Qualifikationsziele

Der forschungs- und problemlösungsorientierte konsekutive Masterstudiengang Nachhaltiges Wirtschaften baut auf einem allgemeinen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudium bzw. einem technik- oder sozialwissenschaftlichen Bachelorstudium mit Nebenfach Wirtschaftswissenschaften auf. Die Grundidee des Masterstudiengangs ist es, sowohl in einschlägigen Bachelorstudiengängen vorgebildeten Ökonomen, Politik-, Rechts- und Sozialwissenschaftlern als auch Ingenieuren eine Master-Qualifikation zu vermitteln, die sie befähigt, in verschiedenen Berufsfeldern in Wirtschaft, Politik, NGOs, der Organisationsberatung und der Wissenschaft Ansatzpunkte und Handlungsoptionen für nachhaltiges Wirtschaften zu erkennen, einzubringen und anzuwenden.

Die Absolventen sollen gleichermaßen die (vor allem umweltbezogenen) technischen und naturwissenschaftlichen Probleme sowie die soziale Dimension von Nachhaltigkeit bearbeiten können und in die Lage versetzt werden, diese in verschiedenen sozialen Systemen (Unternehmen, Politik etc.) zu vertreten. Die Absolventen des Studiengangs sollen als Moderatoren einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung wirken und zu trans- und interdisziplinärem beruflichen und bürgerschaftlichen Handeln befähigt werden. Insofern ist die Vermittlung von wirtschaftswissenschaftlicher Orientierungs-, Lösungs- und Gestaltungskompetenz für nachhaltige Entwicklungspfade das zentrale Ausbildungsziel des Masterstudiengangs.

Dazu benötigen die Absolventen betriebs- und volkswirtschaftliches Wissen, fortgeschrittenes Methodenwissen und Kenntnisse über naturwissenschaftliche Umweltzusammenhänge, technische Lösungsansätze, politische Entscheidungsmechanismen, rechtliche Grundlagen und die psychologische Basis individuellen Handelns. Dabei ist explizit erwünscht, dass bei den Studierenden des Studiengangs unterschiedliche Basisqualifikationen aufeinander treffen und die Qualifikationsentwicklung in interdisziplinärem Diskurs stattfindet. Es sollen mithin Kenntnisse vermittelt werden zu den Problemfeldern in Theorie und Praxis der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft bei Berücksichtigung der dafür relevanten technischen, sozialen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die moderne Ökonomik – sowohl im Bereich der VWL als auch der BWL – ist heute international. Englisch ist die Sprache der relevanten wissenschaftlichen Diskussion wie auch der Wirtschaft in einer globalisierten Welt. Das Lehrangebot erfolgt überwiegend in deutscher Sprache sowie ergänzend in englischer Sprache. Für deutsche Studierende ist damit die Vertiefung der englischen Sprachkenntnisse im Masterstudium Nachhaltiges Wirtschaften über Lehrveranstaltungen sowie über das reichhaltige Angebot des Sprachenzentrums im Rahmen von Schlüsselqualifikationen möglich.


Berufsfelder

Mögliche Berufsfelder für Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs „Nachhaltiges Wirtschaften“ sind breit gefächert und finden sich sowohl in Unternehmen, die sich in wachsendem Umfang der Nachhaltigkeitsthematik annehmen (Corporate Sustainability, CSR), in der Beratung und Zertifizierung (Consulting, Politikberatung, Wirtschaftsprüfung) sowie in den Bereichen Politik, Verwaltung und Forschung. Konkrete Beispiele sind die folgenden:

  • (Groß)Unternehmen, Abt. Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement sowie Corporate Social Responsibility
  • Unternehmens- und Politikberatung
  • Prüf- und Zertifizierungsgesellschaften im Bereich der Prüfung und Zertifizierung einschlägiger Managementsystemen und Berichten
  • Nichtregierungsorganisationen wie Umweltverbände, Gewerkschaften und Entwicklungsorganisationen
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsreferate der politischen Parteien
  • Ministerien auf Länder- und Bundesebene
  • Nationale und internationale Institutionen
  • Wissenschaftliche Laufbahn an Fachhochschulen, Universitäten und freien Forschungsinstituten
  • Selbständige Berufstätigkeit als Berater