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Fokus Ökologische Agrarwissenschaften

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Durch seine Spezialisierung auf ökologische Fragestellungen nimmt der Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften eine einzigartige Stellung in der deutschen und internationalen Hochschullandschaft ein. Die Schwerpunktsetzung stellt eine wichtige Ergänzung und Weiterentwicklung der konventionellen Agrarwirtschaft bzw. Agrarwissenschaft dar. Im Rahmen dessen wird eine Wissenschaftskultur praktiziert und gefördert, die Systeme und Gesamtprozesse in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Vor allem die interdisziplinäre und vernetzte Betrachtungsweise erlaubt es, landwirtschaftliche Zusammenhänge zu erfassen und praxisgerechte Ergebnisse zu formulieren.

In dieser Fachbereichskultur tragen alle Beteiligten - angefangen bei den Studierenden, über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zu den Professorinnen und Professoren - viele Mosaiksteine zur Formung des Gesamtbildes der Ökologischen Agrarwissenschaften bei.

Profilbildung

Das gemeinsame Kennzeichen des Fachbereichs besteht in der Zusammenführung disziplinärer Denk- und Arbeitsweisen zu einem vernetzten Denken und Handeln.

Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre stehen wichtige Zukunftsthemen, die in unterschiedlichen Fachdisziplinen theoretisch fundiert und unter Einsatz moderner empirischer und analytischer Methoden bearbeitet sowie einer Lösung näher gebracht werden. Besonderer Wert wird auf die systemaren Beziehungen zwischen Boden, Pflanze, Tier, Mensch und Technik gelegt. Ein Beispiel für die Umsetzung dieser Prinzipien sind die Projektwochen Ökologie.

Das Hauptziel des Wirtschaftens ist neben der Erzeugung von gesundheitlich und biologisch hochwertigen Lebensmitteln die Aufrechterhaltung von möglichst geschlossenen Kreisläufen unter Verzicht auf kurzfristige ökonomische Vorteile. Aus diesem ganzheitlichen Denken heraus strebt der Fachbereich folgende Ziele an:

  • Einrichtung effizienter Stoffkreisläufe (betriebliche, lokale und regionale Systeme) unter Zugrundelegung der Nutzung systemeigener Potentiale.
  • Artenvielfalt und Nischendifferenzierung mit angepaßtem Ressourcen- und Raumgebrauch
  • Artgemäße Nutztierhaltung und -fütterung unter Berücksichtigung des angeborenen Verhaltens
  • Berücksichtigung des soziokulturellen Kontextes ländlicher Lebensräume und bäuerlicher Kultur
  • Ökologische Optimierung der Ressourcenbewirtschaftung und Steigerung ruraler Wertschöpfung
  • Forschung entlang der Wertschöpfungskette einschließlich Marketing, Ernährungskulturen sowie Verbraucherverhalten

Dazu wurde ein gemeinsames Leitbild erarbeitet.

Internationale Ausrichtung

Witzenhausen ist seit über 100 Jahren Standort einer international ausgerichteten Agrarausbildung. Ausländische Gastwissenschaftler wie auch Studierende bereichern das universitäre Leben und den Universitätsstandort Witzenhausen. Das besondere Engagement für die internationalen Dimensionen wissenschaftlicher Arbeit zeigt sich in vielfältigen internationalen Forschungskooperationen und Hochschulpartnerschaften, regelmäßigen internationalen Fortbildungsprogrammen und in gemeinsam mit anderen deutschen Universitäten durchgeführten Alumni-Veranstaltungen und Summer Schools. Seit 2002 gibt es einen englischsprachigen Masterstudiengang "International Organic Agriculture", der 2009 in den Studiengang "Sustainable International Agriculture" integriert wurde, der mit der Georg-August-Universität Göttingen gemeinsam durchgeführt wird. Seit 2006 wird bereits der englischsprachige Masterstudiengang "International Food Business and Consumer Studies" in Kooperation mit der Hochschule Fulda angeboten. 80 % der Studierenden in den Masterprogrammen kommen aus dem Ausland.