Untersuchung und Darstellung der Qualitätsveränderung von Agrarprodukten während der Trock­nung

Im Rahmen der Dissertation zum Thema „Untersuchung und Darstellung der Qualitätsveränderung von Agrarprodukten während der Trock­nung“ sollen qualitätsbestimmende Eigenschaften von Agrarprodukten vor, während und nach der Trocknung untersucht werden. Bei den Agrarprodukten handelt es sich z.B. um Kohl, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Rote Bete, Chilis, Ananas, Mangos und Zwiebeln.

Ziel der Forschungsarbeit ist es, im Rahmen des Projekts „RELOAD“ dazu beizutragen, die Nachernteverluste entlang der Nahrungsmittelkette von Obst und Gemüse in Ostafrika zu verringern und dadurch die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Dabei soll untersucht werden bei welcher

·           Strömungsgeschwindigkeit,

·           Trocknungs- und

·           Taupunkttemperatur,

·           sowie Trocknungsdauer

getrocknet werden muss, um nachfolgend Agrarprodukte zu erhalten, die nicht nur länger haltbar und weniger anfällig für Schimmel und Mikroorganismen sind, sondern zusätzlich möglichst geringe Verluste an qualitätsbestimmenden Eigenschaften wie beispielsweise Inhaltstoffe (Vitamine, Säuren,…), Farbe und mechanischen Eigenschaften aufweisen.

Gehalte an Vitaminen, Farbstoffen, Aroma- und Geschmacksstoffen sowie die mechanischen Eigenschaften der Agrarprodukte werden dabei mittels instrumenteller Analytik bestimmt. Es werden Messverfahren, wie beispielsweise HPLC, IC, UV/Vis-Spektroskopie und Texture Analyser herangezogen. Die Ergebnisse der Messungen sollen in sogenannten Schädigungsdiagrammen dargestellt werden.

Durch unterschiedliche Trocknungsparameter wie z.B. Lufttemperatur und Taupunkttemperatur ändert sich auch die Dauer des gesamten Trocknungsvorgangs. Da viele qualitätsbestimmende Eigenschaften der Agrarprodukte nicht nur durch hohe Temperaturen sondern auch durch die Anwesenheit von Sauerstoff und anderen Faktoren beeinflusst werden, ist es entscheidend einen Trock­nungs­prozess zu wählen, der die qualitätsbestimmenden Eigenschaften möglichst nicht negativ beeinflusst.

Durch die erhaltenen Erkenntnisse würden den Menschen in Ostafrika durch Trocknung konservierte Produkte zur Verfügung stehen, auf die sie auch außerhalb der Erntesaison zugreifen können. Dies kann dazu beitragen, die Ernährungssituation in Entwicklungsländern zu verbessern.

 

Projektverantwortlich : Saskia Arendt