| Liste | Partei | Anzahl Stimmen | Stimmenanteil in Promille [VT] |
|---|---|---|---|
| 1 | NSDAP | 47152 | 456 |
| 2 | SPD | 29271 | 283 |
| 3 | KPD | 7654 | 74 |
| 4 | Zentrum | 4196 | 41 |
| 5 | Kampffront | 10777 | 104 |
| 6 | Christlich-Sozialer Volksdienst | 2776 | 27 |
| 7 | Staatspartei | 1565 | 15 |
| 8 | Sozialistische Kampfgemeinschaft | 43 | 0 |
| Summe | 103434 | 1000 |
Leider liegt eine Karte mit den Flächen der Stimmbezirke nicht vor, so dass eine
entsprechende Visualisierung der Wahlergebnisse für die verschiedenen
Bereiche der Stadt nicht möglich ist.
Der Raumbezug ist nur mithilfe der Adressen der in der Tabelle 1 angegebenen Wahllokale
möglich unter der Annahme, dass das Wahllokal für einen Stimmbezirk innerhalb
der Fläche des Stimmbezirks liegt (oder zumindestens in der Nähe).
Dieser eingeschränkte Raumbezug wird weiter vergröbert durch die Tatsache,
dass für die meisten Stimmbezirke keine eindeutige Wahllokal-Punkt-Koordinate
möglich ist, da die Wahllokale zu mehreren Stimmbezirken zusammenfallen.
In Tabelle 3 sind die 122 Stimmbezirke (ohne die in den Krankenhäusern) nach den Adressen der Wahllokale sortiert. Es ergeben sich 55 verschiedene Orte für die Wahllokale. Einige Orte liegen in unmittelbarer Nachbarschaft (so die zu den Stimmbezirken 111 (Wolfhager Str.174), 113+114 (Wolfhager Str.178 ), 115+116 (Wolfhager Str. 176)). Um die Visualisierung durch engbeieinanderliegende Symbole zu vermeiden, wurden diese drei Orte zu einem Ort zusammengefasst. Entsprechend wurde bei den Orten 8 und 23 (fette Spalte ORT in Tabelle 3) verfahren. Insgesamt verbleiben somit 51 Orte.
Den Adressen dieser 51 Orte wurde mithilfe des Datenbestandes aus dem Projekt "Sozial-räumliches Informationssystem Cassel" (Prof. Peter Jüngst) eine Punkt-Koordinate als Grundlage für die Visualisierung der Wahlergebnisse zugeordnet.
Karten
| Karteninhalt | Stadt als Ganzes | Innenstadt | Anmerkung |
| Lage der Orte 1..51 | PDF 185 KB | PDF 96 KB | A |
| Anzahl Stimmbezirke pro Ort | PDF 183 KB | PDF 105 KB | B |
| Summe Stimmen in allen Stimmbezirken pro Ort | PDF 162 KB | PDF 83 KB | C |
Da der Raumbezug nur für die 51 Orte der unterschiedlichen Wahllokale vorhanden ist, beziehen sich die Aussagen in den folgenden Karten jeweils auf die Summen der Stimmen, die für die Parteien in allen Stimmbezirke eines Ortes abgegeben wurden.
Karten :
| Karte | Karteninhalt | Karten zeigen | Anmerkung |
| 3 | stärkste Partei : NSDAP oder SPD |
PDF (159 KB) |   A |
|---|---|---|---|
| 4 | Stimmenanteil NSDAP | PDF (196 KB) |   B |
| 5 | Stimmenanteil SPD | PDF (197 KB) |   B |
| 6 | Stimmenanteil KPD | PDF (199 KB) |   B |
| 7 | Vergleich Stimmen NSDAP und SPD |
PDF (192 KB) |   C |
| 8 | Vergleich Stimmen NSDAP und SPD |
PDF (143 KB) |   D |
Anmerkungen :
[A]
Die Aussage "NSDAP ist die stärkste Partei" bzw. "SPD ist die stärkste Partei"
pro Ort muss nicht bedeuten, dies dies für alle Stimmbezirke dieses Ortes ebenso
gilt. Hierzu einige Beispiele (siehe auch Tabelle 3)
Ort 11 (Stadthalle) : in allen 6 Stimmbezirken gilt : NSDAP > SPD
Ort 15 (Bürgerschule 27) : in allen 4 Stimmbezirken gilt : NSDAP < SPD
Ort 20 (Bürgerschule 7) : in zwei Stimmbezirken gilt : NSDAP > SPD;
in zwei Stimmbezirken gilt : NSDAP < SPD.
[B]
Ziel der Karten 4,5,6 ist die Markierung der Stadtbezirke, in denen die Parteien
NSDAP (Karte 4), SPD (Karte 5), KPD (Karte 6) besonders stark bzw. schwach vertreten sind.
Hierzu wird der lokale Stimmenanteil auf den globalen Stimmenanteil
(= Ergebnisse für die gesamte Stadt - siehe Tabelle 2) bezogen :
Indikator := (lokaler Stimmenanteil) X 1000 / (globaler Stimmenanteil)
Ein Indikatorwert von 1000 bedeutet also, dass der lokale Stimmenanteil für die
betreffende Partei genau dem globalen Stimmenanteil betrifft, ein Wert von 2000, dass er
doppelt so groß ist, ein Wert von 500, dass er nur halb so groß ist.
Symbolik in den Karten :
Kreise : kleiner als der Mittelwert
Quadrate : größer als der Mittelwert
große Symbole mit zentralem Punkt : Extremwerte (besonders klein bzw. besonders groß).
Bemerkenswert ist die unterschiedliche Streuung der Indikatorwerte,
die als Maß für die Inhomogenität der Situation für die
unterschiedliche Bezirke der Stadt genutzt werden kann:
| Partei | Indikatorwert Minimum ... Maximum | Interpretation |
| NSDAP | 509 ... 1445 | geringe Streuung |
| SPD | 170 ... 1770 | starke Streuung |
| KPD | 68 ... 3703 | sehr starke Streuung |
[C]
In Karte 7 wird der lokale Stimmenanteil der NSDAP mit der der SPD verglichen :
Indikator := (Anteil NSDAP) X 1000 / (Anteil SPD)
Der Indikatorwert = 1000 bedeutet somit gleiche Stimmenanteile.
Die Symbolik in Karte ist so gewählt, dass Kreise die Orte mit SPD-Vormacht
und Quadrate die mit NSDAP-Vormacht darstellen. Besonders hervorgehoben werden
durch die Mehrfachquadrate die Orte mit übermachtigem NSDAP-Anteil (5 fach so viel wie
die SPD und noch mehr)
[D]
Karte 8 zeigt den Indikator aus Karte 7 für den Bereich Innenstadt. Zur besseren
Abgrenzung der Stadtbereiche bei der Interpratation der Ergebnisse sind die Grenzen
der Genetischen Bezirke (Datenbestand Jüngst) eingezeichnet. Diese Bezirke
markieren primär Bezirke der Stadtentwicklung; sie können aber auch zur
Abgrenzung bei Fragen der Bevölkerungsstruktur genutzt werden.
Ist die NSDAP im gesamten Stadtgebiet die deutlich stärkste Partei oder gibt es Gebiete, in denen die konkurrierenden Parteien SPD + KPD den Anteil der NSDAP überflügeln ?
Leider liegen keine Daten zur Bevölkerungsstruktur vor, zu der man die Wahlergebnisse in Bezug setzen könnte.