BikeCom – Stärkung des Radverkehrs durch Aufbau von Kommunikationskompetenz
BikeCom setzt auf eine strategische Verbesserung der Radverkehrskommunikation als Hebel für die Mobilitätswende, insbesondere für die Förderung des Radverkehrs. Nur wenn Radfahren als attraktive, alltagsnahe und selbstverständliche Form der Mobilität wahrgenommen wird, können Infrastrukturmaßnahmen, Planungsentscheidungen und Förderprojekte ihre volle Wirkung entfalten. Kommunikation ist entscheidend, um Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken und Radverkehr als attraktive Mobilitätsform für alle Gesellschaftsgruppen zu verankern. Beobachtungen aus der Praxis zeigen jedoch: Viele Maßnahmen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil die begleitende Öffentlichkeitsarbeit häufig noch zu unsystematisch, zu wenig professionell oder nicht ausreichend zielgruppengerecht erfolgt.
Analysephase
Zu Beginn des Projekts werden bestehende Kommunikationsansätze, Medienformate und Strategien im Radverkehr systematisch analysiert und entwickelt. Die Analyse bildet die evidenzbasierte Grundlage für die Entwicklung passgenauer, übertragbarer Kommunikationsstrategien und Formate.
Drei Umsetzungssäulen
Die drei Umsetzungssäulen greifen ineinander: Formate werden in der eigenen Videoproduktion entwickelt, in Modellprojekten und -kommunen getestet und anschließend über Influencerinnen und Influencer verbreitet und skaliert, sodass sich zwischen den Säulen Synergieeffekte ergeben.
Eigene Videoproduktion
Kernbaustein ist die Produktion von rund 50 Kurzvideos zum Radverkehr an der Universität Kassel. Dabei werden unterschiedliche Formate und Erzählweisen zielgruppenorientiert entwickelt. Die Videos bilden die methodische Grundlage für alle weiteren Projektschritte.
Begleitung von Modellprojekten und Modellkommunen
Die entwickelten Video- und Kommunikationsformate werden in mehreren Modellprojekten und Kommunen unter realen Bedingungen eingesetzt und weiterentwickelt. Rückmeldungen aus Praxis und Zielgruppen fließen direkt in die Optimierung ein und sichern Übertragbarkeit und Praxistauglichkeit.
Kooperation mit Influencerinnen und Influencern
Erprobte Inhalte und Formate werden über Kooperationen mit reichweitenstarken Mikro- und Makro-Influencer:innen genutzt. So werden Zielgruppen gezielt erreicht und wirksame Kommunikationsansätze breit skaliert.
Ziel: Kommunikationsbaukasten
Ergebnis des Projekts ist ein evidenzbasierter, praxistauglicher Kommunikationsbaukasten für den Radverkehr. Dieser bündelt erprobte Strategien, Leitfäden und Medienformate und ermöglicht Akteurinnen und Akteuren in Kommunen und Institutionen eine strukturierte, professionelle und zielgruppengerechte Kommunikation. Damit werden Kommunikationskompetenzen nachhaltig gestärkt und die Umsetzung wirksamer Radverkehrsförderung langfristig unterstützt.
Projektinformation
| Verbundkoordinator | Universität Kassel, Fachgebiet Radverkehr und Nahmobilität |
| Projektlaufzeit | 12/2025 – 05/2028 |
| Förderprogramm | Förderung von nicht investiven Maßnahmen zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 (NRVP), Bundesministerium für Verkehr (BMV) |
| Ansprechpartner:innen | Prof.in Dr.in Angela Francke (Projektleiterin) M.F.A. Simeon Uhl (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) |
| Kontakt | Fachbereich 14 Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen Mönchebergstr. 7 Ingenieurwissenschaften III, Raum 3711 34125 Kassel |