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09.04.2026 | Aktuell

ITeG beteiligt an zwei neuen Forschungsprojekten zu Deepfakes: VAMPIR und DEEP-PRISMA

VAMPIR: Videonutzung in der Adoleszenz – Zwischen Einfluss und Aufklärung 

Im April diesen Jahres ist ein neues interdisziplinäres Forschungsprojekt zum Thema Desinformation und Deepfakes gestartet, an dem sich das Wissenschaftliche Zentrum ITeG der Universität Kassel beteiligt. In dem vom Fraunhofer SIT in Darmstadt koordinierten Verbundprojekt sollen technische, gesellschaftliche und rechtliche Maßnahmen untersucht werden, um videobasierten Desinformationen und Deepfakes entgegenzuwirken. 

Kernziele des Projektes „Videonutzung in der Adoleszenz: Manipulation, Propaganda, Information und Resilienz (VAMPIR)“ sind die Identifikation und Analyse von Desinformationsstrategien sowie die Entwicklung KI-gestützter Verfahren zur Erkennung von Deepfakes. Außerdem soll erforscht werden, wie sich visuell vermittelte Desinformation psychologisch von textbasierter unterscheidet und welche Wirkungen sie speziell auf Jugendliche hat. Schließlich wird der Rechtsrahmen für die Erkennung und Bekämpfung von videobasierter Desinformation und Deepfakes untersucht. Aufbauend auf den Ergebnissen sollen gemeinsame Handlungsempfehlungen für Gesetzgeber und Plattformbetreiber entwickelt werden, wozu auch Strategien zur Stärkung der Medienkompetenz Jugendlicher zählen.

Die Leitung des rechtswissenschaftlichen Teils hat Professor Dr. Gerrit Hornung vom ITeG-Fachgebiet Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht.Tahireh Panahi ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin zuständig. Das Projekt läuft drei Jahre und wird mit 2,07 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)  gefördert. 


DEEP-PRISMA: Privatheit und weitere Rechte der Bürgerinnen und Bürger schützen vor Missbrauch durch Deepfakes

Das übergeordnete Ziel dieses interdisziplinären Forschungsprojektes  „Privatheit und weitere Rechte der Bürgerinnen und Bürger schützen vor Missbrauch durch Deepfakes (DEEP-PRISMA)“ besteht darin, die Bedingungen zur Wahrnehmung des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung und verwandter Rechte im Kontext von Deepfakes zu verbessern. Hierfür ist es zunächst notwendig, die Auswirkungen missbräuchlicher Deepfakes zu untersuchen und sowohl bestehende Rechte als auch Regulierungen zum Missbrauchsschutz mithilfe mehrschichtiger empirischer Erhebungen einer systematischen Effektivitätsprüfung zu unterziehen. Darauf aufbauend sollen im interdisziplinären Austausch Handlungsempfehlungen zur Rechtewahrnehmung und -durchsetzung abgeleitet und Vorschläge für Reformüberlegungen entwickelt werden. 

Die Koordination des Verbundprojektes liegt beim Fraunhofer ISI in Karlsruhe. Projektverantwortlich am ITeG für den rechtswissenschaftlichen Teil ist PD Dr. Christian Geminn. Leon Francis ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter zuständig. Das Projekt läuft drei Jahre und wird  vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)  gefördert.