Intersektionale Erkennung von Schutzbedarfen im Asylverfahren: Professionelles Handeln zwischen Empowerment und Vulnerabilität

02.07.2026 | 15.30 Uhr | HYBRID

Vortragsveranstaltung der FoSS-AG Diversitätsforschung in Kooperation mit CeSSt

Intersektionale Erkennung von Schutzbedarfen im Asylverfahren: Professionelles Handeln zwischen Empowerment und Vulnerabilität

Prof. Dr. Sina Motzek-Öz (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Wolfenbüttel Fakultät Soziale Arbeit)

Moderation: Prof. Dr. Monika Alisch (Hochschule Fulda) & Prof. Dr. Manuela Westphal (Universität Kassel)

Inhalt:
Besondere Schutzbedarfe können im Asylverfahren u.a. angesichts von Teilhabebarrieren im Kontext von Beeinträchtigung und Behinderung aber auch Diskriminierungs- und Gewaltrisiken z.B. aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung, entstehen. Diese Schutzbedarfe gilt es zu erkennen, im Asylverfahren und der Unterbringung zu berücksichtigen sowie wo nötig weitergehende professionelle Unterstützung und/oder Hilfsmittel bereitzustellen. Hierbei kommt Sozialdiensten in Sammelunterkünften sowie Psychosozialen Zentren eine zentrale Rolle zu. Die Aufgabe der Erkennung von Schutzbedarfen geflüchteter Menschen im Asylverfahren ist zwar EU-rechtlich verankert, jedoch strukturell nicht (ausreichend) umgesetzt. Geflüchtete Personen fallen zudem meist in mehr als eine der Schutzkategorien, woraus sich andere und oft komplexere Bedarfe ergeben. Professionelles Handeln in diesem Kontext erfordert ein intersektionales und nicht-individualisierendes Verständnis von Vulnerabilität. Die intersektionale Erkennung besonderer Schutzbedarfe Geflüchteter stellt besondere Herausforderungen an professionelles Fallverstehen und Handeln. Auf Grundlage der Evaluation des Modellprojekts „BeSAFE - Besondere Schutzbedarfe bei der Aufnahme von Geflüchteten Erkennen“ der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) skizziert der Vortrag Gelingensbedingungen der intersektionalen Erkennung von Schutzbedarfskomplexen und diskutiert Herausforderungen und Möglichkeiten eines für Vulnerabilitäten sensibilisierten aber ebenso empowernden professionellen Handelns.

Veranstaltungsort: Hochschule Fulda | Gebäude 24 | Raum 102

Eine Teilnahme ist auch digital via Zoom möglich. Falls Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten (online oder in Präsenz), melden Sie sich bitte unter der E-Mail-Adresse: FoSS(at)hs-fulda(dot)de an. Den Link zur Onlineteilnahme erhalten Sie dann im Vorfeld der Veranstaltung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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