Phase vermittelt ein breites Qualifikationsprofil in drei zu wählenden Fächerkategorien. Das Schwerpunktstudium wird durch ein Praxismodul im Umfang von 12 Credits ergänzt. Überdies sind in einem weiteren Wahlbereich 18 Credits zu erbringen, im Zuge dessen fächerübergreifende Schlüsselkompetenzen erworben werden sollen als auch die Methoden- und Fachkenntnisse erweitert und individuell ergänzt werden können. Besonderes Gewicht wird demnach in der zweiten Studienphase der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen durch interdisziplinäre Module und die Vertiefung der Methodenkompetenz beigemessen.

Im Schwerpunktstudium müssen drei Studienschwerpunkte gewählt und über das weitere Studium beibehalten werden. Dabei sind zwei Hauptstudienschwerpunkte (jeweils im Umfang von 24 Credits) und ein Nebenstudienschwerpunkt (im Umfang von 12 Credits) zu belegen. In jedem der gewählten Hauptstudienschwerpunkte müssen zwei Pflichtmodule (im Umfang von jeweils 6 Credits) und ein Wahlpflichtmodul (im Umfang von 12 Credits) erfolgreich absolviert werden. Im gewählten Nebenstudienschwerpunkt ist ein Wahlpflichtmodul im Umfang von 12 Credits zu absolvieren.

Die drei Studienschwerpunkte werden aus dem folgenden Angebot gewählt, wobei Studienschwerpunkt 5 verpflichtend als (ein) Haupt- oder als Nebenstudienschwerpunkt zu wählen ist:

  • SP 1. Finance, Accounting, Controlling and Taxation
    (Schwerpunktverantwortung Herr Prof. Klein)
  • SP 2. Management und Marketing
    (Schwerpunktverantwortung Herr Prof. Eberl)
  • SP 3. Wirtschaftsinformatik, Supply Chain- und Innovationsmanagement
    (Schwerpunktverantwortung Herr Prof. Leimeister)
  • SP 4. Umwelt und Nachhaltigkeit
    (Schwerpunktverantwortung Nachfolge Herr Prof. Beckenbach)
  • SP 5. Economic Behaviour and Governance 
    (Schwerpunktverantwortung Herr Prof. Bischoff)

Schwerpunktleistungen:

a) Prüfungsleistungen

  • 2 Pflichtmodule im ersten gewählten Hauptstudienschwerpunkt
    (insgesamt 2 x 4 SWS = 2 x 6 Credits)
  • 2 Pflichtmodule im zweiten gewählten Hauptstudienschwerpunkt
    (insgesamt 2 x 4 SWS = 2 x 6 Credits)
  • 1 Wahlpflichtmodul im ersten gewählten Hauptstudienschwerpunkt
    (insgesamt 8 SWS = 12 Credits)
  • 1 Wahlpflichtmodul im zweiten gewählten Hauptstudienschwerpunkt
    (insgesamt 8 SWS = 12 Credits)
  • 1 Wahlpflichtmodul im gewählten Nebenstudienschwerpunkt 
    (insgesamt 8 SWS = 12 Credits)
  • 1 Modul Methoden 
    (insgesamt 4 SWS = 6 Credits)
  • 1 Modul Wirtschaftsethik 
    (insgesamt 4 SWS = 6 Credits)
  • 1 Modul Wirtschaftspsychologie
    (insgesamt 4 SWS = 6 Credits)

b) Studienleistungen (d.h. Leistungen, die nicht in die Abschlussnote eingehen)

  • 1 Wahlmodul insbesondere zur Erlangung fächerübergreifender Kompetenzen (insgesamt 12 SWS = 18 Credits, wobei mindestens 6 Credits in fächerübergreifenden Schlüsselkompetenzen zu erbringen sind)

Bewertung:

Zur Berechnung der Gesamtnote der Aufbaumodule wird ein arithmetisches Mittel der Prüfungsleistungen gebildet, wobei die Note jeder einzelnen Prüfungsleistung mit den für diese Leistung vergebenen Credits gewichtet wird. Die Gesamtnote der Aufbaumodule fließt als arithmetisches Mittel mit 60% in die Abschlussnote ein.

Nach oben


Studienaufbau

Tabellarische Darstellung des Studienaufbaus

Praxismodul

Das Praxismodul umfasst fachbezogene Praktika im Umfang von insgesamt 360 Stunden Vollzeitbeschäftigung und einem Praxisbericht. Die Praktika können in bis zu 2 Teilen in verschiedenen Organisationen erbracht werden. Jeder der beiden Teile muss jedoch mindestens einen Monat umfassen. Das Praxismodul umfasst 12 Credits.

Fachbezogene Praktika oder abgeschlossene Lehren (Berufsausbildungen) können auf Antrag mit bis zu 180 Stunden anerkannt werden. Eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in herausgehobener oder leitender Position kann auf Antrag mit bis zu 360 Stunden anerkannt werden. Hierbei müsste der Praxisbericht noch angefertigt werden.

Der Praxisbericht wird von dem Betreuer überprüft und mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bewertet.

Bewertung:

Das Praxismodul fließt nicht in die Abschlussnote mit ein, ist aber Voraussetzung für den Erwerb des Bachelor-Abschlusses.

Nach oben


Bachelorarbeit und Kolloquium

  • Die Bachelorarbeit und das mündliches Kolloquium im Umfang von insgesamt 12 Credits bilden das Abschlussmodul.
  • Die Bachelorarbeit kann frühestens nach der Absolvierung aller 15 Grundlagenmodule und dem Nachweis von 150 Credits begonnen werden.
  • Das Thema wird frühestens im 5. Semester vergeben. Die Bearbeitungszeit beträgt 8 Wochen ab dem Tag der Mitteilung.
  • Die Abgabefrist kann maximal um 4 Wochen verlängert werden.
  • Die Arbeit muss in zwei gebundenen schriftlichen Exemplaren und einem elektronischen Exemplar beim Prüfungsausschuss abgegeben werden.
  • Die Arbeit kann nach Absprache in englischer oder einer anderen Sprache erbracht werden.
  • Die Bachelorarbeit im Rahmen eines Kolloquiums vorzustellen und zu verteidigen. Das Kolloquium soll spätestens 10 Wochen nach Abgabe erfolgen. Zugelassen wird der Kandidat, wenn die schriftliche Bachelorarbeit mit mindestens "ausreichend" bewertet wurde. Die Dauer des Kolloquiums beträgt 30 bis maximal 60 Minuten. Ein mit "nicht ausreichend" bewertetes Kolloquium kann nur einmal wiederholt werden. Das Abschlussmodul gilt als bestanden, wenn beide Teile mit mindestens "ausreichend" bewertet worden sind.

Bewertung:

Das Ergebnis der Bachelorarbeit fließt zu 75% und das Ergebnis des Kolloquiums zu 25% in die Note des Abschlussmoduls ein. Die Gesamtnote des Abschlussmoduls fließt mit 20% in die Abschlussnote ein.

Nach oben


Auslandsstudium

Der wachsenden Internationalisierung des Berufsfeldes von Ökonominnen und Ökonomen trägt der Studiengang Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel durch eine Vielzahl von Möglichkeiten Rechnung, Teile des Studiums im Ausland zu absolvieren. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften pflegt mehr als 40 Erasmus Kooperationen in 18 Ländern der Europäischen Union. Ein Semester oder ganzes Jahr im Ausland muss sorgfältig und längerfristig geplant werden. Es bestehen verschiedene Formen im Ausland zu studieren.

  1. Free Mover = Universität im Ausland nach Wahl unabhängig von der Beziehung mit der Universität Kassel.
    (Möglichkeiten von Kooperation, Finanzierung und Anerkennung der Leistungen können wegfallen)
  2. Partneruniversität im Ausland
    (je nach Beziehung mit der Universität Kassel werden Leistungen und Finanzierung ermöglicht, Beispiel wäre eine fachbereichsfremde Partneruniversität).
  3. Hochschulkooperationen im Ausland
    (durch das Partnerschaftsabkommen entfallen in der Regel die Studiengebühren, Beispiel ist das Austauschprogramm in den USA mit Wisconsin und Maryland).
  4. Erasmus-Sokrates Partneruniversität, garantiert ECTS Teilnahme und Aufhebung der Studiengebühren. Insbesondere im Rahmen des Erasmus-Sokrates-Programms bietet sich den Studierenden ein Auslandsaufenthalt mit entscheidenden Vorteilen an:

  • Studium an einer Partnerhochschule, keine Studiengebühren
  • ECTS Teilnehmer, European Credit Transfer System ermöglicht die Anrechnung von Leistungen im Ausland,
  • ein Semester oder zwei semesterlanger Aufenthalt,
  • bestehende Kooperationen bieten bereits vorhandene Erfahrungen und Möglichkeiten (z.B. Wohnungsmarkt),
  • hinzu besteht die Möglichkeit sich währen des Auslandssemester beurlauben zu lassen (der Auslandsaufenthalt hat keinen Nachteil für die Studienzeit, sprich Semesterzahl wird während der Beurlaubung angehalten)

Je nach Land und Sprache stehen verschiedene Fachbereichskoordinatoren (Erasmuskoordinatoren) als Ansprechpartner zur Verfügung:

  • Englischsprachig: Prof. Dr. Bischoff

Zahlreiche weitere Angebote werden unabhängig vom Fachbereich im International Office angeboten. Diese bietet als erste Anlaufstelle die Möglichkeit einen Überblick über verschiedene Länder, Universitäten und Programme zu erhalten (Mönchebergstrasse 19, international-office@uni-kassel.de).

Weitere Informationen zu den Kooperationen mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften erhalten Sie bei Erasmus-Koordinator Prof. Dr. Ivo Bischoff.

Nach oben