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17.03.2026 | DFG-Projekt

Workshop zum Aufbau eines deutsch-südafrikanischen Netzwerks in den Higher Education und Science Studies in Stellenbosch, SA

Im März 2026 fand am STIAS (Stellenbosch Institute for Advanced Study) in Stellenbosch, Südafrika, der Workshop „Comparative Perspectives on Competition in Higher Education and Science in Germany and South Africa“ statt. Er wurde von Anna Kosmützky und Francois van Schalkwyk organisiert und ausgerichtet und wurde ermöglicht durch einen Zusatzantrag zur DFG-Forschungsgruppe FOR 5234 im DFG-Programm zum Aufbau internationaler Kooperation. Ziel des Workshops war es, ein deutsch-südafrikanisches Netzwerk in den Higher Education und Science Studies aufzubauen und gemeinsame künftige Arbeiten und Antragstellungen vorzubereiten.

30 Wissenschaftler:innen aus Deutschland und Südafrika kamen in Stellenbosch zusammen, darunter Forschende aus Soziologie, Ökonomie, Erziehungswissenschaft, Hochschulforschung und Wissenschaftsforschung. Mit 15 Vorträgen und einem Roundtable mit Vertreter:innen aus Hochschulen, Forschung und Wissenschaftspolitik bot der Workshop einen intensiven Raum für Austausch, Vergleich und Vernetzung. Charakteristisch dafür war das dialogisch angelegte Programm: Die Vorträge waren in deutsch-südafrikanischen Tandems organisiert und wurden jeweils aus der Perspektive des anderen nationalen Kontexts kommentiert. So entstand ein lebendiger, vergleichender Arbeitszusammenhang, in dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wettbewerbsdynamiken in Hochschul- und Wissenschaftssystemen  herausgearbeitet werden konnten.

Inhaltlich war diese vergleichende Diskussion zu publikationsgebundener Forschungsfinanzierung, ungleichen Positionen von Hochschulen, Rankings, Internationalisierung, Dekolonisierung sowie zu den Wechselwirkungen von Forschungs- und Lehrwettbewerben sehr produktiv und eröffneten neue komparative Perspektiven auf multiple Wettbewerbsdynamiken in Hochschul- und Wissenschaftssystemen. Der Workshop hat damit die internationale Vergleichsdimension der Forschungsgruppe substanziell erweitert und ihre internationale Vernetzung und Anschlussfähigkeit deutlich gestärkt. Über den fachlichen Austausch hinaus war das Treffen ein wichtiger Schritt zur Verstetigung der Kooperation mit südafrikanischen Partner:innen.