Von der Idee zum Studiengangkonzept

Von der Idee bis zum fertigen Studiengangkonzept sind mehrere Sitzungen der Arbeitsgruppe im Fachbereich bzw. fachbereichsübergreifend durchzuführen. Je nach Vertiefungsschwerpunkt oder Thema in der Studiengangentwicklung treffen sich an den einzelnen Terminen Personen aus Kern- und Expert:innenteam in wechselnder Zusammensetzung.

Das folgende Schema soll helfen, einen Überblick über die wichtigen Schritte während der inhaltlichen Entwicklung des Studiengangs zu gewinnen. Dieses gilt besonders bei Neuakkreditierungen, kann aber ebenfalls bei Reakkreditierungen zur Anwendung kommen:

 (öffnet Vergrößerung des Bildes)Die Grafik zeigt das Schema von der Idee zum Studiengangkonzept

In einem Auftaktgespräch werden der (Re-)Akkreditierungsablauf mit der Gruppenleitung Qualitätsentwicklung, Akkreditierungsverfahren (Abteilung II Studium und Lehre), der Hochschulleitung, dem zuständigen Planungsreferat in Abteilung E Entwicklungsplanung sowie der Stabsstelle Kommunikation und Marketing und dem ITS besprochen. Im besten Fall ist der geplante neue Studiengang bzw. die geplante Überarbeitung bereits mit dem zuständigen Mitglied des Präsidiums vorabgestimmt.

Es wird angeraten, schon jetzt einen Platzhalter für die Entwicklung des geplanten Studiengangs im Modultool einzurichten.

Zur inhaltlichen und organisatorischen (Weiter-)Entwicklung des Studiengangs sollte eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Die Arbeitsgruppe sollte u. A. die verschiedenen Statusgruppen repräsentieren, so könnte ggf. die Fachschaft eingebunden werden. Je nach Themenschwerpunkt der jeweiligen Sitzung können weitere Expert:innen hinzukommen. 

Gerade bei interdisziplinär angelegten Studiengängen bietet es sich an, auch in kleineren Teams zu arbeiten sowie einen oder mehrere Strategie-Workshops einzuplanen, um Ideen zu generieren und zu fokussieren.

Nach der Einrichtung der Arbeitsgruppe sollte geplant werden, wie der eigene und ggf. weitere Fachbereiche in den Prozess einbezogen oder zumindest informiert werden.
Das bzw. die Dekanate sollten ebenfalls, soweit noch nicht geschehen, informiert werden und für entsprechende Fragestellungen einbezogen werden.

Zu Beginn sollten das Kompetenzprofil und die Eck- und Schwerpunkte des Studiengangs festgelegt werden. Erste Umfeldanalysen zum Vergleich mit Studienangeboten anderer Hochschulstandorte können dazu beitragen und den Prozess unterstützen.

Die Schwerpunkte und Besonderheiten des Studiengangs werden ebenso festgelegt wie die notwendigen Grundlagen. Leitend für diesen Prozess ist das Kompetenzprofil. Die zu erwerbenden Kompetenzen werden von Studiengang- auf Modulebene heruntergebrochen.

Der Diskussions- und Erarbeitungsprozess kann durch weitere detailliertere Umfeldanalysen, Ergebnisse interner Erhebungen sowie Arbeitsmarktrecherchen unterstützt werden.

Für die Erstellung des Studiengangkonzepts werden die bisherigen Erkenntnisse und Entscheidungen strukturiert ausformuliert. Entsprechend des Formulars wird der geplante Studiengang beschrieben und begründet.

Im weiteren Prozess wird das Curriculum zunehmend konkret. Die zu erwerbenden Kompetenzen werden von Modul- auf die Lehrveranstaltungsebene heruntergebrochen. Die curriculare Struktur wird über das Modultool abgebildet. Insbesondere mögliche Importmodule können bereits ausgewählt werden. Zusätzlich kann die Festlegung von Praxisanteilen, Praktika, Projekten, etc… erfolgen.

Auch an dieser Stelle können noch ergänzende Credit-Point-Analysen zur Konkretisierung des Curriculums durchgeführt werden. Ebenso können bspw. das Studienverlaufsmonitoring oder Surveys herangezogen werden, um Weiterentwicklungen (Re-Akkreditierung) zu begründen.

Mit dem Studiengangkonzept werden auch ein Musterstudienplan sowie die Module im Modultool konkretisiert. Alle Unterlagen werden im eigenen und ggf. mit kooperierenden Fachbereichen abgestimmt.

Die Festlegung der Zulassungsvoraussetzungen und Anschlussfähigkeiten beim Übergang von Bachelor zu Master können durch Instrumente im Rahmen der Umfeldanalyse unterstützt werden.

Sobald das Studiengangkonzept fertiggestellt ist, sollte es ggf. mit Vorprüfung und Überarbeitung in Kombination mit einer Beschlussfassung im Fachbereichs- oder Kunsthochschulrat für die erste Befassung im Präsidium eingereicht werden.

Für weitere Informationen zum weiteren Ablauf nach der Fertigstellung werfen Sie bitte einen Blick in das „Ablaufschema Studiengangsentwicklung – Vom Studiengangskonzept bis zur Begehung“.

Das Modulhandbuch wird mithilfe des Modultools erstellt. Alle Module sollten anhand der erforderlichen Eingabefelder ausreichend beschrieben werden. Mit der Finalisierung des Modulhandbuchs ist der Erwerb aller im Kompetenzprofil beschriebenen Kompetenzen abgedeckt.

Zu beachten ist, dass die Entwicklung des Curriculums als Basis für das Modulhandbuch während der Studiengangkonzepterstellung beginnt und bestenfalls bereits auf einen guten Arbeitsstand gebracht werden kann. Die weitere erforderliche Entwicklung des Modulhandbuchs erfolgt parallel und nachgelagert zur ersten Beschlussfassung der Studiengangkonzepts im Präsidium.

Aufbauend auf den Vorarbeiten und entsprechenden Vorgaben wird die fachspezifische Prüfungsordnung gestaltet.

Zu beachten ist, dass die Entwicklung der Prüfungsordnung  während der Studiengangkonzepterstellung beginnen kann. Die weitere erforderliche Entwicklung der Prüfungsordnung erfolgt nachgelagert zur ersten Beschlussfassung der Studiengangkonzepts im Präsidium.