Ul­tra­schnel­le Elek­tro­nen­beu­gung

Die Femtosekundenspektroskopie, d.h. die Beobachtung lichtinduzierter Dynamiken, beruht häufig auf indirekten Spektroskopieverfahren, die bedingt durch Auswahlregeln, Franck-Condon-Argumenten oder dem Auftreten „dunkler Zustände“ oft nur ein kleines Fenster auf die Dynamik erlauben. Die Ultraschnelle Elektronenbeugung (UEB) hat im Gegensatz dazu das Potential, die Kernbewegung bzw. Gitterschwingung nach optischer Anregung direkt zu verfolgen. Insbesondere die transiente Dynamik nach und während der Anregung mit geformten Laserpulsen wird so direkt zugänglich.
Dazu haben wir eine einzigartige kompakte UEB Anlage aufgebaut und charakterisiert. Zurzeit führen wir Experimente an freistehendem Graphen und allgemein an freistehenden zwei dimensionalen Schichtsystemen durch.

Vakuumanlage für die ultraschnelle Elektronenbeugung
Abbildungen einer selbst hergestellten 3 nm dicken, freistehenden, ein-kristallinen Graphen-Probe und ihres Elektronen-Beugungsbildes