2017 HydroTherm

Im Vergleich zu anderen Formen der Gewinnung regenerativer Energie können Biogasanlagen unabhängig von Witterungsverhältnissen kontinuierlich Energie erzeugen. In ausreichender Größe und Anzahl tragen Biogasanlagen bereits heute entscheidend zur Sicherung der Grundlast des Stromverbrauches bei. Allerdings haben Biogasanlagen auch Nachteile, die einer vermehrten Nutzung dieser Form der Energiegewinnung entgegenstehen:

-  nicht genutzte Abwärme, die in hohem Maße anfällt
-  hohe Kosten bei der Gärrestverwertung

Gärreste aus Biogasanlagen dürfen nur auf ausreichend großen Flächen ausgebracht werden, um eine Überdüngung der Böden zu vermeiden. Aus diesem Grund führt bereits die Entsorgung der Gärrestmengen aus dem aktuellen Bestand von Biogasanlagen zu Problemen. Das zur Förderung beantragte Vorhaben entwickelt ein Verfahren zur Behandlung von Gärresten, das in ein unkompliziert und leicht zu verwertendes Endprodukt mündet. Der Energiebedarf des Verfahrens wird durch Wärmerückgewinnung minimiert bzw. kann zum Teil aus der Abwärme der Biogasanlage gewonnen werden. Das zu entwickelnde Verfahren hat damit das Potential, die beiden o.g. wesentlichen Schwächen von Biogasanlagen in Stärken umzuwandeln, indem die Abwärme und Gärreste direkt dazu beitragen, den Betrieb der Biogasanlage autark und wirtschaftlich effizienter zu gestalten.

Projektverantwortlich : Dr. Franz Román