Oladjigbo Katchoni Georges Koba
Institut
Forschungscluster
1 - Partnerschaft in der Entwicklungszusammenarbeit - Zugang zu Entwicklungszusammenarbeit für marginalisierte Gruppen

Supervisoren
Prof. Dr. Kadouza Padabô, Université de Kara
Dr. Jhon Picard Byron, Université d’État d’Haïti
PhD Projekttitel
Territorial governance and gender: challenges and perspectives in Burkina Faso and Togo
Abstract
Die vorliegende Studie mit dem Titel „Territoriale Governance und Gender: Herausforderungen und Perspektiven in Burkina Faso und Togo“ zielt darauf ab, aus einer Gender-Perspektive die Determinanten der geringen Beteiligung bestimmter sozialer Gruppen an der territorialen Governance zu analysieren und einige nützliche Vorschläge zu erarbeiten, um zur Gewährleistung einer nachhaltigen territorialen Entwicklung beizutragen. Es sei daran erinnert, dass die durchführenden Akteure angesichts der wiederkehrenden Misserfolge von Entwicklungsprojekten und -programmen beschlossen, ihre Interventionsmethoden zu überdenken. Daraus entstand das Konzept der basisorientierten Entwicklung, dessen Grundprinzip die Beteiligung aller sozioökonomischen Schichten der Bevölkerung an Entwicklungsmaßnahmen ist. Im Wesentlichen ging es darum, durch einen Dezentralisierungsprozess Behörden und Institutionen auf lokaler Ebene einzurichten, um die Planung und Umsetzung der lokalen Entwicklung sicherzustellen.
Die geringe Beteiligung der Bevölkerung an Entwicklungsprogrammen beeinträchtigt die Bemühungen zur Armutsbekämpfung und verschärft die Geschlechterfrage. Tatsächlich haben Frauen und andere schutzbedürftige Gruppen wie Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Kinder bei Entwicklungsprojekten kein Mitspracherecht. Um diese Missstände zu beheben und auf die verschiedenen Unstimmigkeiten bei der quantitativen Beteiligung zu reagieren, werden verschiedene Instrumente zur Gender-Analyse entwickelt, mit dem Ziel, die Bedürfnisse dieser verschiedenen sozialen Gruppen besser zu erfassen und ihnen wirklich Rechnung zu tragen.
In Togo wie auch in Burkina Faso verfügen die meisten Gemeinden über kommunale Entwicklungspläne (CDPs), die jedoch mitunter Lücken aufweisen, da die Akteure bestimmte Konzepte nicht ausreichend beherrschen. In Togo ist zum einen die Verteilung der Rollen und Aufgaben zwischen den verschiedenen Ebenen der öffentlichen Verwaltung noch nicht geklärt. Zum anderen mangelt es den Akteuren an Verständnis hinsichtlich der Umsetzung von Dezentralisierung und Dekonzentration. In Burkina Faso scheinen vor allem die Schwierigkeiten bei der Verinnerlichung bestimmter neuer Konzepte sowie die Fragen, die sich aus der aktuellen Sicherheitslage des Landes ergeben, im Mittelpunkt der governancebezogenen Anliegen zu stehen.
Die zentrale Fragestellung dieser Studie lautet wie folgt: Welche geschlechtsspezifischen Herausforderungen und Perspektiven könnten eine gute Regierungsführung in Togo und Burkina Faso ermöglichen? Das Hauptziel besteht darin, die Formen der territorialen Governance unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten im Hinblick auf lokale Entwicklungsperspektiven zu analysieren.
Diese Studie wird verschiedene Erhebungsinstrumente kombinieren und partizipativ unter Einbeziehung aller Akteure der Dezentralisierung durchgeführt, um relevante Ergebnisse und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die auf beide Gebiete anwendbar sind.
Das wichtigste erwartete Ergebnis ist eine Analyse, die zur Gewinnung von praktischem Wissen führt. Generell wird eine Analyse der geschlechtsspezifischen Umsetzungen in der territorialen Regierungsführung und der daraus ableitbaren Vorteile erstellt.
Bildungsweg
- 2020: Master in Regionalplanung und Landmanagement am Panafrikanischen Institut für Entwicklung – Westafrika und Sahel (IPD-AOS) – Ouagadougou – Burkina Faso
- 2019: Master in Gender, Bevölkerung und Entwicklung am Panafrikanischen Institut für Entwicklung – Westafrika und Sahel (IPD-AOS) – Ouagadougou – Burkina Faso
- 2016: Staatliches Diplom in Sozialentwicklungsmanagement, Schwerpunkt: Partizipative lokale Entwicklung an der Nationalen Schule für Sozialausbildung (Lomé, Togo)
- 2011: Abitur der dritten Stufe (BAC2), Fachrichtung A4, Philosophie und Literatur am Petit Séminaire St. Pie X in Agoè-Nyivé (Lomé, Togo)
Berufserfahrung
- Derzeit: Ich bin in meiner Freizeit als selbstständige Beraterin tätig
- November 2021 – Dezember 2021: Projektbeauftragte für das Projekt „Beitrag gläubiger Frauen zum interreligiösen Dialog und zur Friedensförderung“ beim Netzwerk „Women of Faith for Peace“ in Burkina Faso in Zusammenarbeit mit OXFAM-Burkina Faso
- August 2021 – Oktober 2021: Projektbeauftragte „Datengestützte Interessenvertretung für die Bildung von Mädchen in Krisensituationen in Afrika“ bei der Pan-African Women’s Welfare Initiative (PWAWI) (Teilzeitbeschäftigung)
- Oktober 2020 – Oktober 2021: Projekt- und Ausbildungsbeauftragte bei IPD-AOS
- Januar 2020 – Februar 2020: Assistenzausbilderin für die Module „Methodik der Umweltdiagnose“ und „Gender-Ansatz“ bei IPD-AOS.
- November 2019: Berichterstatterin beim Kolloquium zur Berücksichtigung der Geschlechterperspektive bei der Bewältigung der humanitären Krise in Burkina Faso
- September 2018 – Juni 2019: Teilnahme am zweiten Jahr des Förderprojekts für Unternehmen der Sozial- und Solidarwirtschaft in Afrika (PA-EESSA) bei IPD-AOS. (Ouagadougou, Burkina Faso)