Stahlbau I - Einführung
Inhalte
In dieser Lehrveranstaltung befassen wir uns zunächst mit den werkstofflichen Grundlagen, die für das Bemessen und Konstruieren mit dem Werkstoff Stahl notwendig sind. Hier steht die Spannungs-Dehnungslinie und die Plastizierfähigkeit des Stahls im Vordergrund. Die aus dem einachsigen Zugversuch gewonnen Kenntnisse übertragen wir mittels verschiedener Vergleichsspannungshypothesen auf den mehrachsigen Spannungszustand. Die erworbenen Kenntnisse nutzen wird im zweiten Schritt, um die Querschnittsbemessung über die aus der Mechanik bekannte Elastizitätzstheorie hinaus zu erweitern.
Sie lernen, dass Stäbe unter Druckbespruchung bereits deutlich unterhalb der Werkstofffestigkeit versagen können und wie solche Druckstäbe mit Hilfe der Knicklänge und dem Ersatzstabverfahren nachgewiesen werden können.
Für die beiden Verbindungstechniken Schrauben und Schweißen lernen Sie wesentliche Begriffe sowie die Wirkungsweise kennen. Für einfache Verbindungen lernen Sie die Beanspruchungen in den Verbindungsmitteln zu bestimmen und diese rechnerisch nachzuweisen.
Themen
- Überblick über die Stahlbauweise, Stahlerzeugnisse, werkstoffliche Grundlagen
- Ermittlung von Querschnittswerten
- Nachweisverfahren Elastisch-Elastisch, Elastisch-Plastisch, Plastisch-Plastisch
- Nachweis von Schrauben und Schweißverbindungen
- Einführung in die Theorie II. Ordnung
- Stabilitätsnachweise nach dem Ersatzstabverfahren
- Konstruktion und Bemessung von einfachen Elementen des Stahlbaus
Informationen zum Modul
- Pflichtfach Bauingenieure
- 5. Semester (WiSe)
- Modulname: Grundlagen des konstruktiven Ingenieurbaus II (gemeinsam mit Holzbau)
- Stahlbau: 3 ECTS (2 SWS)
- 1 SWS Vorlesung / 1 SWS Hörsaalübung
- Prüfungsvorleistung: vorlesungsbegleitende Hausübungen
Weitere Informationen sowie die Vorlesungsunterlagen finden Sie in moodle. Das Passwort zum Kurs wird in der Veranstaltung bekanntgegeben.