Lan­des­mit­tel zur Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät der Stu­di­en­be­din­gun­gen und der Leh­re (QSL)

Grund­sätz­li­ches zu den QSL-Mit­teln

Das Land Hessen stellt den hessischen Hochschulen seit dem Wintersemester 2008/09 Mittel in Höhe von 92 Millionen Euro pro Jahr zweckgebunden und ausschließlich für die Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre zur Verfügung; ab dem Jahr 2022 werden diese Mittel um jährlich vier Prozent steigen. Die QSL-Mittel zielen als zweckgebundener Beitrag zur Qualitätsentwicklung darauf, die Voraussetzungen zu schaffen, damit Studierende in angemessener Zeit zum Studienerfolg kommen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mittel dafür eingesetzt, dass das in den Prüfungs- und Studienordnungen vorgesehene Lehrangebot in ausreichendem Maße und ohne Verzögerung wahrgenommen werden kann. Weiterhin werden die Mittel für die Verbesserung der Beratungs- und Betreuungsangebote für Studierende eingesetzt.

Die Universität Kassel hat in den letzten Jahren jährlich rund 9 Millionen Euro QSL-Mittel erhalten, 2021 sind es knapp 10 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte dieser Mittel werden an die Fachbereiche und die Kunsthochschule ausgeschüttet. Dort werden die QSL-Mittel u.a. für die Verbesserung der Studierfähigkeit von Studienanfängern/innen, die Beschaffung von Lehrmaterialien, die Verbesserung der Serviceleistungen sowie für die Infrastruktur für Studierende etc. eingesetzt. Die Betreuungsrelation in den Fachbereichen und der Kunsthochschule wird u. a. durch zentral finanzierte Lehrkräfte für besondere Aufgaben verbessert.

Die QSL-Mittel werden darüber hinaus für hochschulweite Maßnahmen eingesetzt. Diese dienen dem Qualitätsmanagement in der Lehre, der Verbesserung der Infrastruktur für die Lehre und der Verbesserung von Serviceleistungen. Beispielhafte Einsatzfelder der Mittel sind die Verbesserung der Serviceleistungen der Universitätsbibliothek, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium und Familie, die Finanzierung studentischer Lernbegleiter/innen im „LEO Lernort“ oder der Studentische Projektrat.


 

Das neue QSL-Ge­setz vom 1. Ok­to­ber 2020

Am 1.10.2020 wurde ein neues Gesetz zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre an hessischen Hochschulen („QSL-Gesetz“) und zur Verlängerung der Geltungsdauer des TUD-Gesetzes (GVBl. I S. 714 f.) verabschiedet. Die hessischen Hochschulen erhalten ab dem Jahr 2021 weiterhin QSL-Mittel in Höhe von 92 Millionen Euro pro Jahr, zudem wurde eine jährliche Steigerungsrate des Gesamtaufkommens in Höhe von 4 Prozent (wie im Hessischen Hochschulpakt) festgelegt. Die inhaltliche Zweckbestimmung der Mittel ist weitgehend unverändert geblieben.

Das Gesetz sieht vor, dass mindestens 10 Prozent der QSL-Mittel einer Hochschule auf zentraler und weiterhin mindestens 10 Prozent auf dezentraler Ebene für innovative, interdisziplinäre oder studentische Projekte zur Verfügung stehen. Diese sog. „QSL-Projektmittel“ werden von einer zentralen Studienkommission sowie von dezentralen Studienkommissionen in den Fachbereichen, der Kunsthochschule und dem Zentrum für Lehrerbildung vergeben, die paritätisch mit Studierenden besetzt sind. Zur Ausführung dieser gesetzlichen Bestimmungen an der Universität Kassel hat der Senat am 2.12.2020 eine neue QSL-Satzung erlassen.


An­trags­ver­fah­ren der Zen­tra­len QSL-Mit­tel

Die Erarbeitung eines Vorschlags zur Vergabe der zentralen QSL-Projektmittel für das Präsidium übernimmt die Zentrale Studienkommission.

Projektanträge können von den hierzu berechtigten Einrichtungen zum 1. Mai und zum 1. Oktober eines jeden Jahres eingereicht werden. Sie werden dann in den Sitzungen der Zentralen Studienkommission im Juni und November behandelt. Die maximale Laufzeit der Projekte beträgt 36 Monate.

Antragsberechtigt sind zentrale Einrichtungen (inkl. WZ, Kompetenzzentren usw.), Abteilungen der Zentralverwaltung, die Organe der Studierendenschaft (i. V. mit Kostenstelleninhabern innerhalb der Struktur der Hochschule). Die Fachbereiche, die Kunsthochschule und das ZLB, die über dezentrale QSL-Projektbudgets verfügen, sind nur im einrichtungsübergreifenden Verbund zu Antragstellungen in diesem Verfahren berechtigt. Antragstellungen der zentralen Einrichtungen und der Zentralverwaltung bzw. unter deren Beteiligung sind vor der Einreichung mit der Hochschulleitung abzustimmen.