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25.02.2019 17:45

Klärschlammverwertung und Phosphor-Recycling in NordOstHessen

Informationsveranstaltung des FG SWW und des RP Kassel

Die im Jahr 2017 in Kraft getretene neue Klärschlammverordnung hat, in Verbindung mit der Düngemittel- und der Düngeverordnung, gravierende Auswirkungen auf die Entsorgung des Klärschlamms. Danach wird mit mehrjährigen Übergangsfristen für kommunale Kläranlagen mit einer Ausbaugröße über 50.000 Einwohnerwerten das Phosphor-Recycling aus Klärschlämmen grundsätzlich vorgeschrieben und die direkte bodenbezogene Verwertung dieser Klärschlämme verboten. Schon heute wird die bodenbezogene Klärschlammverwertung durch Verschärfungen im Düngerecht und durch die Konkurrenz mit Wirtschaftsdüngern zunehmend eingeschränkt.

Diese Entwicklung unterstreicht den großen Bedarf an wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösungen zum Phosphor-Recycling. Dafür sind wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und praktische Erfahrungen aus großtechnischen Umsetzungen verschiedener Phosphor-Recyclingverfahren unter realen Bedingungen dringend erforderlich. Diese Technologien dürfen jedoch nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssen Teil eines ganzheitlichen regionalen Phosphor-Recycling- und Klärschlammverwertungskonzeptes sein. Weder für die zukünftige Klärschlammentsorgung noch für das Phosphor-Recycling liegt bislang ein für NordOstHessen abgestimmtes, regionales Konzept vor.

Das FG SWW und das Regierungspräsidium Kassel veranstalten am Donnerstag, den 7. März 2019 für die betroffenen abwasserentsorgungspflichtigen Kommunen und kommunalen Verbände einen Informationstag zum zukünftigen Klärschlammmanagement in NordOstHessen.