Co­ro­na - Ar­beit und Ge­sund­heit wäh­rend der Pan­de­mie


Er­go­no­mie bei der Mo­bi­len Ar­beit

Nicht Jede:r hat zu Hause einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz und die Versuchung ist groß während der mobilen Arbeit das gemütliche Sofa zu nutzen, jedoch ist es wichtig, dass Sie auch zu Hause gesundheitsgerecht arbeiten. Auch wenn der heimische Küchentisch als Lösung herhalten muss, können Beschäftigte die Arbeit sicher und entspannt gestalten. Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen geben zur Gestaltung die folgenden Tipps:


  • Stellen Sie Ihre technische Ausstattung so auf, dass sich möglichst keine Fenster oder Lichtquellen darin spiegeln oder ins Gegenlicht geschaut werden muss. Tageslicht kommt am besten von der Seite.
  • Der Abstand zum Bildschirm sollte zwischen 50 und 70 cm betragen.
  • Bitte nutzen Sie, wenn vorhanden, eine separate Tastatur und Maus und, soweit vorhanden, auch einen separaten Bildschirm für Arbeiten am Notebook, um eine ergonomischere Arbeitshaltung zu erhalten.
  • Am besten schauen Sie entspannt von oben auf den Bildschirm herab, so als würden Sie ein Buch lesen. Für den optimalen Blick auf den Monitor oder Notebook sollte dieser so weit nach hinten geneigt werden, dass Ihr Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft. So kann sichergestellt werden, dass Ihr Kopf beim Blick auf den Monitor leicht gesenkt ist, was Verspannungen vorbeugt.
  • Bitte ändern Sie mehrfach am Tag Ihre Sitzhaltung und machen Bewegungspausen. So beugen Sie Verspannungen im Rücken vor.

Quelle: Vom 04.08.20 https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2020/quartal_1/details_1_385472.jsp

Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on bei der Mo­bi­len Ar­beit

Im Büro ist der Tag meist gut vorstrukturiert und folgt oft einer klaren Routine. Wie schaffen Sie es, auch während der mobilen Arbeit eine gesunde Arbeitsstruktur und Routine zu schaffen und Entgrenzung sowie Stress vorzubeugen? Hier ein paar Tipps...



Der Start in den Arbeitstag:


  • Stehen Sie wie gewohnt auf und beginnen Sie den Tag so, als ob Sie ins Büro gehen würden. Z.B. mit einem gesunden Frühstück. Öffnen Sie für kurze Zeit das Fenster und setzten Sie sich danach an Ihren mobilen Arbeitsplatz. Der Haushalt kann wie gewohnt in Ihrer Freizeit erledigt werden.
  • Führen Sie eine To-Do Liste um Ihre Aufgabenmenge im Blick zu behalten. Nehmen Sie sich nicht zu viel für den Tag vor.

Trennung Arbeit und Privates


  • Halten Sie Ihren Arbeitsplatz frei von Alltagsgegenständen oder privaten Unterlagen.
  • Besprechen Sie mit Ihrer Familie und ihren Freunden klare Arbeitszeiten für die mobile Arbeit, in denen Sie nicht gestört werden, aber auch mit Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, wann Sie dienstlich nicht mehr erreichbar sind. Nutzen Sie Ansagen auf der Mailbox oder legen Sie eine erweiterte Rufumleitung (Zeitplan) von Ihrem dienstlichen Telefon fest (its-handbuch) . Nutzen Sie Abwesenheitsnotizen in Outlook, durch die Sie Ihre Erreichbarkeitszeiten deutlich machen können.

Arbeitszeit und Pausen


  • Halten Sie Ihre Arbeitszeit im Blick und machen Sie pünktlich Feierabend. Versuchen Sie nicht, die gewonnene Pendelzeit in Arbeitszeit zu investieren.
  • Denken Sie daran, ihre 30-minütige Erholungspause zu machen, die nicht durch Telefonate oder E-Mails unterbrochen werden soll.
  • Denken Sie bitte auch an kurze Erholungspausen zwischendurch. Sie können für eine kurze Pause z.B. für eine oder zwei Minute:n aus dem Fenster schauen, um Ihre Augen zu entspannen. Mehr Tipps und Bewegungsanleitungen finden Sie unter Pausen und Bewegung bei der Mobilen Arbeiten und im Büro.
  • Lassen Sie immer wieder frische Luft in den Raum.

Der Feierabend


  • Überprüfen Sie Ihre To-Do Liste, die Sie morgens gefüllt haben. So können Sie überprüfen, ob Sie sich zu viele Aufgaben für den Tag vorgenommen haben und Überlastung droht. Zum Feierabend nehmen Sie sich gerne ein paar Minuten Zeit und reflektieren Sie den Arbeitstag, legen Sie dabei den Fokus auf die Aufgaben die Sie erledigt haben und honorieren Sie Ihre erbrachte Leistung!

Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen

Während der mobilen Arbeit fallen kurze, persönliche Gespräche oder ein schnelles persönliches Abklären einer Frage weg. Wie Sie trotzdem das Teamgefühl und die Zusammenarbeit aufrechthalten können...



  • Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten oder Ihrerseits Hilfe anzubieten. Auch über ein Lob, einen guten Tipp oder ein einfaches "Hallo" werden sich Ihre Kolleginnen und Kollegen freuen.
  • Überlegen Sie mit und in Ihrem Team und mit Ihren Vorgesetzten wie ein regelmäßiger Austausch gestaltet werden kann. Wie gestaltet sich ein guter Informationsfluss?
  • Feste Teammeetings können über das Telefon oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Es ist sinnvoll, auch feste Präsenztage oder Präsenztermine für Besprechungen und Teammeetings einzuplanen. Dort sollten, wenn möglich, alle dabei sein.
  • Planen Sie auch Zeit für kurze Gespräche und kleine "Pläuschchen" mit den Kolleginnen und Kollegen ein. So bleiben Sie über Aktuelles (Flurfunk), Fachliches und Organisatorisches im Bild.

Pau­sen und Be­we­gung

Pau­sen und Be­we­gung bei der Mo­bi­len Ar­beit und im Bü­ro

Pausen und genügend Bewegung können im mobilen Arbeitsalltag schnell zu kurz kommen. Die Folgen für Körper und Seele werden lange übersehen und können, wie oben erwähnt, zu negativen Beanspruchungsfolgen wie Verspannungen der Muskulatur, Überlastungen oder Einschlaf- und/oder Durchschlafstörungen führen. Hier ein paar Tipps und Links für eine gute Pausengestaltung mit ausreichender Bewegung...



  • Sie haben das gleiche Recht auf eine ungestörte Pause wie im Büro. Am besten verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz oder legen den Laptop und die Dokumente zur Seite. Geschäftliche Telefonate werden auf die Mailbox gestellt oder nicht angenommen. Sie können nach Ihrer Pause zurückrufen.
  • Feste Pausenzeiten helfen Ihnen, die Pausen nicht zu vergessen oder zu übergehen.
  • Kurze kleine Entspannungspausen für Zwischendurch sind genauso wichtig, wie eine durchgehende Mittagspause. Nutzen Sie die verlinkten 5-Minuten-Mobilisationen des Hochschulsports. Lüften Sie den Raum immer mal wieder für eine kurze Zeit.
  • In der Mittagspause können Sie den Raum lüften, gehen vielleicht kurz auf die Terrasse oder den Balkon oder machen einen kleinen Spaziergang. Essen Sie, wie auch im Büro, zu Mittag und nutzen Sie das Angebot der "Bewegten Pause" (15 Minuten) oder das Angebot "Mini Break" des Hochschulsports. Bei Interesse an der "Bewegten Pause online" oder der "Bewegten Pause in Präsenz" melden Sie sich bitte über den rechts stehenden Link an. Dieses kostenlose Angebot gilt für alle Beschäftigten der Universität Kassel.
  • Versuchen Sie Ihre Arbeitsposition zu wechseln, telefonieren Sie z.B. im Stehen oder laufen Sie im Raum umher.
  • Lassen Sie sich durch Apps oder Erinnerungseinstellungen an kurze Bewegungspausen erinnern.
  • Wechseln Sie auch im Sitzen immer wieder Ihre Position, setzen Sie sich mal aufrecht oder mal zurückgelehnt hin. Rücken Sie auf der Sitzfläche mal mit dem Po nach hinten und wieder mehr nach vorne.

Quellen: vom 04.08.20


Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen


https://www.lia.nrw.de/themengebiete/Arbeitsschutz-und-Gesundheit/Homeoffice/index.html


VBG Ihre gesetzliche Unfallversicherung


http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/2_Themen/08_Gesundheit_im_Betrieb/5_Mitdenken-viernull/2_woranwirarbeiten/Homeoffice-Tipps/Besch%C3%A4ftigte/Besch%C3%A4ftigte_node.html