UNIKAT-Agentur Ökologische Agrarwissenschaften

Die UNIKAT-Agentur Ökologische Agrarwissenschaften unterstützt Studierende, Alumni und wissenschaftliche Mitarbeitende des Fachbereichs bei der Umsetzung ihrer Gründungsideen. Sie ist Teil von UNIKAT, der Unterstützungsstruktur für Gründerinnen und Gründer, an der Universität Kassel.

Aktuell wird sie durch das Projekt "Entwicklung eines Startup - Hotspots für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft im Werra-Meißner Kreis" gefördert, durch das „IWB-EFRE-Programm Hessen“. Innerhalb des Vorhabens werden die Gründungsaktivitäten am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften durch folgende Maßnahmen unterstützt:

„Bootcamp für Entrepreneur*innen der ökologischen Land- und Ernährungs-wirtschaft“: Vermittlung von spezifischen Branchenwissen, Erprobung der eigenen Geschäftsidee, formale und rechtliche Schritte der Unternehmensgründung; 30 Präsenzstunden; Zielgruppe: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Absolvent*innen.

Aufbau eines „Unternehmer*innen Rates der Bioregion Werra-Meißner“:
„Öko-Unternehmen“ aus dem Werra-Meißner stehen Startups aus dem Fachbereich als Sparringpartner zur Seite und helfen über persönliche Kontakte weiter.

Ökofeldtage: Gründer*innen aus dem Fachbereich stellen sich vor:

Am 3. und 4. Juli 2019 finden die zweiten bundesweiten Öko-Feldtage auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Lehr- und Versuchsgut der Universität Kassel statt. Sie sind der ideale Treffpunkt für alle Ökobauern und -bäuerinnen, solche, die es werden wollen und alle, die nach neuen Methoden für eine umweltfreundliche Landwirtschaft suchen. Die Öko-Feldtage zeigen, was die ökologische Landwirtschaft kann, wo sie steht und wie sie sich weiter entwickelt.

Dieses Jahr präsentieren sich erstmals auch Gründer*innen des Fachbereichs mit ihren Ideen. Hierfür wird es eine permanente Posterausstellung mit den verschiedenen Gründungsideen geben sowie Gelegenheiten, um mit den Gründer*innen direkt ins Gespräch zu kommen:

Gründertreff – Unternehmensideen aus dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften: am 3. und 4. Juli, jeweils von 11:00 bis 11:30 Uhr (Treffpunkt: Infostand Uni Kassel)

Regenerative Landwirtschaft: So können wir den Ökolandbau weiter entwickeln: Diskussionsforum von Gründer*innen aus dem Bereich der Regenerative Landwirtschaft, am 3. Juli von 15 – 15:30 Uhr (Treffpunkt: Infostand Uni Kassel)

 

Crowdfundingkampagne: Ackerwinde sucht Unterstützer*innen

In meinem Master Ökologische Landwirtschaft habe ich die "Ackerwinde" entworfen, ein vertikaler Garten für den Anbau von Kräutern, Blumen und Gemüse auf engstem Raum. Eine Masterarbeit ist draus entstanden, ein Patent hab ich drauf, ein paar Preise hab ich mit der Ackerwinde abgeräumt, einige graue Ecken begrünt und grüne Gärten verschönert und, und, und...

Jetzt will ich es mal "so richtig" versuchen: Ich hab meine Schwester Teresa und meinen Cousin Nathan mit ins Boot geholt und die "Urbanga GbR" gegründet. Und um auf dem Markt nun einen "Fuß in die Tür" zu bekommen, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.com/ackerwinde gestartet, die nur noch bis zum 10. Juni 2019 läuft.

Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr dort mal rein klickt, Freunden und Bekannten davon erzählt und Euch vielleicht auch mit einer klitzekleinen oder auch größeren Unterstützung ein schönes Dankeschön aussucht. Ich freu mich über jede Geste :-).

Jan

 

Crowdinvestingkampagne für "Abrah" gestartet

Das Startup "DULKS" sucht Kapitalgeber*innen für die Fertigung seiner Hacktechnik "Abrah".

Die Hacke ist für die Beikrautregulierung im ökologischen Gemüsebau konzipert. 2018 wurden die ersten Maschinen an Kunden ausgeliefert. Zuerst in einer relativ kleinen Einheit für Dammkulturen wie Möhren, Rote Bete und Zwiebeln. Inzwischen sind auch größere Varianten marktreif. „Zunächst war die Maschine nur für ökologische Landwirte gedacht. Die mussten ja manuell hacken, weil sie es anders nicht durften“, beschreibt André Dülks. „Jetzt wenden wir uns auch an konventionelle Betriebe und beziehen B-Kulturen ein, also Blattsalate, Spinat, Baby Leaf und Rucola.“

Der Geschäftsführer des Startups, Andre Dülks, ist ein Absolvent des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen.

Weitere Informationen: www.dulks.de/investieren und

 

 


Apfelchips aus Bio-Streuobstwiesen

Die Besichtigung der Apfelchipsproduktion am 28. November beim Verein „Aufwind“ in Eschwege hat viele Streuobstinteressierte aus dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften angesprochen. Streuobstwiesen gehören mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Fehlende wirtschaftlich Konzepte führen aber dazu, dass sie häufig nicht mehr bewirtschaftet und nach und nach aufgegeben werden.

Die Apfelchips-Marke „GRIMMS Märchen GOLD“ setzt diesem Trend etwas entgegen, indem sie eine Absatzmöglichkeit für Bio-Streuobst-Äpfel aus Nordhessen schafft. Die Äpfel werden nach Eschwege geliefert und ohne Zusätze schonend getrocknet. Aus 1 kg Frischobst entstehen ca. 100 g Chips. Andreas Galle, Betriebsstättenleiter beim Aufwind e.V., erklärte uns den Herstellungsprozess vor Ort und erzählte uns wie dieses Produkt entstanden ist.

„GRIMMS Märchen GOLD“ ist 2017 in Kooperation mit der Ökolandbau Modellregion Nordhessen, der Streuobstinitiative im Landkreis Kassel (SILKA), der Streuobst-Initiative Werra-Meißner-Kreis, der BUND-Gruppe Werra-Meißner, der GrimmHeimat NordHessen sowie dem Verein „Aufwind“ entwickelt worden.

Mentoren-Netzwerk Ökolandbau gegründet

Erfahrene Landwirte helfen in schwierigen Situationen

Das neu gegründete „Mentoren-Netzwerk Ökolandbau“ hat seine Arbeit aufgenommen. Im „Mentoren-Netzwerk Ökolandbau“ teilen Öko-Landwirte ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Öko-Landwirten, die Unterstützung brauchen. Das kann Hilfe in verschiedenen betrieblichen Situationen sein. Wenn ein junger Öko-Landwirt zum Beispiel in eine Hofgemeinschaft eintritt und seine Interessen nicht durchsetzen kann. Auch in existenziellen Notsituationen wie Liquiditätsproblemen oder der Umstrukturierung eines Betriebes kann ein Mentor unterstützen, einen klaren Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung vorzubereiten. Oft kann schon ein Gespräch mit einem Mentor Auswege und Lösungen aufzeigen. Die Mentoren stehen auch Existenzgründern zur Seite, die zum Beispiel einen Hof übernehmen.
Das Netzwerk wird vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen koordiniert. Es leitet Anfragen von Hilfe suchenden Landwirten an den für die Fragestellung am besten geeigneten Mentor weiter. Es sorgt für eine verlässliche und unbürokratische Abwicklung sowie kontinuierliche Betreuung des Mentoring.
Die ersten zwei Treffen mit einem Mentor sind kostenlos. Ab dem dritten Treffen wird demjenigen, der den Mentor in Anspruch nimmt, eine pauschale Aufwandsentschädigung von 75 Euro pro Treffen berechnet. Weitere Informationen unter www.mentoring.bio und bei Laura Bertzbach, l.bertzbach@oeko-komp.de, Tel. 04262/9593-85.

Startups aus Witzenhausen präsentieren sich auf der Biofach

Die Biofach ist nicht nur Weltmesse für Bio-Lebensmittel, sondern auch Plattform für neue Trends und neue Ideen im Ökosektor. Das Messeforum „Treffpunkt Generation Zukunft“ war daher für drei Jungunternehmer*innen aus Witzenhausen eine willkommene Bühne, um ihre Geschäftsidee vorzustellen.

Andrea Dührkoop erklärte das System einer sich selbst regulierenden Unterflurbewässerung für Trockengebiete. Sie hat ihre Doktorarbeit im Fachgebiet Agrartechnik darüber verfasst und arbeitet zurzeit an einer praktischen Umsetzung. Ermöglicht wird ihr dies durch das UNIKAT-Fellowship, ein Stipendium der B.Braun Stiftung. Es wird an Wissenschaftler*innen der Uni Kassel vergeben, die ihre Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen haben und ihre Forschungsarbeit in eine praktische Anwendung bringen möchten.

Mit Kommunikation beschäftigt sich AudioAgrar, ein Startup, das Podcasts für landwirtschaftliche Betriebe erstellt. Inhaltlich ist AudioAgrar vergleichbar mit einer landwirtschaftlichen Zeitung, die über neue wissenschaftliche Erkenntnisse, von Veranstaltungen, Messen oder besonderen Betriebslösungen berichtet. Der Vorteil für die Abonnenten und Abonnentinnen ist, dass sie sich während ihrer Alltagsarbeiten auf dem Schlepper oder im Stall über aktuelle Entwicklungen informieren können.

Das Startup Dulks hat eine besondere Hacktechnik entwickelt, die es ermöglicht bereits direkt nach dem Aufgang empfindlicher Pflanzen, wie z.B. Karotten, zu hacken. Die Hacke mit dem Name „Abrah“ wurde 2017 bereits auf einigen Betrieben eingesetzt. Geschäftsführer Andre Dülks verspricht sich besonders von ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit Feldgemüseanbau eine große Nachfrage, „Abrah“ hat das Potenzial, den Aufwand für Handarbeit in diesen Betrieben deutlich zu minimieren.