2014 Quantifizierung klimarelevanter GASLECKAGEN bei Biogasanlagen

Die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland steigt weiterhin an. Es ist jedoch davon auszugehen, dass durch Alterung, technische Defekte und Konstruktionsmängel erhebliche Gasleckagen (v.a. Methan) auftreten. Dieser zunehmende Ausstoß klimarelevanter Treibhausgase erfordert die Entwicklung neuartiger Messsysteme, die eine einfache und zeitnahe Quantifizierung der entweichenden Gasmenge durch vorhandene Leckagen ermöglichen. Zu diesem Zweck soll ein portables Leckmassenstrom-Fernmesssystem für Methan mit integrierter Datenauswertesoftware entwickelt werden. In einem ersten Schritt werden reproduzierbare Messungen unter Laborbedingungen durchgeführt. Zum Ende der Projektphase sind Messeinsätze unter realen Bedingungen vor Ort geplant.

So trägt das Projekt zur Minimierung der Methanemission bei, welches gegenüber CO2 ein um den Faktor 25 höheres Treibhausgaspotential  aufweist. Die so geschaffene Möglichkeit regelmäßiger Kontrollen trägt zum Umweltschutz bei und fördert das positive Image der erneuerbaren Energien, im speziellen der Biogasanlagen. Auch die zu erwartende Steigerung der Energieausbeute durch die resultierende technische Verbesserung der Anlagenkomponenten und die Option einer einheitlichen Zertifizierung der Biogasanlagen hinsichtlich Effizienz und Menge an aktuellem Gasaustritt sind betriebswirtschaftlich sowie klimapolitisch relevante Innovationen, die weitere Zielvorgaben dieses Forschungsprojekts darstellen.

 

Projektkoordination: Hermann Sewerin GmbH

Projektpartner : FG Mess- und Regelungstechnik & FG Agrartechnik

gefördert durch : Deutsche Stiftung Umwelt