Frei­land­la­bor Dön­che

Die Experimentier-Werkstatt Biologie FLOX der Universität Kassel besitzt einen Außenposten, das Freilandlabor Dönche. Hier werden mit Schulklassen Module zum "Experimentieren im Freiland" bearbeitet oder Kurse zur Umweltanalyse (Gewässeranalyse und Bodenanalyse) für unterschiedliche Klassenstufen durchgeführt.

Im Freilandlabor Dönche finden regelmäßig im Sommersemester Seminare für Lehramtsstudierende statt, die hier kompetenzorientiertes Unterrichten im Freiland lernen. Pflegemaßnahmen zur Vorbereitung und Realisierung von Lehrveranstaltungen im Freilandlabor Dönche werden über QSL-Mittel finanziert.

Angestrebt wird, Schüler:innen den Bezug zwischen dem Erforschen und dem Schutz der Umwelt zu verdeutlichen sowie Lehramtsstudierenden Erfahrungs- und Lehrräume im Freiland zu bieten.

Kon­takt

Freilandlabor Dönche
Universität Kassel
FB 10, Didaktik der Biologie
Heinrich-Plett-Straße 40
34132 Kassel

Prof. Helge Martens
martens[at]uni-kassel[dot]de

Marit Kastaun
m.kastaun[at]uni-kassel[dot]de
 

Das Freilandlabor Dönche wurde 1981 eingerichtet. Ursprünglich war es von der Stadt Kassel an den Naturschutzring verpachtet und wurde von der Universität als außeruniversitärer und außerschulischer Lernort genutzt.

Das Freilandlabor liegt in einer ehemaligen Sandgrube mitten im Naturschutzgebiet Dönche. Es besteht aus drei Teichen, einer großen Holzhütte und diversen weiteren Biotopen mit einer interessanten Pflanzen- und Tierwelt. 1995 wurde das Naturschutzgebiet Dönche vergrößert und das Freilandlabor mit einbezogen. Die unterrichtliche Nutzung dieser Sandgrube bietet sich aufgrund der hohen Biodiversität und der windgeschützten Lage an.

Seit 2000 ist die Forstverwaltung des Landes Hessen der Eigentümer des Freilandlabors Dönche. Inzwischen ist es in die Obhut von Hessen-Forst übergegangen. Seit 2001 besteht zwischen Hessen-Forst und der Universität Kassel ein Gestattungsvertrag für die fachliche Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Freilandlabor Dönche.

Seit Oktober 2010 wird von der Abteilung Didaktik der Biologie der Universität Kassel eine Lehr-/Lernwerkstatt (Experimentier-Werkstatt Biologie) aufgebaut, in der Schulklassen nach den neuesten Richtlinien der von der Kultusministerkonferenz 2004 verabschiedeten Bildungsstandards zum Forschen angeregt und begleitet werden. In diesem Rahmen wird das Freilandlabor Dönche zum Freiland-Lernlabor für Nachhaltige Entwicklung ausgebaut. Hier werden Kompetenzen zum Experimentieren mit Kleinstlebewesen sowie Fertigkeiten in verschiedenen ökologischen Untersuchungsmethoden vermittelt.

Literatur

  • Hedewig, Roland. Projekt Freilandlabor Dönche. Arbeitspapiere. (1981-1999) 
  • Hedewig, Roland & Schaffrath, Ulrich (2008). Das Landschafts- und Naturschutzgebiet Dönche (4. Auflage). 
  • Hedewig, Roland & Schaffrath, Ulrich (2008). Freilandlabor Dönche. Eine Führung durch das Gelände (4. Auflage)
  • Siemon, Sandra (1990). Tiere und Pflanzen des Freilandlabors Dönche. 

Das Freilandlabor Dönche wurde 1981 eingerichtet und unterliegt seitdem jeglichen Natureinflüssen, die z. B. zur Verlandung der Teiche und zum Bewuchs des ganzen Gebietes führen.

In Kooperation mit FLOX (Claudia Wulff, Marit Kastaun & Monique Meier, Universität Kassel), dem Forstamt Wolfhagen (Jakob Gruber), der Oberen Naturschutzbehörde (Axel Krügener) und dem Naturkundemuseum Kassel (Roland Ruhnau) wird seit 2011 in mehreren Phasen eine großflächige Restaurierung des Freilandlabors durchgeführt. Ziel ist es u. a., den Bachzulauf in die Teiche zu erneuern und damit einhergehend die ursprünglichen Teiche wieder instand zu setzen, um somit das Labor für Aktionen mit Schulklassen und Studierenden der Universität Kassel wieder attraktiver zu machen.

Das FLOX-Team bedankt sich im besonderen Maße bei der Oberen Naturschutzbehörde, ohne deren finanzielle Unterstützung diese Maßnahmen nicht stattfinden können.

Sowohl auf Seiten der Schulen als auch bei der universitären Ausbildung gibt es einen hohen Bedarf und großes Interesse, naturwissenschaftliche Grundbildung auch im Freiland umzusetzen. So bietet es sich an, die Methodik des offenen Experimentierens und das Konzept von FLOX auf die Arbeit im Freilandlabor auszudehnen. Neben der Vermittlung und Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen spielt gerade bei der Freilandarbeit auch die Bildung für Nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle.

Die Experimentier-Werkstatt Biologie (FLOX) wurde im Juni 2011 offiziell eröffnet und empfängt seitdem regelmäßig Schülerinnen und Schüler in der Abteilung Didaktik der Biologie. Zudem finden im Sommer und Frühherbst Veranstaltungen im Freilandlabor Dönche statt.

Das Anliegen, naturwissenschaftliche, experimentelle Arbeiten im Freiland durchzuführen, ist bundesweit einzigartig und daher eine große Herausforderung für das FLOX-Team.

Freilandmodule / Angebote

  • Umweltanalyse (Boden, Gewässer)
  • Artaufnahme und Nahrungsbeziehungen (Fangen und Bestimmen)
  • Experimente mit Kleinstlebewesen (z. B. Asseln, Wasserflöhe, Rückenschwimmer)

Die Anmeldung zur Durchführung eines Freilandmoduls mit einer Schulklasse, einer Seminargruppe oder auch als Lehrerfortbildung erfolgt über FLOX. Bitte setzen Sie sich dafür per Mail mit uns in Verbindung.

Mit dem PKW

aus Richtung Göttingen:

  • A 7 in Richtung Kassel,
  • am Kreuz „Kassel-Mitte“ auf die A 49 in Richtung Marburg/KS-Zentrum,
  • bei Ausfahrt „5 Kassel-Auestadion“ in B 3 Richtung Kassel-Stadtmitte einfädeln,
  • links abbiegen auf „Frankfurter Str. / B 520“
  • dem Straßenverlauf folgen (ca. 1 km), bei „Leuschnerstraße“ rechts abbiegen,
  • dem Straßenverlauf folgen (ca. 2 km), bei „Heinrich-Schütz-Allee“ rechts abbiegen
  • nach ca. 2 km links abbiegen (Richtung Landesfeuerwehrschule)

aus Richtung Frankfurt

  • A 7 in Richtung Kassel,
  • bei Ausfahrt „80 Dreieck-Kassel-Süd“ auf die A 44 in Richtung Dortmund/Paderborn/Kreuz Kassel-West,
  • bei Ausfahrt „68 Kassel-Bad Wilhelmshöhe“ in Richtung Kassel / B 520 (links halten) fahren,
  • links abbiegen auf „Konrad-Adenauer-Straße / L3218“ (ca. 3 km) und rechts weiter auf „Druseltalstraße“
  • rechts in die „Heinrich-Schütz-Allee“ abbiegen
  • nach ca. 500 m rechts abbiegen (Richtung Landesfeuerwehrschule)

mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Ab Kassel Bahnhof Wilhelmshöhe mit dem Bus 24 (ca. alle 15 min) bis zur Haltestelle „Landesfeuerwehrschule“, von dort entgegen der Fahrtrichtung die Heinrich-Schütz-Allee laufen bis zur Zufahrt der Landesfeuerwehrschule.

Ab Kassel Rathaus fährt die Straßenbahn der Linie 5 bis zur Haltestelle „Leuschnerstraße“. Dort müssen sie in den Bus 24 um- und an der Haltestelle „Landesfeuerwehrschule“ aussteigen.

Weitere Informationen können Sie der Webseite der Kassler Verkehrs-Gesellschaft entnehmen sowie einen individuellen Anfahrtsplan erstellen.