Ein­füh­rung zwei­tes Aus­wahl­kri­te­ri­um für zu­las­sungs­be­schränk­te Stu­di­en­gän­ge

Projekt:Einführung weiterer Auswahlkriterien für zulassungsbeschränkte Bachelor-Studiengänge an der Universität Kassel
Projektzeitraum:Oktober 2011 - Oktober 2013
Projektleitung:Marion Schomburg
Projektkoordinator:

 

Michael Weist
Projektbeteiligte:Abt. Studium und Lehre, ITS, Justitiariat, Entwicklungsplanung, Fachbereiche (der zulassungsbeschränkten Studiengänge)
Kontakt:weist[at]uni-kassel[dot]de

Kurz­be­schrei­bung

Einführung weiterer Auswahlkriterien für die Ranglistenbildung im Rahmen des hochschuleigenen Auswahlverfahrens für zulassungsbeschränkte Studiengänge an der Universität Kassel

Pro­jek­tin­hal­te

Aufgrund einer kapazitätsbedingten Zulassungsbeschränkung können nicht alle Bewerberinnen und Bewerber auf einen zulassungsbeschränkten Studiengang zugelassen werden. Im Rahmen des hochschuleigenen Auswahlverfahrens  wird eine Rangliste gebildet, von der die besten Bewerberinnen und Bewerber ein Zulassungsangebot erhalten. Bisher wurde diese Rangliste allein aufgrund der Abschlussnote gebildet, die auf dem Abschlusszeugnis der Hochschulzugangsberechtigung ausgewiesen ist. Ausgehend von Staatsvertrag und von der Vergabeverordnung Hessen sind bis zu vier weitere Kriterien außer der Note der Hochschulzugangsberechtigung bei der Ranglistenbildung zu berücksichtigen:

  • Noten aus einzelnen Schulfächern
  • Studierfähigkeitstest
  • Berufserfahrung
  • Auswahlgespräche / Motivationsschreiben


Von diesen möglichen Auswahlkriterien wurden erstmals für das Wintersemester 2012 / 2013 bei der Ranglistenbildung in den drei zulassungsbeschränkten Bachelor-Studiengängen

die ersten drei Auswahlkriterien  an der Universität Kassel umgesetzt.

Durch die Berücksichtigung von Noten aus einzelnen Schulfächern, die über die Eignung für den gewählten Studiengang einen besonderen Aufschluss geben, ist es möglich, die qualitativ besser und umfangreicher ausgebildeten Studienbewerberinnen und Studienbewerber in der Notenrangliste besonders zu berücksichtigen und damit die Chance für die Zuweisung eines Studienplatzes zu erhöhen.

Durch die Berücksichtigung einer abgeschlossenen kaufmännischen Berufsausbildung  beispielsweise auf den Bachelor-Studiengang Wirtschaftspädagogik kann die Passung der Studierenden auf einen Studiengang zusätzlich erhöht werden. So können sich die angehenden Berufsschullehrerinnen und -lehrer schon vor Antritt eines Studiums eine Vorstellung davon machen, was sie im künftigen Berufsalltag erwarten wird und wie sie ihre Lehrveranstaltung am besten daraufhin ausrichten.
 

Pro­jekt­be­tei­lig­te

Die Entwicklung geeigneter Auswahlkriterien für die Ranglistenbildung im Rahmen des Auswahlverfahrens von zulassungsbeschränkten Studiengängen bedingt eine enge Zusammenarbeit und Koordination von vielen Beteiligten:
 

Zeit­ta­fel

10/2011 Koordination aller Beteiligten
11/2011 Entwicklung geeigneter Auswahlkriterien in den Fachbereichen
12/2011 inhaltliche Verabschiedung in den Fachbereichsräten
01/2012 Vorbereitung einer Satzung in Zusammenarbeit mit dem Justitiariat
02/2012 Diskussion und Befürwortung der Satzung in der Senatskommission und im Senat
03/2012 Verabschiedung der Satzung durch das Präsidium und den Präsidenten
04/2012 Prototypentest des Bewerberportals und der Ranglistenbildung
05/2012 Veröffentlichung der Satzung
06/2012 Eingabe der Daten der zusätzlichen Auswahlkriterien im Bewerbungsverfahren
07/2012 Bearbeitung aller Anrechnungsanfragen der Bewerber/-innen
08/2012 Berücksichtigung der zusätzlichen Auswahlkriterien in der Ranglistenbildung
09/2012 Evaluation
10/2012 Berücksichtigung der Evaluationsergebnisse im folgenden Bewerbungsverfahren durch eine Verfeinerung der Satzung und eine Anpassung des Bewerberportals
11/2012 Ausdehnung auf weitere zulassungsbeschränkte Bachelor-Studiengänge

Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts

Ausgehend von den Erfahrungen und den Evaluationsergebnissen aus dem Bewerbungsverfahren ist eine Vereinfachung der Satzung hinsichtlich der Anzahl der anzugebenden Schulfächer sowie der anzugebenden Zeiträume der Schulnoten geplant. Dadurch können Fehleingaben durch die Bewerberinnen und Bewerber deutlich verringert werden. Gleichzeitig ist eine Ausweitung des Kanons der Schulfächer in Planung. So kann zukünftig für die Bewerbung auf den Bachelor-Studiengang Wirtschaftsrecht aus dem Kanon der studiengangaffinen Schulfächer nicht nur das Schulfach Wirtschaft, sondern auch das Schulfach „Wirtschaftslehre“ oder „Wirtschaftskunde“ angegeben werden.

Eine Ausdehnung auf den Bachelor-Studiengang „Wirtschaftswissenschaften“ sowie den Masterstudiengang „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ ist geplant.

Im Rahmen einer regelmäßigen Evaluation soll der Zusammenhang von Annahmeverhalten der zugelassenen Studienbewerber und Wirksamkeit des zweiten Auswahlkriteriums auch im Studienverlauf detailliert analysiert werden. Es wird in der regelmäßig durchgeführten Studienverlaufsanalyse speziell für die einbezogenen Studiengänge untersucht, ob sich der Studienverlauf nach dem ersten Semester im Vergleich zu den Kohorten der Vorjahre verändert hat.

Durch die Einführung weiterer Auswahlkriterien in zulassungsbeschränkten Studiengängen kann die Passung der Studierenden auf einen Studiengang erhöht werden. Ein weiteres Mittel ist die Verbesserung der Studiengangsinformationen für Bewerber (Propädeutik) sowie die Bereitstellung von Self-Assessments (Orientierungstests).


Kon­takt

Projektkoordinator
Michael Weist

Mönchebergstraße 19
Raum 1610
Tel.: -2464