Feldtag Domäne Frankenhausen
Feldtag in Frankenhausen
Klimaanpassung im Öko-Gemüsebau
Wann: 30. September 2026, ab 10:00 Uhr
Wo: Domäne Frankenhausen
Der Feldtag der Universität Kassel auf der Domäne Frankenhausen zeigt praxisnahe Ansätze zur Klimaanpassung im ökologischen Gemüsebau. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungsprojekte zu Bodenfruchtbarkeit, Wassermanagement, biodiversitätsfördernden Anbausystemen sowie resilienten Kulturen und Sorten.
Extremwetterereignisse wie Trockenperioden, Starkregen und Hitze stellen den Gemüsebau zunehmend vor Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an ressourcenschonenden und klimaangepassten Produktionssystemen. Im Rahmen des Feldtags werden Versuche und Strategien vorgestellt, die dazu beitragen können, Wasser effizienter zu nutzen, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern, Pflanzenbestände resilienter zu gestalten und langfristig stabile Erträge im ökologischen Gemüsebau zu sichern.
Die Veranstaltung verbindet Wissenschaft, Praxis und Beratung. Im Rahmen von vier Feldstationen und zwei Anschauungsstationen werden laufende Versuche, Demonstrationsmaterialien und praxisnahe Ansätze direkt auf dem Feld vorgestellt. Aufgrund der teilweise größeren Laufwege zwischen den Stationen wird festes Schuhwerk empfohlen. Neben den Führungen gibt es Gelegenheit zum Austausch über konkrete Maßnahmen und deren Umsetzbarkeit in der Praxis.
Feldstationen und Anschauungsstationen
Die Inhalte des Feldtags werden an vier Feldstationen sowie zwei Anschauungsstationen präsentiert. Dabei werden unterschiedliche Ansätze zur Klimaanpassung im ökologischen Gemüsebau anhand laufender Versuche, Demonstrationsmaterialien und Praxisbeispiele vorgestellt.
Programm
ab 10:00 Uhr Ankommen und Kaffee
10:30 Uhr Begrüßung und Einführung
11:00 Uhr Beginn der Feldrundgänge
Die Inhalte werden an vier Feldstationen und zwei Anschauungsstationen präsentiert. Zwischen den einzelnen Stationen sind teilweise größere Laufwege einzuplanen.
13:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Fortsetzung der Feldstationen und gemeinsamer Austausch
16:00 Uhr Abschluss bei Kaffee
Veranstaltungsort
Domäne Frankenhausen
Frankenhausen 2
34292 Grebenstein
Feldversuche und Projekte
Im Projekt ROBUSTGemüse werden Strategien untersucht, um die Resilienz ökologischer Freilandgemüsebaubetriebe gegenüber Klimawandel, neuen Schaderregern und Ressourcenknappheit zu stärken. In Frankenhausen werden verschiedene Mulchmaterialien und Zwischenfruchtverfahren im Hinblick auf Wasser- und Nährstoffeffizienz sowie Bodenschutz vorgestellt.
Das europäische Projekt HydroSoilWise beschäftigt sich mit der Verbesserung von Bodengesundheit und Wassermanagement im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Gezeigt werden Versuche zu Zwischenfrüchten und Maßnahmen zur Erhöhung der organischen Bodensubstanz, um Wasserhaltevermögen, Bodenstruktur und Klimaresilienz zu verbessern.
GROUND2LIVE entwickelt innovative Strategien zur Bodenbedeckung in Gemüsebausystemen. Im Fokus stehen Untersaaten und Zwischenfrüchte zur Förderung von Bodenqualität, Biodiversität und Nährstoffeffizienz bei gleichzeitiger Sicherung der Produktivität. In Hessen wird über das Praxisforschungsnetzwerk Hessen mit 8 Betrieben an Untersaaten im Winterlauch geforscht.
ÖkoBoden4Resilienz (2022–2025) – PFN Hessen
Ergebnisse aus dem abgeschlossenen Projekt ÖkoBoden4Resilienz des PFN Hessen zeigen, wie Grünschnitt- und Stallmistkomposte sowie diverse Zwischenfrüchte die Wasserspeicherfähigkeit, Bodenfruchtbarkeit und Humusbildung beeinflussen und so zur Resilienz von Anbausystemen unter Trocken- und Hitzestress beitragen können.
OekoTom – Freilandtomatenprojekt
Das Freiland-Tomatenprojekt OekoTom entwickelt robuste Tomatensorten für den ökologischen Freilandanbau. Vorgestellt werden verschiedene Freilandtomaten sowie Ansätze zur Verbesserung von Trockenstress-Toleranz und Pflanzengesundheit.
ZUG – Züchtung nachbaufähiger Gurkenunterlagen
Im Projekt ZUG werden samenfeste und resistente Kürbisunterlagen für die ökologische Gurkenproduktion entwickelt. Vorgestellt werden unterschiedliche Unterlagen sowie Ansätze zur Förderung der Pflanzengesundheit und Unabhängigkeit in der ökologischen Gemüsezüchtung.
Das Projekt Bio-Klima-Gemüse untersucht, wie sich der regionale ökologische Gemüsebau an den Klimawandel anpassen kann und welche Rolle Konsum, Wertschöpfungsketten und Anbausysteme dabei spielen. Im Fokus stehen klimaangepasste Produktions- und Vermarktungsstrategien.
Das Projekt ADAPT untersucht Maßnahmen zur Anpassung an Dürre und Extremwetterereignisse. Vorgestellt werden Versuche und Demonstrationsmaterialien zu resilienten Boden-Pflanzen-Systemen und Wassermanagement unter Klimastress.
IAT
Beim neuem Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation -IAT Nordhessen werden zukunftsweisende Fragen von Praktikern mit Forschern erfasst, erforscht und umgesetzt. In den Reallaboren entstehen langfristige Kooperationsstrukturen mit relevanten Akteuren aus Landnutzung, Politik und regionaler Praxis.
ALTOKA
ALTOKA entwickelt Alternaria-tolerante Karottensorten für den ökologischen Anbau und die Saftproduktion. Vorgestellt werden Ansätze zur Förderung robuster Kulturen und zur Reduktion von Pflanzenschutzmaßnahmen.
Anmeldung und Kosten
Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 € Verpflegungspauschale. Die Anmeldung erfolgt unter: https://veranstaltungen.uni-kassel.de/event/klimaanpassung-im-oeko-gemuesebau