Die Sat­zung im Wort­laut

§ 1 Zielsetzung und Anwendungsbereich

(1) Die Ordnung gilt für die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre im Wissenschaftlichen Zentrum für Nachhaltige Transformationen (P/268 vom 11. Dezember 2020), im Folgenden „SDG-Zentrum“ genannt.

(2) Das „SDG-Zentrum“ ist ein Wissenschaftliches Zentrum der Universität Kassel (§ 47 HHG).

Es verfolgt das Ziel, Themenbereiche der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen wissenschaftlich zu analysieren, kritisch zu reflektieren und entsprechende Lösungen zu erarbeiten. Zu seinen Aufgaben gehören auch Förderung wissenschaftlicher Qualifizierung und Transfer. Zugleich unterstützt das SDG-Zentrum die Fachbereiche der Universität bei der Entwicklung und Koordination von Lehrangeboten für Studiengänge im Themenbereich SDG und fördert den inhaltlichen Austausch der Studierenden, die Internationalisierung der Lehre sowie die Identifikation der Studierenden mit dem Nachhaltigkeitsprofil der Universität.

(3) Die Fachgebiete koordinieren im „SDG-Zentrum“ ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit, um die Ziele des Zentrums zu erreichen, sind aber mit ihren Ressourcen und ihren sonstigen Aufgaben zugleich einem Fachbereich zugeordnet.
 

§ 2 Organe des Wissenschaftlichen Zentrums

Die Organe des Wissenschaftlichen Zentrums sind

  • Mitgliederversammlung,
  • Direktorium,
  • Vorstand,
  • Schwerpunkte,
  • Forum Lehre und
  • wissenschaftlicher Beirat.
     

§ 3 Mitgliedschaften

(1) Mitglieder des „SDG-Zentrums“ sind die Fachgebiete der im Kontext der Einrichtung des Zentrums berufenen Professor*innen oder Fachgebiete der Universität Kassel, die auf Antrag aufgenommen werden. Nachwuchsgruppenleiter*innen und Mitarbeiter*innen der Universität auf Stellen mit formal eigenständiger Wahrnehmung von Forschung und Lehre können ebenfalls Mitglied werden. Über die Aufnahme als Mitglied entscheidet das Präsidium der Universität Kassel auf Vorschlag des Direktoriums.

(2) Wissenschaftliche Organisationseinheiten oder Wissenschaftler*innen, die nicht zur Universität Kassel gehören, können assoziierte Mitglieder des „SDG-Zentrums“ werden, soweit sie längerfristig und intensiv mit dem Zentrum, insbesondere in einem der Schwerpunkte, kooperieren.

(2) Voraussetzung für die Aufnahme eines Mitglieds ist das Einbringen eines für die Zweckbestimmung nach § 1 Absatz 2 einschlägigen und z.B. durch Publikationen und /oder Drittmittelprojekte belegten Vorhabens.

(3) Der Antrag auf Mitgliedschaft ist an das Direktorium zu richten. Zur Empfehlung der Aufnahme in das Zentrum bedarf es einer Dreiviertelmehrheit im Direktorium.

(4) Die Mitgliedschaft erlischt nach Wegfall der Voraussetzungen gemäß § 3 Abs. 2 oder durch schriftliche Austrittserklärung. Die Feststellung des Wegfalls der Voraussetzungen gemäß § 3 Abs. 2 erfordert einen Beschluss des Direktoriums und eine Kenntnisnahme des Präsidiums.

§ 4 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung besteht aus allen Professor*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen oder Nachwuchsgruppenleiter*innen des „SDG-Zentrum“ sowie bis zu fünf studentischen Mitgliedern des Forum Lehre.

(2) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand einberufen und tritt mindestens einmal im Jahr unter dem Vorsitz des Vorstands zusammen.

(3) Einladung und Tagesordnung zur Mitgliederversammlung müssen den Mitgliedern spätestens eine Woche vor der Versammlung zugehen.

(4) Die Mitgliederversammlung wählt die Mitglieder des Direktoriums (außer den Sprecher*innen der Schwerpunkte gemäß §7) in einer statusgetrennten Wahl (Professor*innen/ wissenschaftliche Mitarbeiter*innen einschließlich Nachwuchsgruppenleitungen) für den Zeitraum von drei Jahren.

(5) Auf der Mitgliederversammlung werden die Arbeitsergebnisse vorgestellt und der Forschungs- und Wirtschaftsplan besprochen. In ihr können von den Mitgliedern alle wissenschaftlichen und organisatorischen Fragen des „SDG-Zentrum“ thematisiert werden.

(6) Jedes Mitglied ist berechtigt, Anträge zur Tagesordnung der Mitgliederversammlung beim Vorstand einzubringen.

(7) Assoziierte Mitglieder haben Rede- und Antragsrecht, jedoch kein Stimm- und Wahlrecht.

§ 5 Direktorium

(1) Das Direktorium ist das beschließende Organ des „SDG-Zentrum“. Es besteht aus den Sprecher*innen der Schwerpunkte, vier weiteren Professor*innen und drei Vertreter*innen des wissenschaftlichen Mittelbaus. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ist beratendes Mitglied des Direktoriums.

(2) Die Mitglieder des Direktoriums werden jeweils für drei Jahre gewählt. Neuwahlen finden spätestens drei Monate vor Beendigung der Amtszeit statt. Eine Wiederwahl ist möglich. Das Direktorium tritt in der Regel vier Mal pro Jahr zusammen und ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Es entscheidet mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Die Geschäftsführung ist regelmäßig mit beratender Stimme beteiligt.

(3) Das Direktorium

  • wählt den Vorstand für drei Jahre,
  • beschließt den jährlichen Forschungs- und Wirtschaftsplan, soweit er gemeinsame Forschungs- oder Lehrprojekte des Zentrums betrifft,
  • entscheidet über die forschungsstrategische Ausrichtung des „SDG-Zentrum“,
  • schlägt dem Präsidium Personen für die Aufnahme in das Zentrum vor,
  • entscheidet über Partnerschaften des Zentrums,
  • und entscheidet über alle Fragen, die das „SDG-Zentrum“ als Ganzes betreffen und nicht ausdrücklich einem anderen Organ zugewiesen sind.

(4) Das Direktorium soll für Themen der Lehre im Sinne dieser Satzung drei studentische Mitglieder hinzuziehen. Bei Entscheidungen zu Fragen der Lehre sowie Änderungen des §8 dieser Satzung sind diese stimmberechtigt.

(5) Das Direktorium kann mit einer Mehrheit von drei Vierteln aller stimmberechtigten Mitglieder dem Präsidium vorschlagen, ein Mitglied aus dem Zentrum auszuschließen.

(6) Das Direktorium kann mit einfacher Mehrheit aller Mitglieder dem Präsidium vorschlagen, Änderungen an dieser Satzung vorzunehmen.

§ 6 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus einer Person, die schwerpunktmäßig Forschungsthemen verantwortet (Forschungsvorstand), und einer weiteren, die für die Koordination der Lehraufgaben des Zentrums verantwortlich ist (Lehrvorstand) sowie deren Stellvertretungen.

Alle vier Mitglieder des Vorstands müssen Mitglieder des Direktoriums sein.

(2) Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Forschungsvorstands.

(3) Die Amtszeit der Mitglieder im Vorstand beträgt in der Regel drei Jahre. Neuwahlen finden spätestens drei Monate vor Beendigung der Amtszeit statt. Wiederwahl ist zulässig.

(4) Der Vorstand

  • beruft das Direktorium ein und leitet dessen Sitzungen,
  • berichtet dem Direktorium regelmäßig über alle bedeutsamen Angelegenheiten des Wissenschaftlichen Zentrums,
  • leitet die Mitgliederversammlung,
  • vertritt das Wissenschaftliche Zentrum nach außen,
  • leitet die Geschäftsstelle des „SDG-Zentrum“,
  • bereitet regelmäßige Evaluationen vor,
  • führt die Beschlüsse des Direktoriums aus und
  • trifft die operativen Entscheidungen in der Geschäftsführung des „SDG-Zentrum“.

(5) In Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung hat der Vorstand eine Entscheidung des Direktoriums herbeizuführen. In unaufschiebbaren dringenden Fällen hat der Vorstand das Erforderliche selbst zu veranlassen. Der Vorstand hat darüber dem Direktorium unverzüglich zu berichten.

(6) Der Vorstand kann aus wichtigem Grund durch Beschluss des Direktoriums vorzeitig abberufen werden. Hierfür ist eine Dreiviertelmehrheit erforderlich.

§ 7 Schwerpunkte

(1) Die Wissenschaftler*innen des Zentrums arbeiten in interdisziplinären Verbünden zu SDGübergreifenden Schwerpunkten miteinander. Sie kooperieren in der Einwerbung von Drittmitteln, der Publikation von Forschungsergebnissen, in der Lehre und in der Graduiertenförderung sowie im Transfer und der Öffentlichkeitsarbeit.

(2) Die Schwerpunkte sollen die Profilbildung des Zentrums unterstützen und daher in Zahl und Inhalt angemessen bemessen sein.

(3) Schwerpunkte bestehen aus mindestens vier kooperierenden Mitgliedern (einschließlich assoziierten Mitgliedern) mit einem gemeinsamen, auf eine mehrjährige Zusammenarbeit angelegten Forschungsprogramm. Schwerpunkte werden für 5 Jahre eingerichtet. Eine Verlängerung ist möglich.

(4) Die Einrichtung eines Schwerpunktes erfolgt durch das Direktorium. Grundlage für den Einrichtungsbeschluss ist die Vorlage eines Forschungsprogramms und eine Prognose über dessen erfolgreiche Umsetzung durch das Direktorium; auch Programme zu Internationalisierung und Wissenstransfer können ergänzend in die Bewertung eingebracht werden.

(5) Im Falle von Schwerpunkten, die als Wissenschafts- oder Kompetenzzentrum der Universität Kassel in das „SDG-Zentrum“ übertreten, soll es möglich sein, den bisherigen Namen und das bisherige Logo weiterhin zu führen. Sie weisen ihre Mitgliedschaft im „SDGZentrum“ in öffentlichen Darstellungen und Korrespondenz in geeigneter Weise aus.

(6) Die Mitglieder eines Schwerpunktes wählen eine*n oder mehrere Sprecher*innen sowie deren Stellvertretung aus dem Kreis der professoralen Mitglieder. Die Amtszeit beträgt 3 Jahre. Eine der mit der Sprecher*innenschaft betraute Person ist Mitglied des Direktoriums.

(7) Schwerpunkte können einen eigenen wissenschaftlichen Beirat einrichten.

(8) Die Verlängerung eines Schwerpunktes ist dann nicht mehr möglich, wenn über einen Zeitraum von drei Jahren die wissenschaftliche Leistung deutlich unter der im Forschungsprogramm avisierten Planung liegt und eine gemeinsame Strategie für künftige Aktivitäten nicht belastbar nachvollzogen werden kann.

§ 8 Forum Lehre

(1) Im Forum Lehre werden Angelegenheiten von Studium und Lehre fachbereichsübergreifend diskutiert. Die Kompetenzen des Fachbereichsrates (§44 HHG) bleiben davon unberührt. Das Forum Lehre entscheidet – im Benehmen mit den für die jeweiligen Studiengänge zuständigen Fachbereichen – u.a. über folgende Angelegenheiten:

  • Set von Modulen, das Studiengängen SDG zum Import zur Verfügung steht
  • Sicherung und Zuordnung der Lehrangebote innerhalb der Modulstruktur in jedem Semester
  • fachbereichsübergreifende Studienberatung und -information

(2) Das Forum Lehre wird von der für Lehre zuständigen Person im Präsidium geleitet. Weitere Mitglieder sind – neben den in §8 Abs.3-5 ausgewiesenen Mitgliedern – das Vorstandsmitglied Lehre sowie dessen Vertretung.

(3) Dekanate der Fachbereiche, die Studiengänge im Kontext SDG verantworten oder einen solchen Studiengang konkret planen, können eine*n Sprecher*in mit Stimmrecht für dieses Forum benennen. Die jeweiligen Fachschaften dieser Fachbereiche können eine*n Studierende*n mit Stimmrecht in das Forum entsenden. Der AStA kann eine*n stimmberechtigte*n Studierende*n in das Forum entsenden. Die Amtszeit beträgt 2 Jahre. Wiederwahl ist möglich.

(4) Fachbereiche, die Lehrangebote für SDG-Studiengänge bereitstellen, ohne die Einrichtung eines oder mehrerer eigener Studiengänge zu planen, können eine stimmberechtigte Person in das Forum Lehre entsenden.

(5) Die Interessen der internationalen Studierenden sollen durch zwei Studierende im Forum Lehre mit beratender Stimme vertreten werden. Diese werden vom AStA benannt.
 

§ 9 Graduiertenförderung

(1) Zu den Aufgaben des Zentrums gehören regelmäßige Angebote der Graduiertenförderung in Kooperation mit der Graduiertenakademie. Zu diesen Angeboten gehört ein young researcher panel.

(2) Die Betreuung von Promovierenden soll in interdisziplinären Teams erfolgen.
 

§ 10 Zusammenarbeit im Zentrum

(1) Die Mitglieder bearbeiten die von ihnen eingeworbenen Forschungsaufträge und ihre sonstigen Aufgaben in Forschung und Lehre in eigener Verantwortung. Sie geben auf Nachfrage Auskunft zu einzelnen Forschungsarbeiten.

(2) Die Mitglieder unterstützen die gemeinsame Zielsetzung des „SDG-Zentrum“ und übernehmen neben ihren wissenschaftlichen Arbeiten Gemeinschaftsaufgaben im Rahmen des „SDG-Zentrum“. Sie arbeiten in Schwerpunkten interdisziplinär zusammen und kooperieren bei der gemeinsamen Einwerbung und Durchführung von Forschungsprojekten. Sie arbeiten in der interdisziplinären Ausbildung der Nachwuchswissenschaftler*innen zusammen. Sie tragen zu einem gemeinsamen Erscheinungsbild des „SDG-Zentrum“ und zu einem gemeinsamen Außenauftritt bei.

(3) Bei der Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen sollen die Wissenschaftler*innen in geeigneter Form auf die Kooperation im „SDG-Zentrum“ hinweisen. Jede Veröffentlichung und jeder Vortrag werden der Geschäftsführung für die Ergebnisdokumentation und den anderen Fachgebieten für mögliche Kooperationen bekannt gegeben.

(4) Ausscheidende Mitglieder, die Mitglied der Universität Kassel sind, sorgen für einen ordnungsgemäßen Abschluss laufender Arbeiten.

(5) Beim Ausscheiden eines Mitglieds aus dem „SDG-Zentrum“ fallen die aus Mitteln des „SDG-Zentrum“ erworbenen Gegenstände und Rechte an das „SDG-Zentrum“ zurück. Über deren weitere Verwendung entscheidet das Direktorium auf Vorschlag des Vorstandes.
 

§ 11 Geschäftsführung

(1) Der Geschäftsführung obliegt die administrative Leitung des „SDG-Zentrum“ sowie die verantwortliche Durchführung kommunikativer Tätigkeiten und der Öffentlichkeitsarbeit für das „SDG-Zentrum“ in Abstimmung mit dem Vorstand.

(2) Die mit der Geschäftsführung betraute Person unterstützt das Direktorium und hat auf dessen Sitzungen beratende Stimme. Zu den Aufgaben gehören die Vorbereitungen der Sitzungen, die Durchführung und die Kontrolle der Durchführung von Direktoriumsbeschlüssen, die Vorbereitung öffentlicher und interner Berichte sowie die Verwaltung der dem „SDG-Zentrum“ zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.

(3) Die mit der Geschäftsführung betraute Person unterstützt die Schwerpunkte bei der Durchsetzung einer gemeinsamen Akquisitionsagenda und der Einwerbung und Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten.
 

§ 12 Wissenschaftlicher Beirat

(1) Der wissenschaftliche Beirat unterstützt das „SDG-Zentrum“ durch kontinuierliche Beratung hinsichtlich grundsätzlicher Fragen des Forschungsprogramms, der Struktur- und Organisationsentwicklung und der Qualitätssicherung. Er wird vom Präsidium beauftragt, jeweils vor Ablauf des Einrichtungszeitraums des Wissenschaftlichen Zentrums die Leistungen des „SDG-Zentrum“ zu evaluieren und Empfehlungen für die zukünftige inhaltliche Ausrichtung abzugeben.

(2) Der Beirat besteht aus bis zu acht Mitgliedern. Die Mitglieder des Beirats werden vom Präsidium der Universität Kassel im Benehmen mit dem Direktorium des „SDG-Zentrum“ für die Dauer von fünf Jahren ernannt. Eines der acht Mitglieder soll aus einer SDG-nahen nichtwissenschaftlichen Organisation (z.B. NGO) kommen. Wiederernennung ist möglich.

(3) Der Beirat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende. Wiederwahl ist zulässig. Der oder die Vorsitzende lädt zu den Sitzungen des Beirats ein, leitet diese und verantwortet das Ergebnisprotokoll.

(4) Der Beirat soll mindestens einmal im Jahr (ggfs. im Rahmen einer Videokonferenz) zu einer ordentlichen Sitzung zusammentreffen. Die Tagesordnung wird den Beiratsmitgliedern mit einer Frist von mindestens zwei Wochen vor der Sitzung zugestellt. Der Vorstand des „SDGZentrum“ berichtet dem Beirat in jeder Sitzung über die Aktivitäten und Pläne des „SDGZentrum“. Diese Berichte werden im Beirat beraten.
 

§ 13 Geschäftsordnung

Ergänzend findet die Geschäftsordnung für die Gremien der Universität Kassel (GO-UK) in der jeweils geltenden Fassung Anwendung.
 

§ 14 Übergangsklausel

(1) §2 - §6 dieser Satzung treten in Kraft, sobald drei von vier Kernprofessuren ihre Stelle angetreten haben. Dieser Zeitpunkt wird im Folgenden als Arbeitsbeginn bezeichnet.

(2) In der Phase vor diesem Arbeitsbeginn übernimmt das Gründungsdirektorium den Aufbau des Zentrums. Neben den durch das Präsidium ernannten Mitgliedern sind auch Sprecher*innen von Schwerpunkten stimmberechtigte Mitglieder. Vertreter*innen Wissenschaftlicher oder Kompetenzzentren sind beratende Mitglieder ohne Stimmrecht. Die zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte wird durch eine zentrumseigene Vertretung ersetzt, sobald diese gewählt werden kann.

(3) In den ersten drei Jahren nach Arbeitsbeginn (vgl. § 14) besteht das Direktorium aus den vier zu berufenden Kernprofessuren und zwei vom Gründungsdirektorium gewählten Vertreter*innen des wissenschaftlichen Mittelbaus. Anschließend werden vier Professor*innen und drei Vertreter*innen des wissenschaftlichen Mittelbaus durch die Mitgliederversammlung gewählt. Die Sprecher*innen der Schwerpunkte gehören ebenfalls dem Direktorium an.

(4) Wissenschaftliche bzw. Kompetenzzentren der Universität Kassel, deren Arbeit sich an den Zielsetzungen §1, Abs.2 orientieren, können in das Zentrum übertreten und dort einen Schwerpunkt bilden. Mitglieder der Zentren, die dort aktiv zu SDG-Themen forschen, können auf diesem Wege ihre Mitgliedschaft im „SDG-Zentrum“ beantragen. Über die Aufnahme und die ressourciellen Rahmenbedingungen eines solchen Übertritts entscheidet das Präsidium. Die Sprecherin/der Sprecher des Schwerpunktes wird zunächst stimmberechtigtes Mitglied des Gründungsdirektoriums. Mit dem Zeitpunkt des Arbeitsbeginns wechselt sie/er in das Direktorium des Zentrums.

(5) Das Gründungsdirektorium bleibt nach dem Arbeitsbeginn weitere 12 Monate erhalten und löst sich dann auf. Während dieser 12 Monate nach Arbeitsbeginn werden wesentliche Entscheidungen des Direktoriums, welche das Zentrum als Ganzes betreffen, mit dem Gründungsdirektorium abgestimmt. Das Gründungsdirektorium hat die Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme.
 

§ 15 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt mit dem Beschluss des Präsidiums in Kraft.