Was sind die Aufgaben eines Brandschutzhelfers/in?

Aufgaben

Die Ausbildung der Brandschutzhelfer/in ist durch die ASR A2.2 geregelt und erfolgt nach der DGUV I 205-023.

Rechtsgrundlage ist das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 10.

Ziel der Ausbildung:

Der sichere Umgang mit und der Einsatz von Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung und zur Sicherstellung des selbständigen Verlassens (Flucht) der Beschäftigten.

Zu den Aufgaben der/s Brandschutzhelferin/s zählen:

  1. Unterstützung des Brandschutzbeauftragten
  2. Unterstützung im vorbeugender Brandschutz z.B. durch Kontrollgänge
  3. Unterstützung bei der Gebäuderäumung und Evakuierung
  4. Brandbekämpfung bei Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung
  5. Bedienung von Brandschutzeinrichtungen (Wandhydranten, Rauch-  und Wärmeabzüge, halbstationäre Löschanlagen etc.)
  6. Einweisen der eintreffenden Feuerwehr


Anzahl der Brandschutzhelfer/innen:

  • In der Regel ist ein Anteil von 5% der Beschäftigten bei normaler Brandgefährdung (z.B. Büronutzung) ausreichend.
  • Bei Einrichtungen mit erhöhter Brandgefährdung (Labore, Werkstätten) und Bereiche mit erhöhtem Personenaufkommen (Mitarbeiter/innen, betriebsfremde Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität) ist eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsquote sinnvoll, mindestens jedoch 10% der Beschäftigten.
  • Verteilt sich die Belegschaft über mehrere Standorte, so ist die Anzahl der Brandschutzhelfer/innen gemäß der ermittelten Brandgefährdung je Standort vorzuhalten.

Die Ausbildung und Vorhaltung von Brandschutzhelfern/innen entbindet den Unternehmer nicht von der Verpflichtung die Beschäftigten regelmäßig (mindestens einmal jährlich) über die in ihrem Arbeitsbereich vorhandenen Brandgefahren und Brandschutzeinrichtungen sowie das Verhalten im Gefahrenfall zu unterweisen.