Research projects

EU Interreg NWE: Three C - Creating and sustaining Charcoal value chains to promote a Circular Carbon economy in NWE Europe

Sammlung von grasartigen Restbiomassen
Aktivkohle aus Restbiomassen

THREE C hat die Entwicklung und Einführung von wirtschaftlich tragfähigen und ökologisch nachhaltigen Wertschöpfungsketten auf Basis von Pflanzen- und Aktivkohleprodukten aus Restbiomassen in Nordwesteuropa zum Ziel. Aufbauend auf den vielversprechenden Ergebnissen aus dem Vorläuferprojekt RE-DIRECT werden in THREE C hierfür hochwertige Produktlinien u.a. für die Wasser- und Abwasserbehandlung, Tierhaltung, Landwirtschaft und Energiegewinnung entwickelt und implementiert.

Das transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit 13 Partner aus BE, DE, FR, IR, NL und UK wird hierdurch zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Circular Carbon Economy in Nordwesteuropa beitragen. Dabei werden Synergien und Expertisen aus universitären Forschungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen, Agenturen für Unternehmensförderung und Regionalentwicklung sowie Experten für Kapazitätsaufbau, Investitionen und Marketing genutzt. Ein zentralen Qualitätslabor garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität der Pflanzen- und Aktivkohleprodukte und etabliert Kontrollmechanismen für die regional entwickelten Produkte.

Das Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe der Universität Kassel leitet und koordiniert das Verbundvorhaben. Darüber hinaus wird sowohl die Eignung von Aktivkohlen aus Restbiomassen zur Spurenstoffentfernung aus kommunalem Abwasser, als auch die zugrundliegenden Mechanismen beforscht. Im Fokus steht hierbei neben einer angepassten Biomassenaufbereitung durch das etablierte Konzept zur Integrierten Festbrennstoff- und Biogasproduktion aus Biomasse (IFBB-Verfahren) und der Entwicklung angepasster Pyrolyse- und Aktivierungsverfahren insbesondere die Erforschung von Adsorptionsmechanismen. Von besonderem Interesse sind hierbei die Klärung der Einflüsse der Ausgangsbiomasse und der Oberflächeneigenschaften der Aktivkohle auf die Adsorption spezifischer Substanzen.

Der durch das IFBB-Verfahren gewonnene Pflanzenpresssaft wird durch anaerobe Vergärung zu Methan und somit zur Energieproduktion genutzt. Da die Zugabe von Pflanzen- und Aktivkohle in anaeroben Verfahren biologische Abbauprozesse beschleunigen und stabilisieren kann, werden in einem zweiten Forschungsschwerpunkt die diesem Effekt zugrundliegenden Mechanismen untersucht. Neben einer Steigerung des Methanertrages und Verbesserung der Biogasqualität könnte dies auch zu einer Stabilisierung von anaeroben Prozessen in Biogasanlagen beitragen. Dies stellt nicht nur für die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen (Biogas) einen vielversprechenden Ansatz dar. Durch die anschließende Ausbringung des Gärrestes auf landwirtschaftliche Flächen kann Kohle einen nachhaltigen Beitrag zur Speicherung von CO2, der Bodenverbesserung und dem Rückhalt von Nährstoffen leisten.

Projektlaufzeit: Oktober 2019 - März 2023

Funded by: Interreg North-West Europe

Further information: https://www.nweurope.eu/projects/project-search/three-c-creating-and-sustaining-charcoal-value-chains-to-promote-a-circular-carbon-economy-in-nwe-europe/

wissenschaftliche Projektkoordination: Dr.-Ing Korbinian Kaetzl

 

 

EIP-Agri: CAREFUL - Restbiomassen zu (aktiviertem) Kohlenstoff: Prävention von Fußballenläsionen in der Geflügelhaltung

Motivation

In Deutschland stellt das Haushuhn mit einem Bestand von rund 160 Millionen Tieren im Jahr 2014 die zahlenmäßig häufigste Nutztierart dar und die Nachfrage nach Geflügelfleisch steigt seit Jahren an. Insbesondere in der Geflügelmast stellen jedoch Fußballenveränderungen und hohe Ammoniakkonzentrationen in der Stallluft eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Tierwohls dar. Während die entzündlichen Fußballenerkrankungen höchst wahrscheinlich schmerzhaft sind und die Vögel in ihrer Bewegung einschränken können, sind hohe Ammoni-akgehalte in der Luft u.a. ein Risiko für Atemwegserkrankungen bei Tier und Mensch. Als eine Hauptursache für die oben genannten Beeinträchtigungen gilt eine feuchte, verschmutzte Einstreu in den Ställen. Hiervon ist auch die ökologische Geflügelhaltung betroffen und steht durch Fütterungsrestriktionen sogar vor größeren Herausforderungen.

Hintergrund

Pflanzen- und Aktivkohlen zeichnen sich aufgrund ihrer hohen inneren Oberfläche durch eine hohe Wasseraufnahmekapazität (bis zu dem Fünffachen ihres Gewichts) und ein hohe Ad-sorptionskapazität für verschiedene Substanzen, wie beispielsweise Nährstoffe und Stick-stoffverbindungen, aber auch Dioxine und Mykotoxine aus. Aufgrund dieser Eigenschaften stellen Pflanzen- und Aktivkohlen ein vielversprechendes, aber kaum erforschtes Ein-streusubstrat in der Geflügelhaltung dar, um sowohl Fußballenerkrankungen und Ammoni-akemissionen zu reduzieren, als auch möglicherweise gesundheitsfördernd zu wirken, wenn es über das arttypische Scharren und Picken aufgenommen wird.

Ziele

Das Ziel des Innovationsvorhabens mit Vertretern aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Beratung ist die Entwicklung und Erprobung einer innovativen Geflügeleinstreu auf Basis von nachhaltigen und regional hergestellten Pflanzen- und Aktivkohlen aus bisher un-genutzten Restbiomassen in Nordhessen zur Verbesserung des Tierwohls in der Geflügelhaltung. Geeignete Kohlen werden in Praxisversuchen als Geflügeleinstreu eingesetzt und hin-sichtlich ihrer Effekte auf die Tiergesundheit und das Stallklima in einem iterativen und mehr-stufigen Ansatz untersucht. Durch die Verwertung von bisher ungenutzten Restbiomassen sollen darüber hinaus regionale Stoffkreisläufe geschlossen und nachhaltige Wertschöp-fungsketten aufgebaut werden.

Laufzzeit: März 2020 - Juni 2023

Gefördert vom: Land Hessen und Europäische Union

Vorhaben im des Rahmen Europäischen Innovationspartnerschaftsprogramms  „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit - EIP Agri” des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum (EPLR) des Landes Hessen 2014 - 2020

Leadpartner und Institution: Prof. Dr. Michael Wachendorf (Direktor) und Dr. Kathrin Stenchly (Geschäftsführung), Competance Centre for Climate Change Mitigation and Adaptation (CliMA), Universität Kassel

Anprechpartner: Dr. Kathrin Stenchly und Dr.-Ing. Korbinian Kaetzl

Mitglieder der Operationellen Gruppe OG "Careful":

Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe, Universität Kassel (Prof. Dr. Michael Wachendorf und Dr. Ing. Korbinian Kaetzl)  

Fachgebiet Nutztierethologie und Tierhaltung, Universität Kassel (Prof. Dr. Ute Knierim)

Bio Frischgeflügel Roth

Geflügelhof Hüppe

Schäfer Biogeflügelhof KG

Biolandhof Krieger

PowerWave Projects

Rüddenklau Bioenergie GbR

Assoziierte Partner:

Bioland Hessen e.V.

Geflügelwirtschaftsverband Hessen e.V.

BMEL: UNSIFRAN - „Unkrautregulierung im Silomaisanbau durch präventive, systemare Maßnahmen in der Fruchtfolge- und Anbaugestaltung“

Silomais nach gewalzter Erstkultur Wickroggen am Standort Neu-Eichenberg, Vorversuch der Universität Kassel 2019

Hintergrund

Silomais nimmt im Feldfutterbau für die Wiederkäuerfütterung aufgrund seiner hohen Biomasseertragspotenziale, seines Energiegehaltes und seiner guten Verdaulichkeit eine besondere Stellung ein. Auch im Ökologischen Landbau (ÖL) besteht ein wachsendes Interesse am Maisanbau und die Anbaufläche hat sich bundesweit von 2007 mit ca. 4.500 ha bis 2018 mit ca. 40.000 ha nahezu verzehnfacht.

Die besondere Herausforderung im Silomaisanbau besteht in der aufwändigen Unkrautregulierung, die zugleich viele Landwirte hemmt, in den Silomaisanbau einzusteigen. Ferner bestehen im ÖL Bedenken hinsichtlich des Silomaisanbaus aufgrund von Problemen der Bodenerosion, die häufig in herkömmlichen Anbausystemen auftreten. In der Vergangenheit sind verschiedene Strategien der mechanischen Unkrautregulierung entwickelt worden, die größtenteils eine intensive Bodenbearbeitung beinhalten (Pflügen, Hacken, Eggen, Striegeln, Häufeln) und damit das Problem der Bodenerosion durchaus vergrößern können.

Zielsetzung

Optimierung der Unkrautregulierung im Silomaisanbau bei gleichzeitiger Optimierung des Bodenschutzes

Der Unkrautdruck, und damit der Regulierungsbedarf im Silomais lässt sich durch den Anbau einer geeigneten Vorfrucht als Erstkultur („Winterzwischenfrucht“), der Reduzierung der Bodenbearbeitung zur Maisaussaat sowie durch eine Verringerung der Reihenabstände beim Maisanbau effizient reduzieren. Die Ernte der Vorfrucht kann zu einem ökonomischen Vorteil des Verfahrens führen.

Methoden

In dem Vorhaben soll die Unkrautregulierung im Silomaisanbau durch einen präventiven Ansatz in der Fruchtfolge- und Anbaugestaltung optimiert werden. Dazu soll die systemare Untersuchung eines Fruchtfolgegliedes aus Wintererbsen in Reinsaat oder im Gemenge mit Triticale bzw. Winterwicken in Reinsaat oder im Gemenge mit Roggen als Vorfrüchte/Erstkulturen und anschließendem Maisanbau mit reduzierter Bodenbearbeitung bzw. Direktsaat sowie mit üblichem (75 cm) und verringertem Reihenabstand (37,5 cm) als Zweitkultur durchgeführt werden.

Das Verbundvorhaben wird von der Universität Kassel, FG Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe (Koordination), dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz durchgeführt.

An drei Standorten dieser Einrichtungen werden in mehrjährigen Feldversuchen folgende Aspekte untersucht:

1)         Prüfung der Vorfrüchte hinsichtlich ihres Potenzials einer präventiven Reduzierung des Unkrautdrucks im Silomais aufgrund ihrer Biomasseentwicklung.

2)         Auswirkung unterschiedlicher Behandlungsverfahren der Erstkulturen: Gemengeernte ca. Ende Mai als Ganzpflanzen oder - wie die Reinsaaten - mechanische Zerstörung des Aufwuchses mit Messerwalze; Auswirkungen auf Unkrautdynamik im Mais.

3)         Prüfung von reduzierter Bodenbearbeitung (nach Gemengeernte) zur Maissaat und von Maisdirektsaat nach mechanischer Zerstörung der Vorfrucht hinsichtlich der Unkrautdynamik im Mais.

4)         Auswirkung einer Reduzierung des Saatabstandes zwischen den Maisreihen auf 37,5 cm hinsichtlich der Unkrautdynamik im Mais.

Laufzeit: September 2019 – März 2023

Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Graß, Fruzsina Schmidt

BMBF: SIGNAL - Nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft duch Agroforstsysteme, Projektphase 2

Das Verbundprojekt SIGNAL als Bestandteil des Förderprogrammes BonaRes (Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie) untersucht über einen Zeitraum von bis zu 9 Jahren die Auswirkungen von Agroforstsystemen auf die biologischen Funktionen des Bodens, der Rhizosphäre, der oberirdischen Stoffflüsse sowie der Wassernutzungseffizienz der Böden. Grundlage der Forschungsansätze innerhalb des Projektes ist die zentrale Hypothese, dass innovative Landnutzungssysteme, die aus einer gekoppelten Kultivierung von Bäumen oder Sträuchern mit Ackerkulturen- oder Grünland bestehen (Agroforstsysteme), im Gegensatz zu herkömmlichen pflanzlichen Produktionssystemen positive ökologische, ökonomische und ästhetische Effekte aufweisen können.

Der Aufgabenbereich des Fachgebiets GNR der Universität Kassel/Witzenhausen in der zweiten Phase des Verbundprojektes liegt in der Evaluierung von Methoden zur Erfassung der räumlichen Variabilität von Biomasse- und Kornerträgen in Agroforstsystemen.

Agroforstsysteme können im Vergleich mit dem getrennten Anbau der Kulturen als Monokultur höhere Gesamtflächenerträge erzielen. Zugleich treten infolge von Interaktionen zwischen Baum- und Acker-/Grünlandkultur Ertragsunterschiede innerhalb der Acker-/Grünlandstreifen auf, welche sich je nach System und Standort erheblich unterscheiden können. Die konkrete Ausprägung der räumlichen Variabilität ist für die ökologische und ökonomische Bewertung des Agroforstsystems sehr bedeutsam. Die Messung der Erträge basiert bisher oftmals auf punktuellen Erhebungen in Transekten oder der Erfassung mit dem (Parzellen-)Mähdrescher. Die Variabilität der pflanzenbaulichen Parameter mit Entfernung zu den Bäumen kann mit diesen Methoden nur sehr unpräzise dargestellt werden. Eine hohe räumliche Auflösung und Abdeckung sind nur mit sehr hohem Aufwand zu erreichen.

Die Forschungstätigkeit des Fachgebiets GNR in der zweiten Phase des SIGNAL-Projekts zielt daher auf die Entwicklung von fernerkundlichen Methoden, welche die kleinräumige Variabilität von ertragsrelevanten pflanzenbaulichen Parametern hochaufgelöst und großflächig abbilden können. Dazu werden mittels drohnenbasierter Fernerkundung hochaufgelöste multispektrale und hyperspektrale Daten in den konventionell bewirtschafteten silvopastoralen (Mariensee, Reiffenhausen) und silvoarablen Agroforst-Versuche (Wendhausen, Dornburg, Forst) des SIGNAL-Projekts erhoben. Zusätzlich werden mittels Aufnahmen einer handelsüblichen Fotodrohne Punktwolken erstellt (Structure From Motion), um über die Pflanzenhöhe Biomasseerträge zu schätzen. Es soll dabei eruiert werden, welche Sensoren sich am besten für die großflächige Ertragsschätzung eignen und welche räumlichen Muster sich in den untersuchten Agroforstsystemen finden lassen.

Ziel der Arbeit ist sowohl die Erprobung einer einfachen Methode zur großflächigen und hochaufgelösten Erhebung ertragswirksamer pflanzenbaulicher Parameter innerhalb von Agroforstsystemen, als auch ein besseres Verständnis der ökologischen Interaktionen zwischen Baumstreifen und landwirtschaftlichen Kulturen.

Ein weiterer Arbeitsbereich des Projekts liegt auf der Fortführung der langjährigen Datenerhebung im silvopastoralen Agroforstsystem der Universitäten Kassel und Göttingen in Reiffenhausen hinsichtlich der Biomasseentwicklung von Grünland- und Weidebeständen und der Bestimmung verschiedener Qualitätsparameter.

Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Graß, Matthias Wengert, Dr. Thomas Astor

Links:

BonaRes

SIGNAL

BMBF: CoAct: Integrated urban-rural concept for the production of activated carbon and energy carriers from residual biomass

In order to achieve their climate protection goals, municipalities and rural districts face the challenge of using renewable energy sources and replacing fossil-based energy carriers. While renewable raw materials from forestry and agriculture are used on a large scale for energy or material purposes, residual biomass, e.g. leaves, landscape conservation material or fruit tree pruning, is hardly used.
This is where the CoAct project comes in and pursues the goal of converting residual biomass available in the city of Friedrichshafen and the Lake Constance district into a storable energy source and activated carbon. The use of the products as renewable fuel or for waste water, landfill leachate purification or drinking water treatment can be expected to have positive effects on regional added value, the environment and, last but not least, climate protection. In order to achieve this goal, the nine project partners will jointly develop a concept for the valorisation of residual biomass.

Project duration: July 2018 - June 2023

Funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) within the research initiative Stadt-Land-Plus.

Grant number: 033L206

Further information: Project Homepage

Contact: Dr.-Ing. Korbinian Kaetzl

 

 

BMBF: SYMOBIO - Systemisches Monitoring und Modellierung der Bioökonomie

BMBF: SYMOBIO – Systemisches Monitoring und Modellierung der Bioökonomie

Verbundprojekt zur Entwicklung wissenschaftlicher Grundlagen für ein systemisches Monitoring und die Modellierung der Bioökonomie (BÖ) in Deutschland. Unter BÖ versteht man den Teil der Wirtschaft, der biogene Produkte erzeugt, verarbeitet, konsumiert und verwertet: angefangen von der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei über die Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen, die Nutzung biotechnologischer Verfahren oder das Möbelhandwerk bis zum Abfallmanagement und der Gewinnung von Bioenergie. 

Untersucht werden dabei die Umweltauswirkungen der Bioökonomie entlang der gesamten Produktionskette. Dazu werden die gesamte Ressourcennutzung, Umwelt- und Klimabelastungen durch die biobasierten Wirtschaftsbereiche und deren gesamte Wirtschaftsleistung erfasst und bilanziert. 

Das FG GNR arbeitet in zwei Arbeitspaketen mit zu den Themen „Nachhaltige landwirtschaftliche Anbausysteme zur Erzeugung von Rohstoffen für die Bioökonomie“ und „Fernerkundliche Abschätzung der Auswirkung einer Ausweitung der Biogaserzeugung auf die Diversität landwirtschaftlicher Anbausysteme“. 

Laufzeit: März 2017 – Februar 2020

Weitere Informationen: https://symobio.de/

Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Graß

EU Interreg NWE: REgional Development and Integration of unused biomass wastes as REsources for Circular products and economic Transformation (RE-DIRECT)

RE-DIRECT is a holistic approach to promote the efficient use of natural resources and materials by converting residual biomass into carbon products and activated carbon at smart regional decentralised units.

The project involves 11 partners from BE, DE, FR, IR and the UK who will implement the approach in 5 urban, semi-urban and rural NWE regions. Each year at least 34 million t of residual biomass from the management of rural landscapes and urban greens in NWE are wasted. On the other hand, there is a growing market for sustainable and decentralised products such as active coal, used in sewage water technologies to clean water polluted with complex chemical substances or antibiotics.

RE-DIRECT will make use of the proven technology for Integrated Generation of Solid Fuel and Biogas from Biomass (IFBB) to convert 20 000 t of unused biomass in a circular economy approach into region specific carbon products, among them activated carbon. This will be achieved in the project lifetime by regional and interregional stakeholder communities (biomass waste producers, industries, SMEs, NGOs, researchers and regional interest groups) who explore, develop and manage region-specific product portfolios and create economic value chains in the framework of transferrable “integrated biomass concepts”. The project will develop one large scale investment for a biochar and activated carbon production at a urban biomass conversion centre in DE and one small conversion plant on farm scale in Wales; creating and securing 20 jobs in direct proximity to the plant and providing additional employment and income generating projects for disadvantaged society groups (unemployed and inhabitants in backward rural areas). Capacity building activities will be planned and delivered to support the implementation of the participatory and sustainable development projects and the creation of innovative product an value chains in the project regions and beyond.

Duration: 09/2016 - 09/2019

Funded by: Interreg North-West Europe

Further information: http://www.nweurope.eu/re-direct

Project homepage: www.re-direct-nwe.eu

Contact: Dr. Kathrin Stenchly and Dr.-Ing. Korbinian Kaetzl

DBU: "Conservation and re-establishment of biodiversity in mountaineous semi-natural grasslands of the biosphere reserve "Rhön"- Management of an invasive Lupine (Lupinus polyphyllus Lindl.) in a complex nature conservation system

A continious and dramatic decline of biodiversity has been observed in european semi-natural grasslands. Major causes for this decline are the intensivation of agriculture or its abandonement. Especially the grasslands are threatened by abandonement and following succession with invasion of foreign plant species. The forage quality of the grassland silage is also negatively affected by the invasion of leguminous invasive palnt species such as the russels Lupine (Lupinus polyphyllus Lindl.). This plant has abilities that lead to an succesful invasion of semi-natural grasslands but also to permanent changes wihin the invaded ecosystems (fixation of nitrogen, changes in vegetational structure). Vegetation types of high nature value are especially threatened, such as mountaineous grasslands dominated by Nardus stricta or Trisetum flavescens

 

The project investigates the possibility of re-establishment of biodiversity in grasslands invaded by the lupine by removing the lupine and activating the seed- bank and apply mulched hay from biodivers donor areas. The patterns and processes of distribution of L. polyphyllus will be investigated on landscape scale. Furthermore the effects of different harvestd ates on the reduction of L. polyphyllus will be investigated as well as the usage of the harvested biomass in an innovative energy system. Modern remote sensing methods will be applied to monitor the effects of the different harvest regimes on the lupine. All results will be compiled and a prognosis model will be developed to predict the future distribution of the lupine in the biosphere reserve. A network will be founded together with experts from other regions and information material will be developed.

 

Professur für Landschaftsökologie und -planung (Justus-Liebig-Universität Gießen)

 

Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h.c. (TSU) Annette Otte

Dr. Kristin Ludewig

M.Sc. Yves Klinger

M.Sc. Wiebke Hansen

 

Professur für Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe (Universität Kassel)

 

Prof. Dr. Michael Wachendorf

Dr. Kathrin Stenchly

Dr. Thomas Astor

M.Sc. Damian Schulze-Brüninghoff

 

 

DFG Research Unit FOR2432/1 "Social-ecological Systems in the Indian rural-urban Interface: Functions, Scales, and Dynamics of Transition"

FOR 2432

Research questions

(1) How do agricultural production systems and household structures change at different stages of urbanisation?

(2) How does urban expansion affect the ability of regional ecosystems to provide food and other ecosystem services?

(3) How do exchange processes between agroecosystems, producers and consumers, or different social groups change as urbanisation advances?

(4) How do social and ecological systems interact where rural and urban livelihoods, traditions, aspirations, and forms of land use clash?

These research questions lead to the General Hypotheses which guide the work in Clusters A, B, and C.

Link: FOR 2432

BMEL: BOEL 2020 "Biogas im Ökolandbau - Substratbereitstellung nach 2020"

In der Ökologischen Landwirtschaft (ÖL) kann entsprechend der Richtlinien derzeit konventionelle Biomasse für die Biogaserzeugung zugekauft werden, z.B. Maissilage. Dies wird ab 2020 in vielen Verbänden der ÖL verboten werden. Daher ist es notwendig, andere Möglichkeiten der Biomasseerzeugung zu entwickeln, die nicht oder nur in geringer Konkurrenz zum Marktfrucht- oder Futterbau stehen, da diese weiterhin in der ÖL Priorität haben werden. In dem Forschungsvorhaben werden dazu drei Strategien mit jeweils mehreren Varianten hinsichtlich ihrer Wachstumsdynamik und ihrer Biomasseerträge beforscht:

1) Optimierter Zwischenfruchtanbau nach Druschfrucht: Sommergetreide Hafer in Rein- oder Gemengeanbau mit Leguminosen (Erbsen) zur Biogaserzeugung; Kleegras als Untersaat zur Biogaserzeugung

2)    Feldfutterbau: Nutzung des 3. und ggf.  4. Aufwuchses zur Biogaserzeugung – Kleegras, Luzernegras, Landsberger Gemenge

3)    Zweikulturnutzung zur Erzeugung von Ganzpflanzensilagen: wahlweise Nutzung von Erst (EK)- oder Zweitkulturen (ZK) für Futter- oder Biogaserzeugung; Kombinationen EK/ZK: Roggen-Wintererbsen/Mais,Triticale-Wintererbsen/Hafer, Roggen/Kleegras.

Ferner werden Qualitäts- und Biogasparameter erhoben bzw. kalkuliert und Synergieeffekte hinsichtlich Gewässer-, Boden- und Klimaschutz sowie der Stickstofffixierung evaluiert.

Die Feldversuche am Standort Neu-Eichenberg werden über drei Vegetationsperioden durchgeführt.

Laufzeit: Okt. 2016 - Dez. 2019

Gefördert durch das BMEL über den Projektträger FNR.

Weitere Infos in der Projektdatenbank der FNR:

http://biogas.fnr.de/index.php?id=11390&fkz=22020115

Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Graß, rgrass@uni-kassel.de