1. Tatsache Evolution - Was Darwin nicht wissen konnte

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Ausgehend von populären Irrtümern zum Thema Evolution, soll dieses Video aus dem Arbeitskreis Evolutionsbiologie im VBiO anschaulich zum Thema hinführen und die folgenden Schwerpunkte behandeln:

  • Allgemeine Definitionen des Evolutionsbegriffs
  • Populationen als Einheiten der Evolution
  • Artbildung, das Aussterben und Stammbäume
  • die Zellen-Regel und der Evolutionsbeweis
  • Evolutionsbiologie als Theoriensystem und angewandte Naturwissenschaft
  • der doppelte Beleg zur Abstammung des Schimpansen und Menschen aus einer gemeinsamen afrikanischen Zwischenform.

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Der wörtlich verstandene, auf biologische Phänomene übertragene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus) breitete sich nach der Veröffentlichung von Charles Darwins Hauptwerk (On the Origin of Species, 1859) in Europa aus und ist noch heute in Deutschland und den USA, wo es keinen staatlichen Religionsunterricht gibt, weit verbreitet.

In den beiden Lehr-Videos Nr. 2 und 3 werden nach Darlegung einiger Grundbegriffe die folgenden Themen behandelt:

  • Versionen des biblischen Schöpfungsglaubens: Vom flache Erde-Kreationismus über den Amtskirchen-Kompromiss zum Konzept der Naturalistischen Evolution
  • Kreationistische Organisationen in Deutschland
  • Die Behauptungen der Kreationisten bzw. Intelligent Design-Vertreter und deren Widerlegung
  • Das Grundtypen-Dogma der Kreationisten R. Junker und S. Scherer (Studiengemeinschaft Wort und Wissen): Pseudowissenschaft unter dem Deckmantel der Biologie
  • Das Intelligent Design-Argument und dessen Widerlegung am Beispiel der Augen- und Flagellen-Evolution
  • Propaganda-Strategien der deutschen Kreationisten und der Missbrauch akademischer Institutionen
  • Bewertung des (Intelligent Design) Kreationismus aus der Perspektive der Evolutionsbiologie: Glauben heißt nicht wissen!

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Der wörtlich verstandene, auf biologische Phänomene übertragene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus) breitete sich nach der Veröffentlichung von Charles Darwins Hauptwerk (On the Origin of Species, 1859) in Europa aus und ist noch heute in Deutschland und den USA, wo es keinen staatlichen Religionsunterricht gibt, weit verbreitet.

In den beiden Lehr-Videos Nr. 2 und 3 werden nach Darlegung einiger Grundbegriffe die folgenden Themen behandelt:

  • Versionen des biblischen Schöpfungsglaubens: Vom flache Erde-Kreationismus über den Amtskirchen-Kompromiss zum Konzept der Naturalistischen Evolution
  • Kreationistische Organisationen in Deutschland
  • Die Behauptungen der Kreationisten bzw. Intelligent Design-Vertreter und deren Widerlegung
  • Das Grundtypen-Dogma der Kreationisten R. Junker und S. Scherer (Studiengemeinschaft Wort und Wissen): Pseudowissenschaft unter dem Deckmantel der Biologie
  • Das Intelligent Design-Argument und dessen Widerlegung am Beispiel der Augen- und Flagellen-Evolution
  • Propaganda-Strategien der deutschen Kreationisten und der Missbrauch akademischer Institutionen
  • Bewertung des (Intelligent Design) Kreationismus aus der Perspektive der Evolutionsbiologie: Glauben heißt nicht wissen!

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Die Frage nach dem Ursprung des Lebens wird seit über 200 Jahren von Theologen und Biologen kontrovers diskutiert. Populäre Antworten, die auf biblischen Schöpfungsmythen basieren, sind keine Erklärungen, sondern Verweise auf unbelegbare christlich-religiöse Glaubensinhalte ohne faktische Basis.
Nur die Naturwissenschaften, insbesondere die Astrophysik, Geologie und Biologie liefern gesicherte Befunde, auf deren Grundlage das Problem der Lebensentstehung naturalistisch analysiert werden kann.
In diesem Video wird die Problematik der Lebensentstehung diskutiert und als das Aufkommen der ersten Ur-Mikroben definiert. Die Merkmale urtümlicher Zellen werden dargelegt und die ältesten, ca. 3.500 Millionen Jahre alten versteinerten Bakterien vorgestellt. Das Video endet mit einer Darstellung der Umweltbedingungen auf der jungen Erde, wo vor ca. 4.000 Millionen Jahren in den warmen Ozeanen die ersten Zellen entstanden sind.
Das zugehörige Video Nr. 5 "Was sind Ursprungstheorien?" wurde im Januar 2011 veröffentlicht.

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Mit dem Wort Ursprungsfrage assoziiert man in der Regel christlich-religiöse Glaubensinhalte. So bezeichnen z. B. die deutschen Kreationisten die "Ursprungsforschung" als "Königsdisziplin der Biologie". Als Alternative zur atheistischen "Makroevolutionslehre" bieten sie ihren von der biblischen Offenbarung motivierten Schöpfungsglauben an - die Ursprungsfrage wird somit auf biblische Wunder zurück geführt und im Sinne des Intelligent Design-Kreationismus interpretiert. Diese inhaltsleere Schein-Erklärung eignet sich für kirchliche Sonntagsreden - sie hat jedoch in der Evolutionsbiologie nichts verloren.
In diesem Video wird ausführlich auf die drei wichtigsten erklärenden Theorien zur chemischen Evolution eingegangen, um dann die Viren (Aggregate aus einer Nukleinsäure, umschlossen von einer Proteinhülle) vorzustellen. Diese "Zwischenstufen zum zellulären Leben" können im Reagenzglas zerlegt werden (Chaos) und lagern sich dann wieder spontan zu ihrer geordneten Struktur zusammen. Nach diesem Prinzip der Selbst-Zusammenlagerung von Biomolekülen in wässrigen Lösungen sind vor etwa 4.000 Millionen Jahren in den warmen Ozeanen der Ur-Erde auch die ersten bakterienartigen Vorläufer-Zellen ("das Leben") entstanden, wobei möglicherweise Lipid-Vesikel aus Meteoriten-Gestein als Hüllmembranen gedient haben.
Die Gesetze der Physik und Chemie reichen somit aus, um im Prinzip den Ursprung der ersten Vorläufer-Zellen zu verstehen, obwohl noch viele Detailfragen zur chemischen Evolution ungelöst und daher Gegenstand der Forschung sind.

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Das Wort "Darwinismus" ist ein Lieblingsbegriff der Kreationisten, Intelligent Design-Anhänger und vieler Theologen, d. h. Personen, die noch heute an biblische Wundergeschichten von übernatürlichen Erschaffungen der Tier- und Pflanzenarten glauben. Die Vertreter dieser christlichen Dogmatik nehmen fälschlicherweise an, Evolutionsbiologie sei eine von Charles Darwin (1809 - 1882) ausgedachte Ein-Mann-Ideologie aus dem 19. Jahrhundert, die sich, ähnlich wie biblische Lehrsätze, nicht weiterentwickelt hätte.
In diesem Video wird gezeigt, dass dies unzutreffend ist. Darwins fünf Theorien zum Artenwandel werden, nach dem Originaltext des Hauptwerks 'On the Origin of Species' (1859), im Detail vorgestellt - sie konnten im Prinzip bestätigt werden, d.h. Charles Darwin hat in seinem "Artenbuch" die Grundlagen für die Evolutionsbiologie gelegt.
Sein größter Verdienst bestand jedoch darin, die Biologie aus dem "Würgegriff der christlichen Religionen" befreit zu haben. Darwin hat eine Trennung zwischen nicht überprüfbaren Glaubensinhalten und wissenschaftlichen Erkenntnisse vorgenommen und klar erkannt, dass religiöse Dogmen in der atheistischen Evolutionsforschung nichts verloren haben.
Da das Wissen zur Vererbung und Zellbiologie im "Dampfmaschinen-Zeitalter" noch sehr lückenhaft war, hat sich Darwin in vielen Details geirrt. In unserem Lehr-Video Nr. 7 "Was ist Sex und Rekombination?" (August 2011) sind die Weiterentwicklungen der Darwin'schen Grundideen dargelegt.

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August Weismann (1834 - 1914) erkannte in der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung, auch sexuelle Reproduktion genannt, die Hauptursache der biologischen Variabilität. Diese "Neodarwin'schen Theorie" aus dem Jahr 1900 konnte bestätigt und erweitert werden. Evolutionsforscher diskutieren aber noch 2011 die Frage, warum bei 99 % aller Tier- und Pflanzenarten die aufwändige sexuelle Fortpflanzung durchlaufen wird, obwohl hierbei nur die Weibchen über befruchtete Eizellen Nachkommen gebären, während die Männchen kinderlos sterben. Die Männer erzeugen aber über ihre Keimzellen (Spermien) variable Nachkommen und sind, zumindest bei Säugetieren, die eigentlichen Variationen-Generatoren der Evolution.
Bei negativen Umwelteinflüssen oder Parasiten-Befall ist die biologische Variabilität überlebensnotwendig, da während dieser Krisen nur wenige Individuen überdauern, sich fortpflanzen und die Population in der Generationen-Abfolge erhalten.
Im Video wird auch die sexuelle Selektion ("Damenwahl im Tierreich") behandelt und die folgende aktuelle Schlussfolgerung gezogen: Weibchen gebären und erhalten somit die Art, Männchen schaffen Vielfalt.
Die Weiterentwicklung des "Neodarwinismus" wird in unserem Video Nr. 8 "Was sind Evolutionstheorien?" beschrieben, wobei wir dort u. a. auch auf die Epigenetik eingehen.

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Theologen, Soziologen, Historiker u. a. Geisteswissenschaftler, die keine praktischen Erfahrungen als forschende Biologen haben, verwenden noch heute das Wortpaar "Die Evolutionstheorie". Im 19. Jahrhundert wurde in der Tat angenommen, eine Evolution der Lebewesen sei theoretisch möglich, aber nicht tatsächlich zu belegen. Heute wissen wir, dass die Evolution ein realer Vorgang ist, der stattgefunden hat, andauert und somit erforscht werden kann. In diesem Lehr-Video Nr. 8 "Was sind Evolutionstheorien?" hat das Evolutionsbiologen-Team Prof. Ulrich Kutschera (Universität Kassel/Stanford, USA), Dr. Lena Dörges und Dr. Stefan Schauer (beide Universität Kassel) zunächst dargelegt, was naturwissenschaftliche Theorien sind. Danach werden die folgenden Konzepte erklärt:

  • die Theorie von J. Lamarck 1809 ("Lamarckismus")
  • die Theorien von C. Darwin und A. R. Wallace 1858/59 ("Darwinismus")
  • die Theorie von A. Weismann 1914 ("Neodarwinismus")
  • die Synthetische Theorie von T. Dobzhansky, E. Mayr u. a. Biologen 1950 ("Modern Synthesis")
  • die Erweiterte Synthetische Theorie des 21. Jahrhunderts ("Expanded Synthesis"), die auch als "Wissenschaftsdisziplin Evolutionsbiologie" bezeichnet werden kann

Die Evolutionsbiologie ist eine Realwissenschaft mit praktischen Anwendungen, z. B. in der Medizin oder der Tier- und Pflanzenzucht. Es gibt zahlreichen Theorien, die Teilaspekte der Evolution ausgewählter Organismen erklären. So kann z. B. über die Theorie der gerichteten natürlichen Selektion die Anpassung der Organismen an ihren Lebensraum erklärt werden, während die Theorie der primären Endosymbiose den Ursprung kernhaltiger Zellen, sogenannter Eucyten, verdeutlicht.
Obwohl heute viele Teilaspekte der Evolution einer kausalen Erklärung zugänglich sind, gibt es im "Theoriensystem Evolutionsbiologie" noch viele offene Fragen. Das ist aber ein Kennzeichen einer lebendigen, sich selbst korrigierenden Naturwissenschaft. Antworten werfen neue Fragen auf, und die Forscher gewinnen immer tiefere Einblicke in den Verlauf und die Antriebskräfte der Makro-Evolution der Organismen unserer dynamischen Erde.

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Seit den zellbiologischen Forschungen des Darwin-Kritikers Constantin Merezhkowsky (1855-1921), der als Schriftsteller rassistisch-eugenische Thesen vertreten hat, wissen wir, dass die Kraftwerke unserer Körperzellen, Mitochondrien genannt, zu Organellen reduzierte Bakterien sind, während die Chloroplasten der Algen und Pflanzen umgewandelte, ehemals frei lebende Cyanobakterien darstellen.
In diesem Lehrvideo Nr. 9 sind die Belege für diesen als Symbiogenese oder primäre Endosymbiose bezeichneten Prozess zusammenfassend dargestellt. Die Symbiogenese war eine archaische Zellfusion, die vor etwa 2.000 bis 1.500 Millionen Jahren in den warmen Urozeanen stattgefunden hat und zu neuen Körper-Bauplänen führte - ein Beispiel für Makroevolution im Mikromaßstab.
Verschiedene Theorien beschreiben und erklären diesen realhistorischen Schlüsselprozess oder "Urknall" in der Evolution der Organismen. Mitochondrien und Chloroplasten sämtlicher rezenter Organismen gehen auf jeweils eine gemeinsame Urform zurück. Die Symbiogenese war daher ein unwahrscheinliches Zufallsereignis in der Zell-Evolution der Lebewesen, mit der Konsequenz, dass Eucyten entstanden sind. Aus diesen kernhaltigen Einzelzellen haben sich später Mehrzeller, wie Pilze, Tiere und Pflanzen, entwickelt. Ohne die Symbiogenese gäbe es auf der Erde nur Bakterien und "Blaualgen", die heute Cyanobakterien genannt werden.
Der Urvater der Symbiogenesis-Theorie der Zell-Evolution vertrat, wie z. B. auch die Biologin Lynn Margulis (1938-2011), die Ansicht, die natürliche Auslese sei im Evolutionsgeschehen von geringer Bedeutung.
Umfassende Studien belegen jedoch, dass drei Prozesse, die Symbiogenese, die natürliche Selektion, und die dynamische Erde die entscheidenden Faktoren waren, die unsere heutige Biodiversität hervorgebracht haben (Synade-Modell der Makroevolution).

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In den 1940er Jahren wurde eine sprunghafte Evolution über Groß-Mutationen postuliert. Diese "Hopeful Monster-Theorie" wird noch heute kontrovers diskutiert. Im vorliegenden Lehr-Video wird dieses Konzept im Zusammenhang mit dem evolutionären Ursprung des Meeres-Phytoplanktons vorgestellt. Ernst Mayr (1904−2005) hat sich, als Architekt der synthetischen Theorie der biologischen Evolution, in den 1940er und 50er Jahren mit den Thesen des Genetikers Richard Goldschmidt (1878−1958) auseinandergesetzt, der ein Anti-Darwin'sches "Hopeful Monster-Konzept" formuliert hatte. Nach Mayr verläuft die Evolution im Tier- und Pflanzenreich jedoch in Einzelschritten, d. h. gemäß dem Darwin'schen Prinzip des Gradualismus. Durch Großmutationen entstandene Monster-Organismen haben nach Mayr geringe Überlebenschancen − sie können auch kaum einen gleichartig mutierten "Monster-Paarungspartner" finden. Aus heutiger Sicht hatte Ernst Mayr Recht: Artbildungsprozesse über Groß-Mutationen einzelner Monster-Individuen konnten nicht entdeckt werden, obwohl es systemische Mutationen regulatorischer Gene gibt, die große Effekte auf die Körper-Grundgestalt haben. Das Süßwasser- und Meeres-Plankton, d. h. winzige, umherdriftende Einzeller (z. B. Schönaugen-Geißler der Gattung Euglena), die durch ihre Photosynthese-Aktivität die Stoffkreisläufe unserer Erde regeln, sind über sekundäre bzw. tertiäre Endosymbiose-Prozesse entstanden. Diese, nur wenige Male erfolgreich verlaufenen, Evolutions-Schübe werden heute im Sinne der "Hopeful Monster-Theorie" interpretiert: Das Augentierchen Euglena und andere Einzeller sind somit erfolgreiche "Miniatur-Monster", die sich seit Jahrmillionen in ihren aquatischen Lebensräumen behauptet haben, obwohl sie, als ineinander geschachtelte Zell-Chimären, die Zufallsprodukte einer blinden, ziellosen Evolution sind.