Das ALL-Facts-Projekt ermöglicht die Ausweitung der Agrarökologie auf die Landschafts-(biophysikalische Aspekte) und territoriale Ebene (Interessengruppen und Governance). Dazu sind Maßnahmen mit Landwirten über den Bauernhof hinaus erforderlich. Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu finden und zu testen, um agroökologische Nahrungsmittelsysteme in Gebieten zu etablieren, die die Kluft zwischen Land und Stadt überbrücken.
Die Ziele des Projekts sind im Einzelnen:
- Die am besten geeigneten, an die Landschafts-/Territorialebene angepassten Agrarökologiepraktiken für die Diversifizierung des Agrar- und Nahrungsmittelsystems auszuwählen,
- Ein Netzwerk von 11 Agroecology Living Labs (ALL) in sechs verschiedenen EU-Ländern und fünf Regionen zu unterstützen, welches sich aus bereits bestehenden (drei italienischen, ein spanisches, ein deutsches, ein französisches, drei niederländischen) oder neu entstehenden (ein französisches, ein rumänisches) zusammensetzt, dadurch die Ausweitung der Agrarökologie auf territorialer Ebene zu fördern und zu beschleunigen,
- Durchführung einer integrierten Bewertung der sozioökonomischen Auswirkungen und Ökosystemleistungen der vorgeschlagenen Praktiken durch Verwendung der folgenden zwei Methoden: a) APES-Bewertung (Agroökologische Praktiken für Ökosystemleistungen) und partizipative Kartierungsmethodik; b) Me4ALL-Framework sowie
- Identifizieren der vielversprechendsten Governance-Prozesse und Mehrebenen-Politiken, um eine Ausweitung der ALL auf die Landschaftsebene und darüber hinaus zu unterstützen, sowie
- Erstellen von gemeinsamen Lösungen, die auf einen partizipativen Ansatz zur Neugestaltung von Agrarökosystemen auf territorialer Ebene basieren. Durch die Integration der obengenannten Schritte werden wir für jedes Gebiet spezifische Übergangspfade identifizieren und auf diese Weise modellhafte Gebiete für die Ausweitung gemeinsamen Lernens in ganz Europa gestalten.