Modellierung der Verkehrsnachfrage von Urlaubsreisenden und Tagesgästen in Großstädten II

HINTERGRUND UND ZIEL

Ziel des Projektes „Modellierung der Verkehrsnachfrage von Urlaubsreisen und Tagesgästen in Großstädten II“ ist, die Mobilität von Tages- und Übernachtungsgästen in Großstädten besser verstehen und bei der modellgestützten Prognose berücksichtigen zu können. In der Verkehrsplanung werden sogenannte Verkehrsnachfragemodelle eingesetzt, um die Auswirkungen von Maßnahmen zu ermitteln. Ein Verkehrsnachfragemodell ist eine vereinfachte digitale Abbildung des Verkehrsgeschehens in einem Raum. Es bildet ab, wie sich Verkehrsteilnehmende auf den verschiedenen Verkehrswegen (z. B. Straße, Schiene etc.) bewegen. Die meisten Verkehrsnachfragemodelle bilden die Alltagsmobilität der Bevölkerung einer Region oder Stadt sowie des zugehörigen Verflechtungsbereichs ab. Die Ergebnisse helfen der Verkehrsplanung zu verstehen, wie sich Maßnahmen – beispielsweise neue ÖPNV-Linien oder auch Baustellen – auf den Verkehr auswirken könnten. In der Praxis kommt es zu Differenzen zwischen den Prognosen der Modelle und der Realität. Diese Differenz erklärt man sich häufig mit der Verkehrsnachfrage, die durch externe Gäste entsteht. Das Projekt hat auch zum Ziel die durch externe Gäste entstehende Verkehrsnachfrage, besser abbilden zu können. Der Fokus liegt auf der Wahl des Verkehrsmodus unter Berücksichtigung von Wegeketten. 

METHODISCHES VORGEHEN

Zur Ermittlung der Zielgruppe und ihrer Merkmale wird in einem ersten Schritt eine Gästebefragung durchgeführt. Die Gäste werden dazu an touristischen Aktivitätenorten angesprochen. In einem zweiten Schritt werden Übernachtungsgäste gebeten, ihren restlichen Aufenthalt (mindestens 24 Stunden) mithilfe einer App, die automatisiert Wege und Aktivitäten protokolliert, aufzuzeichnen. Die App ermöglicht eine einfache und zuverlässige Erfassung der Wege, inklusive ihrer Länge und Anzahl, der genutzten Verkehrsmittel und der Aktivitäten. Um die Übertragbarkeit der Ergebnisse zu prüfen, wird die Erhebung in Kassel sowie einer strukturell ähnlichen Vergleichsstadt durchgeführt.

Darüber hinaus werden mit ausgewählten Personen vertiefende Interviews durchgeführt, um ein besseres Verständnis für urlaubsspezifische Einflussfaktoren sowie wesentliche Unterschiede im Vergleich zum alltäglichen Mobilitätsverhalten zu gewinnen.

Anhand der Personenmerkmale, der Aktivitätenketten und -orte sowie der genutzten Verkehrsmittel werden anschließend Verhaltensmodelle – mit einem Fokus auf dem Modell der Verkehrsmoduswahl – entwickelt.

Sie finden hier eine Kurzbeschreibung des Projektes.

 

 

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Falls Sie gebeten wurden, am Projekt teilzunehmen, und die Teilnahmebedingungen lesen möchten, finden Sie diese hier.

 

 

DATENSCHUTZ

Selbstverständlich werden die Regelungen zum Datenschutz eingehalten. Falls Sie Details zum Schutz Ihrer Daten nachlesen möchten, ist dies hier möglich.