Al­ter­na­ti­ven Fer­kel­kas­tra­ti­on

Pro­jek­tend­be­richt

Pro­jekt­lauf­zeit

Dezember 2008 bis März 2011

An­sprech­part­ne­rin an der Uni­ver­si­tät Kas­sel

Astrid Heid, M.Sc.

Pro­jekt­part­ner

Prof. Dr. Ute Knierim

Pro­jekt­lei­tung

Al­ter­na­ti­ven zur be­täu­bungs­lo­sen Fer­kel­kas­tra­ti­on im öko­lo­gi­schen Land­bau – Ana­ly­se der Aus­wir­kun­gen al­ter­na­ti­ver Ver­fah­ren auf die Ak­zep­tanz bei Ver­brau­chern und Pro­du­zen­ten

Forschungsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de

Zielsetzung des Projekts ist die Analyse der Einstellungen von Verbrauchern, Händlern und Produzenten zur betäubungslosen Ferkelkastration sowie zu möglichen Alternativen im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die Qualität von Schweinefleisch und das Kaufverhalten von Verbrauchern. Unter Berücksichtigung der Sicht aller Akteure sollen Empfehlungen abgeleitet werden, welche Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration in der ökologischen Schweinehaltung in Deutschland sinnvoll in die Praxis umgesetzt werden können.

Um den Informationsstand und die Einstellungen der Verbraucher zur Ferkelkastration sowie die Reaktionen auf verschiedene Informationen zur Kastration und möglichen Alternativen zu ermitteln, werden vom Fachgebiet Agrar- und Lebensmittelmarketing neun Fokusgruppendiskussionen durchgeführt. Im Anschluss findet jeweils eine Vickrey-Auktion statt, um die Zahlungsbereitschaft für die verschiedenen Alternativen zu bestimmen. Parallel dazu werden vom Fachgebiet Nutztierethologie und Tierhaltung in einer mehrstufigen Befragung Wissenschaftler und Vertreter von Produktion und Handel in sechs europäischen Ländern zum Status-Quo und Perspektiven bezüglich der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Fleisch von nicht betäubungslos kastrierten Schweinen befragt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden zusammengefasst und in Workshops mit Produzenten und Beratern sowie Vertretern von Verarbeitungs- und Handelsunternehmen diskutiert.

Ta­gungs­do­ku­men­ta­ti­on zum Pra­xis-Work­shop

„Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration in der ökologischen Schweinehaltung“ (11.03.2010, Bonn)

Welche Alternativen gibt es zur betäubungslosen Ferkelkastration in der ökologischen Schweinehaltung in Deutschland? Diese Frage haben wir auf der Basis von aktuellen Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten aus dem europäischen Ausland mit den Teilnehmern diskutiert.

Vorträge:

  • „Einführende Vorstellung der verschiedenen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration“ von Christine Brenninkmeyer, Universität Kassel
  • „Züchterische Möglichkeiten zur Reduktion von Ebergeruch“ von Luc Frieden, Universität Bonn
  • „Vorläufige Ergebnisse einer Expertenbefragung im europäischen Ausland“ von Christine Brenninkmeyer, Universität Kassel
  • „Erste Ergebnisse einer Befragung von Öko-Fleischkonsumenten“ von Astrid Heid, Universität Kassel
  • „Kastration mit Lokalanästhesie und Ebermast“ von Bente Fredriksen, Norwegen
  • „Erfahrungen aus der Schweiz“ von Hans-Georg Kessler, Schweiz
  • „’Geschmackssache’ Eberfleisch: Verbraucher, Vermarkter, Schlachthöfe, Landwirte und Züchter über (den Verzicht auf) Kastration“ von Henk Gerbers, Niederlande

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