Eroding Diversity, Eroding Heritage: The Mayan Milpa amid Economic Pressures, Public Policy, and Climate Change
Präsentator: Prof. Javier Becerril (Wangari Maathai Visiting Professor 2025)
Die Präsentation gab einen Überblick über die Maya-Milpa sowohl als landwirtschaftliches System als auch als lebendiges kulturelles Erbe. Sie zeigte auf, wie wirtschaftlicher Druck, der Klimawandel und neokoloniale staatliche Politiken die Milpa bedrohen.
Die Präsentation argumentierte, dass die Maya-Milpa nicht einfach als traditionelle Anbaumethode verstanden werden sollte. Vielmehr wurde sie als ein komplexes Wissenssystem dargestellt, das ökologische, kulturelle, spirituelle und politische Bedeutungen trägt. Sie wurde als ein lebendiges Archiv des Widerstands beschrieben, da sie indigenes Maya-Wissen, die Vielfalt von Saatgut, Formen der Landnutzung und Vorstellungen vom Verhältnis zwischen menschlichem und nicht-menschlichem Leben bewahrt.
Die Präsentation hob verschiedene Dimensionen der Milpa hervor, darunter ihre ontologische Dimension, in der Menschen und Nicht-Menschen als Mit-Subjekte verstanden werden; ihre biokulturelle Dimension, in der Erinnerung durch Saatgut, Böden und Landschaften bewahrt wird; ihre Dimension der epistemischen Gerechtigkeit, in der das Maya-Wissen kolonialen Formen der Wissensauslöschung entgegentritt; sowie ihre agroökologische Dimension, in der Wissen durch eine anpassungsfähige und gemeinschaftliche Bewirtschaftung des Landes entsteht.
Ein wesentlicher Teil der Präsentation ordnete die Milpa in die längere Geschichte von Kolonialismus, Landenteignung, Kapitalismus und staatlicher Politik in Mexiko ein. Sie zeichnete den Einfluss von Eroberung, Unabhängigkeit, Mexikanischer Revolution, Landreformen, NAFTA und neueren Entwicklungsmodellen wie Maquila-Industrien, Großprojekten, Tourismus und exportorientierten Wirtschaftspolitiken nach. Diese Prozesse wurden als Faktoren dargestellt, die zur Erosion der Milpa-Systeme beitrugen, indem sie ländliche Gemeinschaften zu Migration, Lohnarbeit, Landverkäufen und einer stärkeren Abhängigkeit von externen Märkten drängten.
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