Be­we­gung und Ge­sund­heit

Der Arbeitsalltag von vielen Beschäftigten beinhaltet meist langes Sitzen vor dem PC und ist eher bewegungsarm. Wenn dann noch ein bewegungsarmer Alltag hinzukommt und ungesunde Ernhährungsgewohnheiten, steigt unter anderem das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eine Diabetes-mellitus-Erkrankung. Diesem Risiko kann durch körperlicher Aktivität entgegengewirkt werden. Selbst bei schon bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder z.B. Depressionen hat körperliche Aktivität einen positiven Effekt auf die physische und psychische Gesundheit.

Bild: Amanda Napitu

De­fi­ni­ti­on "kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät"

„Körperliche Aktivität ist jede durch die Skelettmuskulatur hervorgebrachte Bewegung, die den Energieverbrauch über den Grundumsatz anhebt.“


Quelle: (vgl. Caspersen CJ, Powell KE, Christenson GM (1985): Physical activity, exercise, and physical fitness: definitions and distinctions for health-related research. Public Health Rep 100(2):126-131).

Zur körperlichen Aktivität zählen daher nicht nur das Betreiben eines Sportes, sondern z.B. auch Spazierengehen oder die Gartenarbeit. Eine leicht umzusetzende Maßnahme zur Steigerung der Gesundheit kann daher bereits sein, eine bestimmte Strecke auf dem Weg zur Arbeit oder zum Supermarkt zu Fuß zu gehen oder anstatt den Fahrstuhl die Treppen zu nehmen.

Von der WHO und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es Mindestempfehlungen zum Thema Bewegung für Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren, die die Gesundheit erhalten und fördern sollen:

– pro Woche mindestens 150 Minuten ausdauerorientierte Bewegung mit moderater Intensität oder
– mindestens 75 Minuten ausdauerorientierte Bewegung mit höherer Intensität durchführen
– alternativ ausdauerorientierte Bewegung in entsprechenden Kombinationen beider Intensitäten durchführen
– dabei die Gesamtaktivität in mindestens 10-minütigen einzelnen Einheiten verteilt über Tag und Woche sammeln (z. B. mindestens 3x10 Minuten/Tag an fünf Tagen einer Woche)

Zusätzlich gilt die Empfehlung, an mindestens zwei Tagen pro Woche muskelkräftigende körperliche Aktivitäten durchzuführen und Sitzphasen mit regelmäßiger körperlicher Aktivität zu unterbrechen. Lange, ununterbrochene Sitzphasen sollten vermieden werden.

Quelle: Stand vom 15.01.2021: https://www.in-form.de/wissen/nationale-empfehlungen-fuer-bewegung-und-bewegungsfoerderung/

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Ge­sund­heits­pro­gram­me bei schon be­ste­hen­den Er­kran­kun­gen

Die Deutsche Krankenversicherung (DKV) hat in Kooperation mit dem ZENTRUM für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln Gesundheitsprogramme entwickelt, die einen Leitfaden für Bewegung bei verschiedenen Erkrankungen darstellen. Es gibt spezielle Angebote für Kinder und Erwachsene.

Fit­ness­trends und Trend­sport­ar­ten

Es entstehen immer wieder neue Sportarten oder Trends, die Spaß machen und vielleicht genau zu einem passen. Hier finden Sie ein paar Trends, vielleicht ist Ihre neue Leidenschaft darunter...


Fitnesstrends

- HIIT (Hochintensives Intervalltraining)
Seit Jahren einer der beliebtesten Fitnesstrends (trotz hohem Verletzungsrisiko). Mit wenig Zeitaufwand hohe Effizienz.

- HIIT-Yoga
Mischung aus HIIT und Yoga

- Achtsames Laufen
Beim Laufen bewusstes Achten auf eigene Bewegungen, Atmung, Körperhaltung und Umgebung. Dieses achtsame Laufen soll sich positiv auf das eigene Wohlbefinden auswirken.

- Ganztägiges Trainieren
Das Training auf den ganzen Tag verteilen: z.B. morgens 10 Minuten Yoga, in der Mittagspause spazieren und abends 10 Minuten Krafttraining.
Vorteil: leichter in Tagesablauf zu integrieren und fördert regelmäßiges, konsequentes Trainieren.

Quelle: https://www.ispo.com/trends/das-sind-die-wichtigsten-fitness-trends-des-jahres

- Plogging
Joggen und gleichzeitig Müll aufsammeln.
Vorteil: Gut für die Umwelt und das Bücken trainiert zusätzliche Muskelgruppen.
Quelle: https://www.tk.de/techniker/magazin/sport/sporttrends/plogging-2060770


Trendsportarten

- Spikeball/Roundnet
Ähnlich wie Volleyball, anstatt Netz kleines Trampolin, auf welches der Ball geschlagen werden muss.
Vorteile: Viel Bewegung, da keine feste Position. Wenn ein Set vorhanden ist, kann im Prinzip überall gespielt werden.
Quelle: https://www.roundnet-deutschland.de/

- Capoeira
Mischung aus Akrobatik, Kampfkunst, Tanz und Musik.
Vorteile: Stärkung von Koordination, Schnelligkeit und Kondition.
Voraussetzung: Erfahrung in Akrobatik und Kampfkunst sind nicht notwendig, da selbst entschieden werden kann, ob und wie man dies einbinden möchte. Für alle Altersstufen geeignet
Quelle: https://www.in-form.de/wissen/trendsport-aus-brasilien-capoeira/