Contested Waters: Challenges to Resource Access for Inland Fisherfolk in India

Diese Präsentation befasste sich mit den Herausforderungen, denen Klein- und Kleinstfischereibetriebe im Binnenland Indiens beim Zugang zu ihren Lebensgrundlagen und deren Sicherung gegenüberstehen. Grundlage waren Erkenntnisse aus Projekten von ActionAid Karnataka. Untersucht wurde, wie sich veränderte Zugänge zu Gewässern, Umweltzerstörung, der Klimawandel, eine schwache Verwaltung und Governance, der Ausschluss vom Markt, kastenbasierte Ungleichheiten und die Vernachlässigung durch die Politik auf die Binnenfischereigemeinschaften auswirken.

Die Präsentation verdeutlichte, dass die Binnenfischerei in Indien von großer Bedeutung ist, da sie die Lebensgrundlage von Millionen Menschen sichert und wesentlich zur Ernährungssicherheit, zum Erhalt der Biodiversität und zur ländlichen Wirtschaft beiträgt. Gleichzeitig wurde argumentiert, dass das Wachstum der Binnenfischerei vor allem durch die Aquakultur vorangetrieben wurde. Traditionelle Gemeinschaften der Binnenfischerei, die von Flüssen, Seen, Feuchtgebieten, Teichen, Stauseen und anderen Gewässern abhängig sind, finden hingegen nach wie vor wenig Anerkennung und Unterstützung.

Ein zentrales Thema der Präsentation war der zunehmende Verlust des Zugangs zu gemeinschaftlich genutzten Ressourcen. Verpachtungssysteme, Privatisierung, Entwicklungsprojekte und staatliche Regulierungen erschweren es traditionellen Fischereigemeinschaften zunehmend, Gewässer zu nutzen, von denen sie seit Generationen abhängig sind. Dies führt zu einer zunehmenden Unsicherheit hinsichtlich ihrer Nutzungsrechte, insbesondere für marginalisierte Kasten und einkommensschwache Fischerhaushalte.

Die Präsentation zeigte außerdem, dass einflussreiche Auftragnehmer, Eliten und politisch gut vernetzte Akteure häufig Genossenschaften und Verpachtungssysteme vereinnahmen und dadurch traditionelle Fischereigemeinschaften von ihren angestammten Ressourcen ausschließen. Zudem wurden die sozioökonomischen Herausforderungen der Binnenfischereigemeinschaften hervorgehoben. Viele Haushalte verfügen über ein geringes Einkommen, nur begrenzte formale Bildung und sind hoch verschuldet. Da die Fischerei häufig nicht mehr ausreicht, um den Lebensunterhalt zu sichern, kombinieren die Haushalte sie mit Lohnarbeit, Landwirtschaft oder anderen Erwerbstätigkeiten. Jüngere Generationen wenden sich zunehmend von der Fischerei ab – aufgrund geringer Erträge, fehlender Planungssicherheit und rückläufiger Fangmengen.

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