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Zuckerrohr, Rüben & Co – vom bittersüßen Wohlgeschmack Seminar 20. & 21. Oktober 2017

 
Zuckerrohr, Rüben & Co – vom bittersüßen Wohlgeschmack
Seminar in Witzenhausen am 20. & 21. Oktober 2017


“Sweet dreams are made of this…” Wir lieben Süßes, aber die süße Versuchung hat auch andere Seiten! Zucker war und ist ein bedeutendes Handelsgut mit weltweit steigendem Verbrauch. Die wachsenden Anbauflächen sind allerdings nicht nur dem menschlichen Konsum geschuldet, sondern auch der Herstellung von Kraftstoff, dem „Bio-Ethanol“.
Von Freitag, 20. Oktober, 16:30 Uhr bis Samstag, 21. Oktober 2017 um 17:30 Uhr dreht sich im Tropengewächshaus alles um Zucker.
Am Freitagabend erwartet die Teilnehmenden ein Einstieg zu den wichtigsten Zuckerpflanzen, ihrer Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Bedeutung. Wo genau liegt der Unterschied zwischen Vollrohrzucker, Rohrohrzucker und braunem Zucker? Und wie wirkt sich der Anbau von Zuckerrohrmonokulturen oder Zuckerrübenfeldern auf die Umwelt aus? Wir werden uns auch mit der Bedeutung des europäischen Hungers nach Zuckerrohr und Rum beschäftigen, der das abscheuliche System der Sklaverei ankurbelte. Bis heute bedeutet die Arbeit auf einem Zuckerrohrfeld extrem harte körperliche Arbeit. Was hat sich an den Verhältnissen seither eigentlich geändert? Nach diesen Impulsen gibt es „Süßes zum Nachtisch“: im Lichtkegel der abendlichen Taschenlampenführung im Tropengewächshaus steht die wohlschmeckende Seite des Zuckers, mit Häppchen aus Literatur und Küche.
Am Samstag geht es weiter im Gewächshaus – wir beschäftigen uns bei einem Rundgang mit botanischen, landwirtschaftlichen, ökonomischen, politischen und sozialen Aspekten von verschiedenen Zuckerpflanzen. Was verbirgt sich hinter Agavensirup oder Palmzucker, woher kommt der Kokosblütenzucker und wem gehört die Stevia? Einige Zuckerarten nehmen wir richtig unter die Lupe! Natürlich dürfen auch Verkostungen unterschiedlicher Süßmittel nicht fehlen. Noch vor 200 Jahren galt Zucker noch als Luxusartikel. Aus der Zuckerrohrpflanze gewonnen, gelangte das so genannte „weiße Gold“ über die Kolonien nach Europa. Bereits 1806 begannen mit der Kontinentalsperre von Napoleon die Handelsbeschränkungen. Eine Folge davon ist die Zuckerrübe, deren Züchtung damals forciert wurde, um unabhängig vom tropischen Zuckerrohr zu werden. Heute stehen sich Rohr und Rübe auf dem Weltmarkt als Konkurrenten gegenüber, Handelsbeschränkungen und Ausnahmen sind vielfältig. Ganz aktuell laufen zum 30. September 2017 die EU-Quotenreglungen für den Anbau aus. Wir diskutieren Marktmechanismen, Arbeitsbedingungen, Biopiraterie und fairen Handel.
Außerdem berichtet Cristina Pflaum über fair und biologisch erzeugten Kokosblütenzucker aus Indonesien. Sagen Ihnen die Begriffe Maltodextrin, Glucosesirup, Invertzuckersirup oder Laktose etwas? Falls nicht, freut dies zumindest die Lebensmittelindustrie. Wir sprechen auch über die Deklaration auf Verpackungen anhand praktischer Beispielen.
Nora Taleb, Mitarbeiterin beim Bio-Anbauverband Naturland, klärt uns am Samstagnachmittag über Sozial- und Fairhandelskriterien für Zuckerpflanzen und deren Zertifizierungsmechanismen auf. Sie kann uns aus erster Hand von Zuckerrohrbäuerinnen und Bauern aus Paraguay berichten.
Zuckerrübe vs. Zuckerrohr – Welche Auswirkungen auf Umwelt und Menschen haben der Anbau von Rohr und Rübe? Vielleicht finden wir am Ende eine Antwort auf die Frage, welcher Zucker denn nun am nachhaltigsten ist.
P.S.: Auf die ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Süßmitteln gehen wir in diesem Seminar weniger ein.

Zeit: Das Seminar beginnt am Freitag, den 20. Oktober 2017 um 16:30 Uhr und endet am Samstag, den 21. Oktober 2017 um 17:30 Uhr.
Ort: Tropengewächshaus der Universität Kassel, Steinstraße 19, 37213 Witzenhausen
Übernachtung und Verpflegung: DEULA, Am Sande 20, 37213 Witzenhausen
Referentinnen: Ines Fehrmann (Universität Kassel), Cristina Pflaum (Weltläden in Hessen e.V.), Nora Taleb (Naturland)
Teilnahmegebühr (inklusive Unterkunft + Verpflegung): 45€/Person im Doppelzimmer, 50€/Person im Einzelzimmer. Ohne Übernachtung 35€. Ermäßigung auf Anfrage möglich.
Anmeldungen bis zum 09.10.2017 an: cpflaum@weltlaeden-hessen.de; Tel.: 06421/620127
Das Seminar ist eine Kooperation von Weltläden in Hessen e.V., Tropengewächshaus Witzenhausen/Universität Kassel und WeltGarten Witzenhausen.

          





Upcycling-Werkstatt für Große: Kein Grund zum Wegwerfen! Sonntag, 19.11. 10-17 Uhr

Upcycling-Werkstatt für Große:
Kein Grund zum Wegwerfen!


Sonntag, 19. November 2017,  10.00 – 17.00 Uhr

Upcycling – nur eine neue Modewelle oder ein Zeichen nachhaltigen Handelns? Das Wort Upcycling setzt sich aus den Worten „Up“ und „Recycling“ zusammen und bedeutet, scheinbar nutzlose Dinge aufzuwerten. Am Sonntag, 19. November wollen wir im Tropengewächshaus in Witzenhausen aus Aussortiertem, häufig aus Pflanzen Hergestelltem, gemeinsam etwas Neues, Einzigartiges und Brauchbares entstehen lassen! 

Pflanzen aus aller Welt sind die Rohstoffe für Papier, Kleidung, Verpackung und viele andere Alltagsgegenstände. Ihre Produktion ist aufwändig, kostet menschliche Arbeit, fossile Ressourcen, knappe Flächen und hinterlässt manch Unerwünschtes bei Mensch und Umwelt. Die Produkte nach kurzem Gebrauch als „Müll“ zu entsorgen, ist deshalb schade. Die Menge an Haushaltsabfällen in Deutschland nimmt stetig zu, unter diesen Umständen kann eine durch Upcycling verlängerte Nutzungsdauer der Produkte zum Schutz der Umwelt beitragen. „Aufwerten statt Wegwerfen“ ist das Motto unserer Werkstatt, dabei stehen Kreativität und Spaß am „Erfinden“ und Umsetzen im Mittelpunkt. 

Wir lernen die Wege von der Pflanze beispielsweise zum Fahrrad-oder Autoreifen, zur Kleidung oder zum Papier kennen und beschäftigen uns auch mit dem Thema Plastik und Pflanzen. Es geht bei diesem Workshop auch darum, Pflanzenrohstoffe und all die Mühe, die in ihnen steckt, kennen und dadurch schätzen zu lernen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Handeln: Wir wollen Ideen austauschen, wie Altes sich mit mehr oder weniger handwerklichem Geschick in Nützliches und Schönes umwandeln lässt und vor allem selber aktiv werden: Kaputte Fahrradschläuche lassen sich in kleine Etuis oder Klemmbretter verwandeln, aus Altpapier entsteht individueller Schmuck oder ein einzigartiges Notizbuch, aus alter Kleidung neue Ordnungshelfer. Auch Kunststoffe lassen sich aus unserem Alltag kaum fernhalten – gerade typisches Verpackungsmaterial lässt sich wunderbar zu neuen Accessoires aufwerten. Bei all dem versuchen wir, möglichst kein „extra gekauftes“ Material einzusetzen. Eine wunderbare Gelegenheit also auszuprobieren, was uns möglich ist und Freude bereitet! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zeit: Sonntag, 19. November 2017, 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: Tropengewächshaus der Universität Kassel, Steinstraße 19, 

37213  Witzenhausen

Anmeldung  verbindlich bis 10. 11. 2017

Ines Fehrmann, Universität Kassel, 

Tel: 05542-72812, tropengewaechshaus@uni-kassel.de 

Kosten: 25 €/Person incl. Snack und Material





Jahresprogramm

Hier finden Sie das vorläufige Programm 2017