2005 - Strukturstabilität und die Tragfähigkeit von Mistmatratzen

Um die Strukturstabilität und die Tragfähigkeit von Mistmatratzen mit verschieden aufbereiteter Einstreu zu ermitteln, wurden in der Vergangenheit schon erste Untersuchungen angestellt. Deininger et al. (1998) entwickelten eine einfache Messtechnik, die die Stabilität einer Mistmatratze erfassen konnte. Auf dieser Grundlage ist eine Erweiterung und Verfeinerung der Messtechnik entwickelt worden, die neben dem Eindringkraftmaximum auch den Kräfte- und den Eindringverlauf erfasst, um das Verhalten einer Mistmatratze unter Beanspruchung besser beurteilen zu können. Das Messsystem „Drückeberta“® besitzt eine eigene Stromversorgung, lässt sich an jedem Standardschlepper anbringen  und erlaubt frei einstellbare Eindringwinkel.

In der erweiterten Version ist das Messsystem „Drückeberta“®  mit Klauenmodellen ausgestattet, die in der Lage sind, den Tritt optimal zu simulieren. Grundlegend ist hierfür die Möglichkeit, den Druck des Hydraulikzylinders in verschiedenen Richtungen in die Mistmatratze zu lenken, da die Bewegung des Tieres eine Winkeländerung der Eindringkraftrichtung zur Folge hat; in den seltensten Fällen wird sich die Klaue im rechten Winkel vorsichtig auf die Mistmatratze absenken. Um dieser Winkeländerung gerecht werden zu können, ist der Hydraulikzylinder so angeordnet, dass er in zwei Ebenen im Winkel einstellbar ist. Zusätzlich dazu lässt sich auch der Auftrittswinkel der Klauenmodelle so verändern, dass das Klauenmodell je nach Einstellung stufenlos vom Klauenende bis zur Klauenspitze zuerst mit der Mistmatratze in Berührung kommen kann.

Poster

Untersuchungen zur Effizienz des Stroheinsatzes in der Tierhaltung

Untersuchungen zur Eignung von Einstreumaterial in
umweltverträglichen und tiergerechten Haltungssystemen
für Rinder und Schweine