Koordinationschemie

Supramolekulare Koordinationschemie

Mehrzähnige Liganden können chelatisierend oder verbrückend wirken. Wir sind an diesem Wechselspiel interessiert und untersuchen in diesem Zusammenhang Cyclopentadienon- und Ferrocen-Derivate, die über Pyridyl- und Phosphanyl-Substituenten verfügen. Diese Liganden sind redoxaktiv. Ihr Koordinationsverhalten lässt sich daher auch elektrochemisch untersuchen. Chelatliganden dieses Typs kann man als molekulare elektrochemische Sensoren für Metallionen nutzen. Mit verbrückenden Liganden entstehen Koordinationspolymere mit teilweise überraschenden Eigenschaften. Ein Beispiel ist die Bildung eines chiralen Polymers aus ausschließlich achiralen Bausteinen durch supramolekulare Selbstorganisation unter spontaner Racemattrennung. Supramolekulare Aspekte auf der Basis aurophiler Wechselwirkungen bilden einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeiten.