BikeCom – Stärkung des Radverkehrs durch Aufbau von Kommunikationskompetenz

Bild: Johanna Wahle

BikeCom setzt auf eine strategische Verbesserung der Radverkehrskommunikation als Hebel für die Mobilitätswende, insbesondere für die Förderung des Radverkehrs. Nur wenn Radfahren als attraktive, alltagsnahe und selbstverständliche Form der Mobilität wahrgenommen wird, können Infrastrukturmaßnahmen, Planungsentscheidungen und Förderprojekte ihre volle Wirkung entfalten. Kommunikation ist entscheidend, um Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken und Radverkehr als attraktive Mobilitätsform für alle Gesellschaftsgruppen zu verankern. Beobachtungen aus der Praxis zeigen jedoch: Viele Maßnahmen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil die begleitende Öffentlichkeitsarbeit häufig noch zu unsystematisch, zu wenig professionell oder nicht ausreichend zielgruppengerecht erfolgt.

Analysephase

Zu Beginn des Projekts werden bestehende Kommunikationsansätze, Medienformate und Strategien im Radverkehr systematisch analysiert und entwickelt. Die Analyse bildet die evidenzbasierte Grundlage für die Entwicklung passgenauer, übertragbarer Kommunikationsstrategien und Formate.

Bild: Manuel Nii Martey Mensah

Drei Umsetzungssäulen

Die drei Umsetzungssäulen greifen ineinander: Formate werden in der eigenen Videoproduktion entwickelt, in Modellprojekten und -kommunen getestet und anschließend über Influencerinnen und Influencer verbreitet und skaliert, sodass sich zwischen den Säulen Synergieeffekte ergeben. 

  1. Eigene Videoproduktion 

    Kernbaustein ist die Produktion von rund 50 Kurzvideos zum Radverkehr an der Universität Kassel. Dabei werden unterschiedliche Formate und Erzählweisen zielgruppenorientiert entwickelt. Die Videos bilden die methodische Grundlage für alle weiteren Projektschritte.

  2. Begleitung von Modellprojekten und Modellkommunen

    Die entwickelten Video- und Kommunikationsformate werden in mehreren Modellprojekten und Kommunen unter realen Bedingungen eingesetzt und weiterentwickelt. Rückmeldungen aus Praxis und Zielgruppen fließen direkt in die Optimierung ein und sichern Übertragbarkeit und Praxistauglichkeit.

  3. Kooperation mit Influencerinnen und Influencern 

    Erprobte Inhalte und Formate werden über Kooperationen mit reichweitenstarken Mikro- und Makro-Influencer:innen genutzt. So werden Zielgruppen gezielt erreicht und wirksame Kommunikationsansätze breit skaliert.

Ziel: Kommunikationsbaukasten

Ergebnis des Projekts ist ein evidenzbasierter, praxistauglicher Kommunikationsbaukasten für den Radverkehr. Dieser bündelt erprobte Strategien, Leitfäden und Medienformate und ermöglicht Akteurinnen und Akteuren in Kommunen und Institutionen eine strukturierte, professionelle und zielgruppengerechte Kommunikation. Damit werden Kommunikationskompetenzen nachhaltig gestärkt und die Umsetzung wirksamer Radverkehrsförderung langfristig unterstützt.

Projektinformation

VerbundkoordinatorUniversität Kassel, Fachgebiet Radverkehr und Nahmobilität
Projektlaufzeit12/2025 – 05/2028
FörderprogrammFörderung von nicht investiven Maßnahmen zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 (NRVP), Bundesministerium für Verkehr (BMV)
Ansprechpartner:innen

Prof.in Dr.in Angela Francke (Projektleiterin)

M.F.A. Simeon Uhl (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

KontaktFachbereich 14
Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen
Mönchebergstr. 7
Ingenieurwissenschaften III, Raum 3711
34125 Kassel