2012 Entwicklung und Erprobung eines stressfreien Betäubungs- und Tötungsverfahrens für Rinder aus ganzjähriger Freilandhaltung

Systembedingt ist im Rahmen der etablierten Prozesse eine gänzlich stressfreie Schlachtung von Tieren nicht möglich und immer wieder werden tierschutzrelevante Missstände auf Tiertransporten und Schlachthöfen bekannt. Vor allem bei Tieren aus Freilandhaltungssystemen, in denen es nur zu begrenztem Kontakt zwischen Mensch und Tier kommt, erweist sich das Handling am Tag der Schlachtung oft als besonders problematisch. Dass sich prämortalen Belastungszuständen zudem beeinträchtigend auf die Fleischqualität auswirken können, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Im Mittelpunkt des Projekts stehen daher Untersuchungen zur Weiterentwicklung des Schlachtverfahrens Kugelschuss auf der Weide - einem Betäubungs- und Tötungsverfahren für Rinder aus ganzjähriger Freilandhaltung, welches bei korrekter Anwendung zuverlässig und ohne jegliche prämortale Belastung für das Tier durchgeführt werden kann. Schlachtkörperschäden wie Blutergüsse in die Muskulatur durch Mängel beim Transport oder durch die Behandlung am Schlachthof können dabei ebenso vermieden werden wie stressbedingte Fleischqualitätsmängel, z.B. eine mangelhafte Fleischreifung (DFD-Fleisch). Ziel des Projektes ist es, nach der Entwicklung einer zuverlässigen Betäubungs- und Tötungsmethodik durch den Kugelschuss auf der Weide den möglichen Einfluss des Schlachtverfahrens auf die Fleischqualität zu klären.

 

Kooperation :

Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung

Bunde Wischen e.V.

 

Video : 

Kugelschuss auf der Weide

 

Poster :

Poster zum 11th Congress of the European Society for Agricultural and Food Ethics, 11–14 September 2013, Uppsala, Sweden

 

Projektverantwortlich :

Dr. Stefanie Retz und Dr. Katrin Schiffer