Erforschung und Entwicklung eines selbststeuernden Bewässerungssystems mit Membranmaterialien

Die Grundidee der Entwicklung bestand aus einem unterirdisch zu verlegenden Bewässerungsschlauch, der Wasser je nach Pflanzenbedarf im Wurzelbereich abgibt, ohne dass dafür Steuerungstechnik oder Energie notwendig ist. Positiv verlaufende Laborversuche führten zur Beantragung und Bewilligung von Fördergeldern im Rahmen der BMBF Ausschreibung „Partnerschaften für nachhaltige Lösungen - Pilotmaßnahmen“.

In dem vom BMBF finanzierten Projekt „Erforschung und Entwicklung eines selbststeuernden Bewässerungssystems mit Membranmaterialien“ erfolgten im Projektzeitraum 06/2011 bis 11/2013 in enger Zusammenarbeit mit afrikanischen Projektpartnern Gewächshausversuche, um die Funktionalität des Membranschlauchs zu ermitteln und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Projektpartner

Universität Algier (Algerien) – Fachgebiet Ländliche Entwicklung, Wasser in der Landwirtschaft

Forschungszentrum – Wissenschaft und Technik in Ariden Regionen, Biskra (Algerien),

Egerton Universität (Kenia), Fachgebiet Bau- und Umweltingenieurwissenschaft

Universität Kassel, Fachgebiet Agrartechnik

Deutsches Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL, Witzenhausen)

Kooperationen

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Wasserprogramm Algerien

Landwirtschaftsministerium Algerien

Pfaff Industrial – Schweiß- und Nähtechnik

MicrodynNadir – Membranhersteller

Die Zusammenarbeit ermöglichte die Durchführung von Bewässerungsversuchen an drei Standorten mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, verschiedenen Böden und Wasserqualitäten. Diese umfassenden Tests des Membranbewässerungsschlauchs auf Funktionstauglichkeit unter verschiedenen Bedingungen erlaubten Aussagen zur Einsatzfähigkeit in der Bewässerungslandwirtschaft. Auch Installationsparameter wie z.B. Verlegetiefe oder Abstand der Schläuche zueinander bei unterschiedlichen Bodenarten sind wichtige Ergebnisse des Projektes.

Neben den Feldarbeiten wurde auch der wissenschaftliche Austausch der am Projekt beteiligten Wissenschaftler und Studenten gefördert. Unter dem Schlagwort „Capacity building“ wurden in Workhops die lokalen Wasserbewirtschaftungsstrategien der beteiligten Regionen untersucht, es wurden numerische Modellierungsprogramme zur Simulation von Wasser- und Stofftransport in Böden vermittelt oder z.B. Labor- bzw. Feldmethoden zur Bestimmung des Wassergehaltes erlernt. Durch Einbeziehung lokaler Entscheidungsträger ist eine nachhaltige Wirksamkeit der durchgeführten Untersuchungen gegeben.

Homepage ii-arist

Verantwortlich : Andrea Dührkoop